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Ruine ade: Hiddensee präsentiert die Historie der Fischerei

Hiddensee Ruine ade: Hiddensee präsentiert die Historie der Fischerei

In Neuendorf wurde der einstige Reusenschuppen „Groot Partie“ wieder aufgebaut / Das Fischereierlebniszentrum wird am Freitag eröffnet

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Der wieder aufgebaute Reusenschuppen „Groot Partie“ in Neuendorf auf Hiddensee.

Quelle: Fotos: Chris-Marco Herold

Hiddensee. Die Hiddenseer haben es geschafft: Aus einer Ruine ohne Dach, ohne Fenster und mit marodem Restmauerwerk ist das Fischereierlebniszentrum namens „Groot Partie“

OZ-Bild

In Neuendorf wurde der einstige Reusenschuppen „Groot Partie“ wieder aufgebaut / Das Fischereierlebniszentrum wird am Freitag eröffnet

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Die Geschichte des Reusenschuppens

1884 war der Schuppen von der Reusengemeinschaft namens „Groot Partie“ erbaut worden. Dort wurden Netze repariert und gelagert.

Außerdem diente der Klinkerbau bis in die neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts als Versammlungsraum. Dachstuhl und Dachgiebel fielen vor mehr als zehn Jahren einem Sturm zum Opfer.

geworden. Das wollen sie in Neuendorf am Freitag um 18 Uhr eröffnen. „Dann ist die Fischereigeschichte unserer Insel und der Region erlebbar“, blickt Hiddensees Bürgermeister Thomas Gens voraus.

Dass dies auch der Fall sein wird — dafür haben er und die Gemeindevertreter erst in dieser Woche den entsprechenden Beschluss gefasst. Demnach sind der Bürgermeister und der kommunale Hafen- und Kurbetrieb berechtigt, für maximal 5000 Euro eine Sammlung von Hiddenseer Fischereiexponaten anzukaufen. „Das sind allesamt Originale, die ein Sammler über Jahre hinweg zusammengetragen hat. Dabei handelt es sich um viele Einzelstücke, die ohne einen Ankauf für die kommenden Generationen verloren wären — und damit auch ein großes Stück Hiddensee-Geschichte“, macht Gens deutlich. Bei den Einzelstücken soll es sich beispielsweise um Aaleisen, Eisschlitten, Namensschilder von Kuttern, alte Anker, Original-Positionslaternen oder Netze handeln. Ausgewählte Exponate werden in der „Groot Partie“ zu sehen sein — weitere sind für eine Ausstellung im Heimatmuseum der Insel in Kloster vorgesehen.

Schon Tage vor der Eröffnung ist für Gens eines sicher: „Für die gesamte Insel Hiddensee und den Ortsteil Neuendorf ist der Erhalt eines so traditionellen Gebäudes ein Riesengewinn und eine wertvolle Ergänzung zum bereits im Dorf bestehenden Fischereimuseum.“ Damit dies auch so sein wird, sitzt neben den Hiddenseern ein patenter Partner mit im Boot. „Die Ausstellung haben wir in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund gestaltet“, macht das Gemeindeoberhaupt in diesem Zusammenhang deutlich.

Die Verwandlung der Schuppenruine zum Fischereierlebniszentrum hatten die Hiddenseer Anfang Juni des vergangenen Jahres gestartet. Seitdem haben sie etwa 400000 Euro in das 11,30 Meter lange und 7,20 Meter breite Gebäude investiert. In die Hand genommen haben die Insulaner dafür Förder- als auch etwa 100 000 Euro eigenes Geld.

Und in der Begegnungsstätte soll nicht nur die Geschichte der regionalen Fischerei in den Boddengewässern und auf der Ostsee erlebbar sein. Ergänzt wurde der Innenbereich mit einer Schauküche. Dabei werden die einheimischen Fischarten und ihre Verwertung vom Fang bis zur Verarbeitung sowie die regionale Fischerei im Mittelpunkt stehen. Und schließlich wollen die Hiddenseer an Ort und Stelle auch Hochzeitsfeiern im kleineren Rahmen möglich machen.

Der einstige Reusenschuppen verlor vor etwas mehr als zehn Jahren bei einem Sturm Dachstuhl und -giebel. Auch der Rest des Schuppens war seit Jahren in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. „Die Gemeinde stand vor der Wahl — abreißen oder sanieren“, blickt Gens zurück. Die Hiddenseer hatten sich schließlich für eine Sanierung entschieden.

Von Chris-Marco Herold

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