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Reise durch unsere schönsten Gärten

Reise durch unsere schönsten Gärten

„Treckeltied“ heißt es am Wochenende für Neugierige, wenn von Barth über Barhöft bis Turow viele Parks und Gartenanlagen ihre Türen öffnen. Hier einige Tipps.

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Naschen erlaubt – heißt es im Spalierobstgarten Klausdorf, der einst von der Gutsfamilie neben dem Park angelegt wurde. Dr. Karl-Alfred Lein und vielen Mitstreitern ist es zu verdanken, dass die Anlage heute wieder öffentlich zugänglich ist.

Quelle: Ines Sommer

Parow/Turow/Barth Aus den Träumen des Sommers wird im Herbst Marmelade gemacht – ganz nach dieser englischen Gartenweisheit hat sich der Landkreis für dieses Wochenende etwas ganz Besonderes einfallen lassen. „Treckeltied“ heißt nämlich die Devise. Und das ist nichts anderes als eine nette Einladung, quer durch die reizvolle, nordvorpommersche Kulturlandschaft zu reisen. Guts- und Parkanlagen, Kloster- und Pfarrgärten, aber auch städtische Gartenanlagen, Friedhöfe und private Gärten öffnen für Besucher Sonnabend und Sonntag die Türen.

OZ-Bild

„Treckeltied“ heißt es am Wochenende für Neugierige, wenn von Barth über Barhöft bis Turow viele Parks und Gartenanlagen ihre Türen öffnen. Hier einige Tipps.

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Der Gartenpfad Nordvorpommern, ein gefördertes Projekt aus dem Leader-Programm, hält 24 Stationen bereit (siehe unsere Karte). „Wir haben Landschaften mit uralten Baumbeständen. Man kann sich in einen bizarren Kusstunnel begeben. Auch bei Abenteuerführungen kann man Gartenstrukturen entdecken, so zum Beispiel die Pflanzen der Bibel- und Klostergärten. Andere reizt vielleicht ein Besuch der neuen Kräuter- und Selbstversorgergärten“, sagt Karen Hoppenrath, die das Projekt in der Kreisverwaltung betreut.

„De Treckeltied ist die Zeit des herbstlichen Vogelzuges, wenn sich die Kraniche in Nordvorpommern sammeln und ziehen – auf Niederdeutsch trecken. Und dann ziehen auch wir – durch die Städte und Dörfer“, schwärmt Dr. Gerd Albrecht über das Treckeln. Er ist am Wochenende gleich zweimal in Hochstimmung. Einerseits öffnet der Pfarrgarten in seinem Wohnort Starkow und lädt zu Musik und Führungen ein (die OZ berichtete gestern). Andererseits ist Gerd Albrecht auch Chef im Barther Vineta-Museum . Und das macht auch mit beim Treckeln. „Wen es in den Garten des Vineta-Museums zieht, der wird viele Lieblingspflanzen des preußischen Hofgartendirektors Ferdinand Jühlke entdecken und die Faszination ganzjährig bunter Blätter.

Wir bieten am Sonnabend um 11 und um 16 Uhr Führungen durch den Museumsgarten an.“

Verwachsene Ecken, alte Apfelbäume und ihren Selbstversorgergarten wollen Anna und Jan Barkow, Eigentümer der Wasserburg Turow , ihren Besuchern am Sonntag vorstellen – gemeinsam mit Kezia Deichsel. Letztere betreut das Projekt „Selbstversorgergarten“ von Beginn an. Von vielen interessanten Erkenntnisse kann sie bereits aus der ersten Gartensaison in Turow berichten. „Zum Beispiel haben wir in dieser Saison zwei Methoden des Kartoffelanbaus ausprobiert, aber nur eine war wirklich ertragreich - die mit dem geringsten Arbeitsaufwand“, macht die junge Frau neugierig.

Eine Gartenführung gehört an dem Sonntag der „Treckeltied“ genauso zum Programm an der Wasserburg, wie ein Rundgang durch die historischen und denkmalgeschützten Gemäuer. „Außerdem laden wir ein zu veganem Kuchen, Heilkräutertees oder Smoothies“, berichtet Burgherrin Anna Barkow. Zudem gebe es Erklärungen zu den Tees und ihre spezielle Wirkung. Hinweisen möchte Anna Barkow noch einmal speziell darauf, dass sie lediglich am Sonntag geöffnet haben. Von 13 bis 18 Uhr seien sie für die Gäste da.

Selbst erkunden kann man die Grüne Kliffkunst in Barhöft . Das Projekt war 2011 und 2012 ein Gemeinschaftswerk von der Gemeinde Klausdorf und dem Nationalparkamt. Die Kunstwerke sind natürlich heute noch zu sehen, und zwar entlang der Wanderwege des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.

Der Wildkräutererhaltungsgarten Völkshagen ist 200 Quadratmeter groß und wird von Frauen aus den umliegenden Dörfern gepflegt. Ziel der elf Kräuterfrauen ist es, vergessene Wildkräuter wieder in Erinnerung zu rufen. Viele als Unkraut betitelte Kräuter sind nämlich essbar oder haben heilende Wirkung. Wer sich davon überzeugen will, kann am Wochenende von 14 bis 17 Uhr im Kräutergarten vorbeischauen, Führungen gibt es bis 16.30 Uhr. Aber auch Kräutertee, Brot mit Kräuterschmalz und Kräutergelees sowie Pflanzenableger und das „Völkshäger Kräuterblatt“ warten auf die Gäste.

Auch die Alte Gärtnerei an der Orangerie in Parow ist auf Besuch eingestellt. Dort, wo bis 1974 in zwei Gewächshäusern Gemüse produziert wurde, entsteht in der ehemaligen Gutsgärtnerei eine neue Orangerie, die der Storchennest-Verein betreiben will. Die Bauarbeiten haben begonnen. 700000 Euro werden hier investiert. Führungen durch den wunderschönen Garten mit sehr alten Obstsorten gibt es von 10 bis 16 Uhr zu jeder vollen Stunde.

Naschen erlaubt, heißt es auch im Gutspark mit Spalierobstgarten in Klausdorf. Die Anlage ist öffentlich zugänglich, und man kann selbst Früchte von den Sträuchern ernten. Kaffee und Kuchen gibt es im gegenüberliegenden Vorpommernhus.

Mit Rosenbowle möchte der Rosengarten Schlemmin seine Gäste verzaubern, wenn Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr die Türen geöffnet sind. 300 verschiedene Sorten dieser duftenden Blume sind hier zu bestaunen, darunter auch historisch wertvolle wie die Bambus- oder die Kastanienrose.

Der Gartenpfad

Der Gartenpfad Nordvorpommern erstreckt sich vom Darß über die Boddenküste bis hin zum Trebeltal. Es handelt sich dabei um ein ähnliches Projekt wie die offenen Gärten.

24 Guts- und Parkanlagen , Kloster- und Pfarrgärten, aber auch städtische Gartenanlagen, Friedhöfe und private Gärten öffnen für Besucher am Sonnabend und am Sonntag die Türen, um so Einblick in unsere einmalige Kulturlandschaft zu geben.

„Treckeltied“ heißt das Projekt, das aus dem Förderprogramm zur Entwicklung ländlicher Räume (Leader) unterstützt wird.

Anja Krüger und Ines Sommer

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