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Rewa will Klärschlamm verbrennen lassen

Stralsund Rewa will Klärschlamm verbrennen lassen

Regionale Abwasserentsorger setzt als Mitglied einer Kooperation auf den Bau einer Monoverwertungsanlage

Stralsund. Der Kreistag Vorpommern-Rügen ist gegenwärtig dabei, die Weichen dafür zu stellen, dass die Regionale Wasser- und Abwassergesellschaft künftig die in ihrem Einzugsgebiet anfallenden jährlichen 7500 Tonnen Klärschlamm kostengünstig verbrennen kann (OZ berichtete).

 

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Jürgen Müller, Rewa.

Wie Rewa-Geschäftsführer Jürgen Müller am Montagabend vor dem Wirtschaftsausschuss erklärte, ist die Rewa seit 2012 Mitglied der in einer GmbH organisierten Klärschlamm-Kooperation MV. Darin sind derzeit unter anderem Abwasserbeseitigungsfirmen aus Schwerin, Rostock, Bad Doberan und Grevesmühlen zusammengeschlossen. Aufgabe dieser Kooperation ist es laut Müller, die bis zu 100000

Tonnen jährlich anfallenden Klärschlamms im Land zu bündeln und einer Verwertung zuzuführen. Wurde dieses Restprodukt aus der Abwasserbehandlung traditionell bei Partnern aus der Landwirtschaft auf Äckern ausgebracht, so wird das künftig nicht mehr so ohne weiteres möglich sein. Hintergrund sind die ab 2017 verschärften Grenzwerte für bestimmte Bestandteile des Klärschlamms, wie etwa synthetische Polymere.

Ziel der Klärschlamm-Kooperation sei es daher, die anfallenden Schlämme künftig in einer speziellen Mono-Verwertungsanlage mit Phosphor-Rückgewinnung zu verbrennen. Die soll ihren Standort in etwa vier Jahren in Rostock haben, weil in der größten Stadt des Landes der meiste Klärschlamm anfalle. Zudem könne die produzierte Wärme aus dem Prozess in der Stadt energetisch genutzt werden. Die anderen Mitglieder der Kooperation würden ihre Anteile am Klärschlamm entsprechend zuliefern.

Der Wirtschaftsausschuss stimmte am Montag zu, dass die geplante Verbrennungsanlage Gegenstand des Gesellschaftervertrages wird. Das letzte Wort hat der Kreistag im Dezember.

Jörg Mattern

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