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Raserei auf dem Wasser: Polizei muss im Nationalpark blitzen

Stralsund Raserei auf dem Wasser: Polizei muss im Nationalpark blitzen

Stralsund Die Zahl der kleineren Verstöße auf dem Wasser nimmt ab. Im vergangenen Jahr haben die Beamten der Wasserschutzpolizeiinspektion Stralsund 1385 entsprechende Anzeigen aufgenommen.

Stralsund. Die Zahl der kleineren Verstöße auf dem Wasser nimmt ab. Im vergangenen Jahr haben die Beamten der Wasserschutzpolizeiinspektion Stralsund 1385 entsprechende Anzeigen aufgenommen. Das bedeutet im Vergleich zum Jahr 2014 mit 1672 Anzeigen eine Verringerung um 287.

 

OZ-Bild

Die Ursachen für Unfälle reichen vom Miss- achten der Regeln bis zu unzureichenden Revierkenntnissen.“Fredi Ewert

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Die Wasserschutzpolizei hat gut zu tun

2022 Quadratkilometer Landfläche und 348 Quadratkilometer Gewässerfläche umfasst der Zuständigkeitsbereich der Wasserschutzpolizeiinspektion Stralsund.

101 Sportboothäfen mit etwa 6300 Liegeplätzen werden von den Mitarbeitern der vier Stationen kontrolliert.

32 Beamte gehören zur Inspektion Stralsund.

1385 Ordnungswidrigkeiten wurden im Jahr 2015 zur Anzeige gebracht.

47 Sportbootunfälle und sieben Schiffsunfälle mussten 2015 registriert werden.

„Besonders oft haben wir Verstöße gegen die Ordnung der Seeschifffahrtsstraßen geahndet oder sind eingeschritten, wenn sich Boots- und Schiffsführer nicht an die Hafenordnungen hielten“, erklärt der Chef der Wasserschutzpolizei, Fredi Ewert, die Palette der Ordnungswidrigkeiten. Auch wenn Sportbootführerscheine fehlten oder gegen die Fischereiordnung im Stralsunder Hafen verstoßen wurde, wurden die Beamten aktiv. Zudem rief oft falsches Verhalten in den Schutzgebieten des Nationalparks die Polizei auf den Plan.

Im Gegensatz zu den Ordnungswidrigkeiten war bei den Straftaten ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Wurden 2014 noch 178 Anzeigen aufgenommen, waren es im vergangenen Jahr 183. „Schwerpunkt bei den Straftaten waren Verstöße gegen das Fischereirecht“, sagt Ewert. Anzeigen gab es auch wegen Gewässerverunreinigungen oder Trunkenheit im Verkehr. „Uns beschäftigten aber genauso Brände, Körperverletzungen, Unterschlagungen, der Missbrauch von Notrufen, Diebstähle und Sachbeschädigungen.“

Zu den Aufgaben der Hafensicherheitsbeamten gehören auch die zeitintensiven Schiffskontrollen. „Die Anforderungen im Sicherheitsbereich werden immer höher und spezieller“, erklärt Ewert. „Wir werden immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, weil sich die internationalen Regelungen zu Fragen der Schiffssicherheit, des Meeresumweltschutzes und des Terrorismus ständig ändern.“ Umwelt- und Meeresschutz und damit verbunden die Befahrensregelung der Nationalparks sind ebenfalls ein wichtiger Teil der Arbeit. „Wir haben an 29 Tagen in der Saison im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und dabei einige Verstöße festgestellt.“

Insgesamt hatte die Polizei im vergangenen Jahr 47 Sportboot- und sieben Schiffsunfälle zu verzeichnen. „Die Ursachen für die Unfälle sind ganz unterschiedlich“, sagt Fredi Ewert. „Das reicht vom Nichtbeachten der Regeln und Witterungsverhältnisse bis hin zu unzureichenden Revierkenntnissen und technischen Mängeln.“

Immer wieder kommt es auch zu Unfällen, wenn Alkohol im Spiel ist. „Das ist unverantwortlich gegenüber sich selbst und den Mitfahrenden.“ Doch bei einem kuriosen Fall im November 2015 war es kein Bootsführer, der betrunken war. „Eine alkoholisierte Person wollte im Querkanal an der Hafeninsel baden gehen und den Kanal schwimmend überqueren. Leider hat er nicht mehr geschafft, selbstständig an Land zu kommen und musste von den Kollegen gerettet werden“, sagt Ewert.

Für die Sicherheit im Bereich der Stralsunder Polizeiinspektion sind 32 Beamte verantwortlich. Sie teilen sich auf die Stationen Barth, Schaprode, Ribnitz-Damgarten und die Hansestadt selbst auf.

Von Miriam Weber

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