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SPD-Basis: Wir müssen euer Chaos ausbaden!

Stralsund SPD-Basis: Wir müssen euer Chaos ausbaden!

Stralsunder Sozialdemokraten blicken fassungslos nach Berlin. Das Hin und Her zu GroKo, Martin Schulz und Andrea Nahles hat viele verärgert. Sie fordern jetzt einen radikalen Neuanfang - auch personell.

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Ein Wahlplakat in Stralsund für die Bundestagswahl 2017 wirbt mit dem damaligen Kanzlerkandidaten Martin Schulz für die SPD.

Quelle: Stefan Sauer

Stralsund. Während die Parteispitze in Berlin von einer Katastrophe in die nächste schlittert, geraten die Sozialdemokraten in Stralsund in Erklärungsnot. Sie müssen den Leuten auf der Straße erklären, was da eigentlich bei ihnen los ist - dabei erkennen sie ihre Partei selbst kaum wieder. 

„Wenn ich Leute frage, wie es ihnen geht, dann höre ich Sprüche wie: Mir gehts gut, ich bin ja nicht in einer Partei, die ihre eigenen Werte verrät“, berichtet Heike Carstensen, die für die SPD in der Stralsunder Bürgerschaft sitzt. „Ich weiß gar nicht mehr, wie ich den Leuten das Chaos verkaufen soll. Es ist gerade nicht leicht, SPD-Mitglied zu sein. Schlimmer kann es nicht mehr kommen“, sagt die 58-Jährige. 

„Es geht nicht mehr um das Land, sondern nur noch um Posten“

SPD-Fraktionschef Peter van Slooten glaubt, dass er und seine Kollegen durch die Querelen künftig auch bei lokalen Wahlen Probleme bekommen könnten. „Wir an der Basis müssen das jetzt ausbaden. Leute sprechen mich an und sagen: So kann ich Sie nicht mehr wählen“, sagt der 50-Jährige. Er fordert deswegen einen kompletten Neuanfang in Berlin - auch und vor allem personell. „Das jetzige Führungspersonal hat die sozialdemokratische Idee vergessen und sich nur mit sich selbst beschäftigt. Es geht seit Monaten nicht mehr um das Land, sondern nur noch um Posten“, sagt Peter van Slooten. 

Das Herz sagt Nein zur GroKo

Während die Sozialdemokraten über Personalfragen streiten, steht eine für ganz Deutschland bedeutsame Entscheidung kurz bevor. Vom 20. Februar bis zum 2. März können alle SPD-Mitglieder darüber abstimmen, ob ihre Partei in eine Große Koalition eintreten soll oder nicht. Ein Nein würde entweder eine Minderheitsregierung der CDU oder gar Neuwahlen bedeuten. Am Mittwoch trafen sich Stralsunds Sozialdemokraten, um darüber zu diskutieren, wie sie sich entscheiden wollen.  „Mein Herz sagt Nein zur GroKo. Aber ich habe Angst, dass die SPD das nicht verkaufen kann. Man kann das Theater den Leuten nicht mehr zumuten“, sagt Heike Carstensen.

Peter van Slooten bezeichnet die Abstimmung als „Erpressung, bei der wir alle brav Ja sagen sollen“. Er könne dem jedoch nicht zustimmen. „„as wäre das Ende der SPD, wie wir sie kennen. Es glaubt doch keiner, dass wir dann bei der nächsten Bundestagswahl noch über 20 Prozent kommen.“

Alexander Müller

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