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Stralsund Schonzeit für den Hecht endet morgen
Vorpommern Stralsund Schonzeit für den Hecht endet morgen
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00:01 30.04.2016
Ab Mai darf der Hecht wieder geangelt werden, dann endet seine Schonzeit. Quelle: privat
Stralsund

Morgen endet die Schonzeit für den Hecht (1. März bis 30. April). Auf Strelasund und angrenzenden Boddengewässern haben die Angler gute Möglichkeiten, dem Raubfisch nachzustellen.

Der eigentlich größtenteils im Süßwasser lebende bis zu einem Meter große Hecht ist ein sehr schneller Jäger. Nachdem er seiner Beute versteckt aufgelauert hat, kann er blitzschnell beschleunigen und zuschlagen. Der Fisch bringt es immerhin auf eine Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde. Er hat ein entenschnabeliges Maul mit etwa 700 Zähnen, die nach hinten gebogen sind. Damit kann der Raubfisch jede Beute sicher packen.

Der Stralsunder Angelguide Jörn Hetzel rät den Petrijüngern zu Ködern, deren Farbe dem Gewässer angepasst sein sollte. „Ist das Wasser sehr trübe, können hell leuchtende Farben gut vom Hecht wahrgenommen werden“, sagt er. „Ist das Wasser klar, können auch dunklere oder fischartige Farben für gute Fangergebnisse sorgen.“

Von Vorteil seien meist kupfer- oder silberfarbene Spinner mit roten sowie schwarzen Streifen oder Punkten. Befindet sich am Drilling eines Spinners ein rotes Büschel, sei dieses fast unwiderstehlich für die Hechte. Bei den Wobblern sei es neben der Größe des angebotenen Köders entscheidend, in welcher Tiefe dieser schwimmt. Für jede Jahreszeit gebe es passende Modelle. Am häufigsten würden jedoch flach laufende Wobbler mit Bissen belohnt. Weitere Vorteile der Wobbler seien integrierte Kugeln oder Rasseln, die die Hechte zusätzlich reizten.

Bei den Gummiködern rät der Experte zu solchen, die einerseits beim Beschleunigen verführerisch flankierend hin und her wackeln oder die über eine starke Vibration der Schwanzschaufel verfügen. Im Frühling sollte eher zu kleinen, acht bis zehn Zentimeter langen Ködern gegriffen werden. Hechte sind im Frühjahr oft im flachen, bis zu 50 Zentimeter tiefen Wasser anzutreffen, wo sie sich vom Laichen erholen. Dort, wo Fischschwärme sind, ist der nächste Hecht auch nicht weit. Gern lauert er an Schilfkanten und Seerosenfeldern. In das Wasser ragende Bäume sind ebenfalls ideale Orte, um ihm nachzustellen. Häufig hält er sich an Unterwasserkanten oder im Schatten von Stegen und Booten auf. Hechte müssen mindestens 45 Zentimeter (Binnengewässer) bzw. 50 Zentimeter (Küstengewässer) groß sein, um geangelt zu werden.

OZ

Das Natureum am Leuchtturm Darßer Ort, eine Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, ist von morgen an wieder täglich geöffnet.

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