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Stralsund Schüler und Schauspieler bringen Musical-Erfolg auf die Bühne
Vorpommern Stralsund Schüler und Schauspieler bringen Musical-Erfolg auf die Bühne
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00:01 03.05.2016
Stralsund

Die Musik stammt von Marc Schubring, die Liedtexte von Wolfgang Adenberg, die berühmte Buchvorlage von Erich Kästner. Alles zusammen wurde 2001 als Musical „Emil und die Detektive“ mit großem Erfolg im Theater am Potsdamer Platz auf die Bühne gebracht. Nun kommt der Erfolg nach Stralsund. Am 7. Mai, 18 Uhr, ist im Großen Haus Musical-Premiere.

Ein Foto von den Proben: Malte Köhn (r.) als Gustav mit der Hupe und Alexander Komm, der den Emil spielt, als Page verkleidet.

Zwei, die mit 33 Klassenkameraden und dem Ensemble des Theaters Vorpommern hart dafür gearbeitet haben, sind Alexander Komm und Corvin Egdorf. Die zwölfjährigen Jungs gehen in Prohn zur Schule. Sie spielen und singen jeweils den Emil. „Ich war anfangs erschrocken, dass ich für den Emil vorgesehen war“, sagt Corvin Egdorf. Und auch für Alexander Komm war nach dem Casting klar: „Mit der Rolle des Emils kommt Text lernen auf mich zu.“

Wie Dramaturg Hannes Hameter erläutert, wurden die Rollen, die von den Schülern gespielt werden doppelt besetzt. „Wir haben ein Team Pink und ein Team Schwarz.“ Im August 2015 begannen für die Mädchen und Jungen der Klassen 6b und 6c der Regionalen Schule „An der Prohner Wiek“ die musikalischen Proben.

„Wir haben als Schule mit dem Theater schon länger eine gute Partnerschaft“, sagt Raik Hoefs, Lehrer für Kunst und Deutsch. Als das Projekt „Emil und die Detektive“ spruchreif wurde, wollten die Prohner mit dabei sein. „Wir haben bewusst etwas genörgelt, dass dafür nicht immer nur Stadtschule in Frage kommen muss“, so Hoefs. Dafür nahmen die Enthusiasten vom Land logistische wie finanzielle Herausforderungen an. Die Eltern mussten mit ins Boot geholt, die Busfahrten von Prohn nach Stralsund organisiert werden...

Für Raik Hoefs hat sich das alles bereits gelohnt. „Für die Kinder ist es eine künstlerische wie soziale Herausforderung“, sagt er und verweist darauf, dass sie klassenübergreifend in neuen Teams agieren mussten. Auch Regisseur Dirk Schirdewan ist voll des Lobes für die jungen Akteure. „Die Bühnenproben gehen jetzt in die vierte Woche. Das ist schon eine krasse Aufgabe für Sechstklässler“, sagt er. Täglich wurde von Montag bis Freitag auf der Probebühne gearbeitet. Gestern erstmals auf der großen Bühne. Hannes Hameter verweist darauf, dass der Musicalnachwuchs in die komplette professionelle Theaterproduktion eingebunden ist — von Technik, über Maske bis zur Garderobe. So ist es für Schauspielerin Fredrike Duggen, die Emils Mutter spielt, auch kein reines Kinderstück,

sondern ein Musical für die ganze Familie. „Vor allem die Erwachsenen werden sich daran erinnern, wie begeistert sie einst von Erich Kästners Geschichte waren“, sagt sie.

Premiere: 7. Mai, 18 Uhr.Geplant sind bis 6. Juni sieben Musicalvorstellungen.

Die Geschichte wurde in 59 Sprachen übersetzt

1929 erschien Erich Kästners erstes Kinderbuch „Emil und die Detektive“. Laut Wikipedia wurde es allein in Deutschland über zwei Millionen Mal verkauft und bis heute in 59 Sprachen übersetzt.

Der Autor verarbeitete darin eigene Erlebnisse aus seiner Kindheit in Dresden. Eine Betrügerin soll seine Mutter, eine Friseurin, geschädigt haben. Mit seinem Beruf als Reporter taucht Kästner selbst in der Geschichte auf.

1931 wurde das Buch erstmals verfilmt, seither gab es sieben weitere „Emil-Filme“ sowie Bühnenfassungen. Als Musical feierte es 2001 am Potsdamer Platz und 2006 in Dresden bereits Erfolge.

Von Jörg Mattern

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