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Stralsund Rettungsaktion für schwer erkrankten Kapitän
Vorpommern Stralsund Rettungsaktion für schwer erkrankten Kapitän
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00:00 23.08.2016

Der Seenotrettungskreuzer „Harro Koebke“ und ein Rettungshubschrauber waren gestern Morgen vor Sassnitz im Einsatz, um einem Kapitän zu Hilfe zu eilen. Der 73-Jährige soll nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) an Bord seines Schiffes vor der Rügener Küste schwer erkrankt sein. „Von den Seenotrettern wurde er medizisch versorgt und an Land gebracht“, Christian Stipeldey, Sprecher der DGzRS. Ein Rettungswagen transportierte den Seemann zum Krankenhaus.

Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem 73-Jährigen um einen Polen. Er gehört zur Besatzung der unter panamaischer Flagge fahrenden „Verona I“. Dabei handelt es sich um einen ehemaligen Fischkutter. Das rund 32 Meter lange Schiff ist zurzeit als Wachschiff im Offshore-Windenergiegeschäft unterwegs. Konkret hat die „Verona I“ die Aufgabe, die derzeit laufende Kabelverlegung zu den Meereswindparks vor der Rügener Küste zu begleiten. Die Spezialschiffe, die das Kabel auf den Meeresgrund bringen, „spulen“ die Leitung sozusagen von Bord. Über diese Arbeiten und den Ort sind die Seefahrer im Umkreis informiert. Sollte sich dennoch ein Segler der Baustelle nähern und sich dabei in Gefahr begeben, macht die Besatzung des Wachschiffs auf die Kabelverlegung aufmerksam und sorgt dafür, dass sich niemand in den Gefahrenbereich zwischen dem Spezialschiff und dem Kabel begibt.

Gegen sieben Uhr war gestern Morgen die Besatzung des Seenotrettungskreuzers „Harro Koebke“ durch die Seenotleitung Bremen über den Notfall an Bord der „Verona I“ informiert worden. Die Seenotretter legten sofort in Sassnitz ab. Gleichzeitig wurde die Besatzung des Wachschiffes gebeten, sofort Kurs auf Sassnitz zu nehmen.

Die „Verona I“ befand sich zu dem Zeitpunkt rund 13 Kilometer nordöstlich von der Hafenstadt entfernt. Etwa anderthalb Seemeilen vor der Ansteuerungstonne Sassnitz trafen die Retter auf die „Verona I“. Sie gingen bei Windstärke vier bis fünf mit ihrem Rettungskreuzer längsseits und setzten zwei Seenotretter zum Wachschiff über, die sich dort sofort um den schwer erkrankten Kapitän kümmerten. Weitere ärztliche Hilfe kam aus der Luft: Die Seenotleitung in Bremen hatte zur Unterstützung den in Güttin stationierten Rettungshubschrauber „Christoph Offshore 2“ angefordert. Mit der Seilwinde setzte er einen Notarzt auf dem Hubschrauberarbeitsdeck des Seenotrettungskreuzers ab. Gemeinsam mit den Seenotrettern versorgte der Mediziner den Erkrankten an Bord der „Verona I“, bevor dieser mit der Bergungstrage auf den Seenotrettungskreuzer gebracht und im dortigen Bordhospital bis zur Ankunft in Sassnitz behandelt wurde.

Maik Trettin

Im Rahmen einer Ostseereise des Landesjugendchors Sachsen wird am Freitag um 20 Uhr zu einem Konzert in die Marienkirche eingeladen. Der Abend steht unter dem Motto „Sommerlichter a-cappella“.

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