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Räume für das Konfuzius-Institut gesucht

Stralsund Räume für das Konfuzius-Institut gesucht

Jetzt ist Eile geboten. Professor Falk Höhn, Rektor der Fachhochschule Stralsund, hat von seinem jüngsten China-Besuch nicht nur die Zusage über 150000 Dollar Anschubfinanzierung ...

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Gemeinsam mit mit 62 ausländischen Experten aus 25 Ländern wurde Rektor Falk Höhn (re.) während seines Besuchs auch zu einem Empfang des chinesischen Premierministers LI Keqiang (Mitte) anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes eingeladen. In der Großen Halle des Volkes in Peking sprach Höhn dabei als einer von vier Rednern zu Bildungsfragen im Rahmen der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit.

Stralsund. Jetzt ist Eile geboten. Professor Falk Höhn, Rektor der Fachhochschule Stralsund, hat von seinem jüngsten China-Besuch nicht nur die Zusage über 150000

Dollar Anschubfinanzierung für das geplante Konfuzius-Institut in Stralsund mitgebracht. „Nach den Gesprächen mit unserer chinesischen Partnerhochschule, der Hefei University, und dem Hanban-Institut steht auch fest, dass wir Ende April, Anfang Mai bereits mit ersten Kursen sowohl in chinesischer Sprache als auch zu Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) in Stralsund beginnen können“, sagt Professor Höhn.

Der Hochschulleiter sieht jetzt zwei Aufgaben, die rasch gelöst werden sollen: „Wir müssen den Trägerverein schnell gründen, damit das Geld für den Aufbau des Instituts auf das Vereinskonto überwiesen werden kann.“ Für Falk Höhn ist das auch deshalb wichtig, weil er bereits erste Anfragen bekommen hat, ob die Arbeit des Konfuzius-Instituts auch mit Spenden unterstützt werden kann. „Ich freue mich, dass Menschen aus der Region solch einen Anteil an dem Projekt nehmen“, erklärt der Professor.

Dazu kommt, dass jetzt erst einmal Räumlichkeiten für die ersten vorgezogenen Kurse gefunden werden müssen. Dieses Problem will der Rektor in enger Zusammenarbeit mit der Hansestadt lösen.

Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) hatte bereits bei verschiedenen Gelegenheiten sein Interesse an einem Konfuzius-Institut in Stralsund durchblicken lassen. Auf Nachfrage der OZ, wie die Stadt das Vorhaben unterstützen kann, lässt der OB seine Presseabteilung jedoch eine eher vorsichtige Erklärung abgeben: An dem Thema wird gearbeitet, es ist jedoch noch nichts spruchreif.

Dessen ungeachtet will der Hochschulleiter die Monate bis zum Ende seiner Amtszeit im September nutzen, das Konfuzius-Institut in der Hansestadt arbeitsfähig zu installieren. „Meine Idee ist, dass wir erst einmal klein anfangen und schauen, für welche Themen es hier Interesse gibt.“ Die Aufmerksamkeit für Traditionelle Chinesische Medizin ist jedenfalls groß. Stralsund wird das weltweit erst dritte Konfuzius-Institut mit Schwerpunkt auf TCM bekommen. „Ein wissenschaftlicher Beirat soll gewährleisten, dass das Thema nicht ins Esotherische abgleitet“, betont Höhn. Vertreter der Stralsunder Ärzteschaft hatten bereits signalisiert, das neue Institut dabei nach Kräften unterstützen zu wollen.

Nächster Schritt nach dem Start des Kursprogramms soll der Aufbau einer Internetplattform sein. „Dann werden wir schnell sehen, wer sich da alles andockt“, sagt Höhn vieldeutig. Dabei ist es inzwischen kein Geheimnis mehr, dass deutsche Forscher großes Interesse daran haben, die Geheimnisse der Traditionellen Chinesischen Medizin für die Erweiterung des Wissens der klassischen europäischen Schulmedizin zu nutzen. Das Zukunftsthema heißt in diesem Fall synergistische Medizin und Pharmazie. Für Stralsund eine Chance, sich zu einem Forschungsstandort von internationalem Rang zu entwickeln.

Zudem ist geplant, dass das Konfuzius-Institut eine Plattform für die Anbahnung von deutsch-chinesischen Unternehmenskontakten erhalten soll. Die Chinesen meinen es damit ernst. Nach OZ-Erkenntnissen wird Mitte der Woche eine Delegation chinesischer Wirtschaftsvertreter in der Hansestadt erwartet. Deren Ziel ist es, auszuloten, wo sich die Anknüpfungspunkte einer für beide Seiten gewinnbringenden Zusammenarbeit finden lassen.

Mit Bildung zu Harmonie und Gleichmut

Konfuzius (551 bis 479 v. Chr.) war ein bis heute in China wegen seiner Lehren verehrter Philosoph.

Im Mittelpunkt seiner Philosophie stehen Themen wie „Harmonie und Mitte, Gleichmut und Gleichgewicht“. Danach zu streben würde zum moralisch einwandfreien Menschen führen, der sich in Harmonie mit dem Weltganzen befindet.

Die Konfuzius-Institute sollen — anknüpfend an die Lehre des Philosophen — im Ausland Kenntnisse chinesischer Kultur und Sprache fördern, ähnlich der Aufgabe, die Goethe-Institute für Deutschland übernehmen. Kritiker indes sehen die Unabhängigkeit der weltweit etwa 500 Konfuzius-Institute als nicht gegeben an, da zu starke Einflüsse des chinesischen Staates befürchtet werden.

Von Jörg Mattern

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