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Quilt-Fieber im Landkreis: Patchwork aus Stofffetzen

Ribnitz-Damgarten Quilt-Fieber im Landkreis: Patchwork aus Stofffetzen

Fast 100 Handarbeiterinnen aus Mecklenburg-Vorpommern zeigten ihre Arbeiten in Damgarten / Sund-Quilter waren auch dabei

Ribnitz-Damgarten. Eine alte Jeans wird zur Handtasche, Krawatten liefern den Stoff für einen großen Wandteppich und Sylvia Hanauska (48) aus Zingst hat Fotos ihres Sohnes auf einer Patchwork-Decke festgehalten. Am Sonnabend trafen sich fast 100 Handarbeits-Expertinnen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern in Damgarten.

Dass Patchwork mehr ist als einfach nur verschiedene Stofffetzen aneinander zu steppen, ist auf den ersten Blick zu sehen. Da quiltet beispielsweise Renate Wietzke aus Ribnitz oft bis spät in die Nacht an einer Tagesdecke. Das Muster nennt sich „Dear Jane“. Ein geschichtsträchtiges Quilt, deren Original 1863 im amerikanischen Bürgerkrieg entstand. Die Ribnitzerin, die zu den Recknitz-Qulitern gehört, nähte es nach. Zehn Monate brauchte sie für die detailverliebte Arbeit. Angelika Seack, Leiterin der Gruppe, lobt ihre Arbeit besonders. „Das ist nicht nur Handarbeit, sondern Kunst!“ Die 67-Jährige unterrichtet das Quilten, das soviel heißt wie steppen, in der Volkshochschule in Ribnitz. Alle ihre sieben Recknitz-Quilter waren früher ihre Schülerinnen. Seit viereinhalb Jahren gibt es die Gruppe. Deutschlandweit haben sich etwa 6000 Mitglieder der Patchwork-Gilde angeschlossen.

Auch die Hanse-Quilter aus Greifswald, die Sund-Quilter aus Stralsund, die Qulit-Möwen aus Rostock und die Trebel-Quliter aus Grimmen reisten zu dem Treffen an. Insgesamt sind es Mitglieder aus zehn Gruppen, die ihre liebsten Arbeiten in Damgarten zeigen, sich Tipps und Anregungen holen.

Besonders gut kommt der Erinnerungs-Quilt von Sylvia Hanauska an. Die Fotos ihres Sohnes ließ sie auf Stoff drucken, dann quiltete sie die einzelnen Blöcke zusammen und schenkte ihm die entstandene Tagesdecke zum 18. Geburtstag. Hanauska ist sicher, dass sie ihrem Sohn gefällt. „Er hat ein Foto von ihr sogar bei Facebook gepostet.“

Ute Breidenmoser aus Rostock führt einen der wenigen Patchwork-Läden im Norden. Sie erklärt, warum das Quilten für viele Frauen etwas besonderes ist: „Aus vielen kleinen Teilen etwas Neues machen und sehen, was man selbst geschafft hat, das ist das Schönste an dem Hobby.“ Und so entstehen in Zukunft vermutlich noch viele Decken, Taschen und Wandteppiche in den Häusern der fleißigen Quilterinnen.

Carolin Riemer

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