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Schiffslärm macht Walen Stress

Stralsund Schiffslärm macht Walen Stress

Die Gefährdung der Ostsee-Schweinswale wird immer wieder in unschönen Bildern deutlich. Erst kürzlich: Eine tote Schweinswalmutter am Ostseestrand mit einem noch nicht geborenen Embryo.

Stralsund. Die Gefährdung der Ostsee-Schweinswale wird immer wieder in unschönen Bildern deutlich. Erst kürzlich: Eine tote Schweinswalmutter am Ostseestrand mit einem noch nicht geborenen Embryo. Die Untersuchung im Meeresmuseum brachte keine eindeutigen Befunde. Das Muttertier war körperlich so geschwächt, dass es während der Geburt starb.

Mit dem hohen Gefährdungspotenzial der Schweinswale in Nord- und Ostsee schloss auch ein Greenpeace-Vortrag am Mittwoch im Ozeaneum ab. Besonders der Ostseeschweinswal östlich von Rügen könnte mit einem Umfang von vielleicht noch 600 Tieren kurz vor dem Aussterben stehen, wie Wissenschaftler befürchten.

„Wir möchten über die Schönheit des Meeres und die Gefahren seiner Bewohner informieren“, führt Lothar Hennemann aus Hamburg ein seinen Vortrag ein. „Vielleicht finden ja einige Zuhörer von der Information zum Engagement“, hofft er.

Rund 50 Besucher fanden zu den beiden Vorstellungen im kleinen Kinosaal des Ozeaneums den Weg. Hier erfuhren sie vorab grundlegende Dinge zu Körperbau und Lebensweise der kleinsten Walart in den Weltmeeren. So auch, dass sich die Meeressäuger mit sogenannten „Klicklauten“ orientieren, auf Jagd gehen und sich gegenseitig verständigen.

Die speziellen Organe sind aber besonders empfindlich. So bedeutet die „akustische Verschmutzung“ der Meere durch Schiffslärm oder Bohrungen für Windanlagen eine extreme Gefährdung. Lärm bedeutet Stress. Extreme Gefahrenquellen bedeuten auch die oft kilometerlangen Stellnetze, in denen sie sich verfangen und ertrinken. Die Umweltorganisation fordert darum die konsequente Einhaltung von Meeresschutzgebieten. Bernd Hinkeldey

 

OZ

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