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Stralsund Schinkel zeichnete seinen Entwurf auf die Rückseite
Vorpommern Stralsund Schinkel zeichnete seinen Entwurf auf die Rückseite
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00:14 12.05.2018
Den Entwurf von Stadtbaumeister Lübke hat Karl Friedrich Schinkel – wie deutlich zu sehen ist – mehrfach durchgestrichen. REPRO: STADTARCHIV

Bei Bauarbeiten in der Marienkirche soll in diesem Jahr eine architektonische Fassung des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) gesichert und erhalten werden (Die OZ berichtete am 8. Mai) Zu den historischen Hintergründen fand Stadthistoriker Dr. Andreas Neumerkel interessante Fakten heraus: „Ende des Jahres 1839 legte der damalige Stadtbaumeister Johann Michael Lübke einen Entwurf zur Gestaltung des Chores in St. Marien vor“, sagt Neumerkel. In seiner Funktion als Oberlandesbaudirektor habe Karl Friedrich Schinkel diesen Entwurf überprüft – mit dem Ergebnis, dass er diesen einfach durchgestrichen hat. Auf der Rückseite fertigte Schinkel eine neue Zeichnung an. Dazu schrieb er: „Glieder sämtlich von Stuck nach Art der Marienburg“ und „Herr Professor Tieck, Herr Zinngießer Geiß“. Gemeint sind der Bildhauer Friedrich Tieck und der Fabrikant Moritz Geiß aus Berlin. Sie sollten die Arbeiten ausführen, so Neumerkel. Am 11. Dezember 1839 hat der Rat der Stadt über den Entwurf Schinkels beraten. Im Protokoll ist vermerkt, dass der Rat ganz damit einverstanden ist, „dass die jetzt vorliegenden Vorschläge zu Abänderungen des Rißes befolgt werden, und wird der Herr Syndikus den Stadtbaumeister veranlassen, danach sobald als möglich einen neuen Riß und Kostenanschlag anzufertigen“.

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1839 hat der Stralsunder Rat der Stadt über die Gestaltung des Hohen Chors der Marienkirche entschieden

Entsprechend Schinkels Entwurf sei der Chor später neu gestaltet worden.

Marlies Walther

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