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Stralsund Rügen bekommt für Millionen neue Radlerpisten
Vorpommern Stralsund Rügen bekommt für Millionen neue Radlerpisten
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00:00 09.12.2017
Der Radweg zwischen Lobbe und Thiessow soll breiter werden und einen neuen Asphaltbelag bekommen. Quelle: Foto: Gerit Herold
Baabe

Seit Monaten wird er schon von Radlern genutzt, nun ist er auch offiziell fertiggestellt: Der Radweg vom Baaber Bollwerk bis zum Campingplatz/Reiterhof in Alt Reddevitz als wichtiger Teil des Ostseeküsten-Radweges und Rügen- Rundweges.

Trasse Baabe – Alt Reddevitz fertig / 2018 folgen Promenadenabschnitt Baabe-Sellin und Radwegausbau in der Granitz und zwischen Lobbe und Thiessow

Mit dem Bau der 2,6 Kilometer langen und zwei bis drei Meter breiten Velopiste wurde im September letzten Jahres begonnen. In die Maßnahme, die zu 90 Prozent gefördert wurde, flossen 670000 Euro.

Der dafür notwendige Grunderwerb beziehungsweise eine Einigung mit den Grundstückseigentümern war ein schwieriger und langwieriger Prozess, da es sich um viele „Handtuchstücke“ handelte. Besonders der Beharrlichkeit des ehemaligen Vorstehers des Amtes Mönchgut-Granitz, Dieter Mathis, sei es zu verdanken, dass am Ende alle betroffenen Grundeigentümer von dem Vorhaben überzeugt werden konnten und ihre Zustimmungen erteilt haben, sagt der jetzige Amtsvorsteher Reinhard Liedtke. „Die ersten Unterschriften konnten 2008 erlangt werden, die letzten tatsächlich erst im Jahr 2016“, weiß Maike Knittel vom Bauamt des Amtes-Mönchgut-Granitz.

Das Amt Mönchgut-Granitz ist Bauherr der Velopisten in der Region. In den 90er Jahren hatten die amtsangehörigen Gemeinden die Unterhaltung und den Radwegebau ans Amt übertragen. Seitdem sind viele Radwege realisiert worden. Derzeit im Bau ist der unterirdische Weg für Radler und Fußgänger durch die Bundesstraße 196 in Sellin. Vor einem Jahr wurde mit den Arbeiten für die 140 Meter lange Untertunnelung der Ortsdurchfahrt in Höhe des Großparkplatzes, mit der Radfahrer und Fußgänger künftig sicher die viel befahrene Trasse passieren können, begonnen. Im nächsten Jahr soll das technisch sehr aufwendige Bauvorhaben abgeschlossen sein. „Das wird wahrscheinlich um Ostern rum sein, abhängig vom Winter“, so Liedtke. Die 1,3 Millionen Euro teure Maßnahme wird zu 90 Prozent von Bund und Land gefördert.

Im nächsten Jahr soll auch endlich der Radweg mit Meerblick zwischen Baabe und Sellin gebaut werden (Kosten rund 1,1 Millionen Euro). Seit Jahren ist ein neuer Radwanderweg entlang der Promenade geplant, der Göhren, Baabe und Sellin verbindet und die Konflikte zwischen Radlern und Fußgängern beseitigt. Der erste, 2,4 Kilometer lange Abschnitt von Göhren nach Baabe wurde vor drei Jahren realisiert. Für den weiteren Ausbau der rund 1,3 Kilometer langen Trasse nach Sellin stehen Fördermittel vom Land bereit. „Im nächsten Jahr soll es losgehen“, blickt Reinhard Liedtke voraus, sieht aber noch bürokratische Hürden. „Die Baugenehmigungen verzögern sich.“

Das Ostseebad Sellin will seinen Südstrand umstrukturieren und plant eine neue Promenade mit hölzernen Bänken und Liegen. Für den neuen Radweg soll künftig die jetzige alte Promenade genutzt werden, die neue Promenade wird dann daneben zwischen Radweg und Düne gebaut. Dieser Bereich gelte noch nicht als Küstenschutzdüne. Im nächsten Jahr sollen beide Vorhaben – Radweg und Promenade – unmittelbar hintereinander angepackt werden. Zuerst wird der Radweg umgestaltet. Zwischen Promenade und Radweg soll ein bepflanzter Abstand eingeräumt werden, damit eine räumliche Trennung von Fußgängern und Radlern gewährleistet wird.

Auf der Wunschliste stehen weitere Vorhaben. So der Ausbau des Radweges durch die Granitz bis nach Binz zum Klünderberg. Dieser soll als gemeinschaftliches Projekt geplant und realisiert werden zusammen mit dem Landschaftspflegeverband und der Gemeinde Binz, so Liedtke. Weiterhin soll der Radweg zwischen Lobbe und Thiessow ausgebaut werden. Die straßenbegleitende Trasse durch den Küstenwald soll auf drei Meter verbreitert werden und einen neuen Asphaltbelag bekommen. Diesbezügliche Gespräche in der Landeshauptstadt seien erfolgreich gewesen, so Liedtke. „Der Radweg wurde in die Planung des Straßenbauamtes mit aufgenommen.“

Gerit Herold

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