Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Schülerzahlen: Stralsund übertrifft alle Prognosen
Vorpommern Stralsund Schülerzahlen: Stralsund übertrifft alle Prognosen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 27.04.2017
Stand vor wenigen Jahren wegen damals sinkender Schülerzahlen noch auf der Kippe: Das Goethe-Gymnasium, das heute Teil des Schulzentrums am Sund ist. Es soll im Jahr 2020 mit einem Neubau für den Regionalschulteil erweitert werden. Quelle: Foto: Benjamin Fischer

In Stralsund werden weit mehr Erstklässler eingeschult als die Landesregierung vorausberechnet hat. Allein im Jahr 2016 sind in der Hansestadt fünf erste Klassen mehr untergebracht worden, die in Schwerin gar nicht einkalkuliert waren.

Während das Bildungsministerium mit 460 neuen Schulkindern gerechnet hatte, zählte das Amt für Schule und Sport der Stadtverwaltung 579 kleine Menschen mit großen Zuckertüten.

In diesem Jahr sollen in Stralsund drei erste Klassen mehr eingeschult werden als in der Planung des Landes vorgesehen worden sind (Schätzung Land: 450 Erstklässler; voraussichtlich: 525). Während der nächsten Jahre setzt sich diese Entwicklung fort. Bereits 2014 und 2015 sind in den Stadtschulen mehr Kinder zum Unterricht erschienen als gedacht.

Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) freut sich über diese Entwicklung. „Vor wenigen Jahren wäre die Stärke der Klassen nicht ausreichend gewesen, um das Goethe-Gymnasium dauerhaft zu erhalten.

Heute reden wir darüber, dass wir angesichts der vielen Erstklässler in Zukunft auch in den weiterführenden Schulen mehr Platz brauchen werden.“ Anders als die Landesregierung gern verlauten lasse, sei in Stralsund kein Schrumpfungsprozess festzustellen. Badrow: „Für uns geht es darum, die Kapazitäten auszuweiten.“

Drei Schulen sollen bis zum Jahr 2022 noch erweitert werden. Bereits im nächsten Jahr soll der Neubau der Hermann-Burmeister-Schule starten, in den die Stadt 4,5 Millionen investieren will. Sie soll vor allem Kinder aus Andershof aufnehmen, das zurzeit zu einem Zuzugsgebiet für junge Familien wird. Die Grundschule Andershof ist längst zu klein geworden. Sie soll im Jahr 2021 umfassend modernisiert werden.

Um die steigenden Schülerzahlen zu bewältigen, sollen Kinder aus Andershof die Hermann-Burmeister-Schule in der Tribseer Vorstadt besuchen, nachdem sie erweitert worden ist. Gegen dieses Vorhaben hatten Andershofer Eltern im vergangenen Sommer protestiert und betont, dass der Weg zur Burmeister-Schule zu unsicher sei. Insbesondere die Überquerung der viel befahrenen Greifswalder Chaussee war ihnen ein Dorn im Auge. Die Eltern forderten, ihre Kinder weiter an das Schulzentrum am Frankenhof schicken zu können, da der Schulweg aus ihrer Sicht sicherer sei.

Wenn die Burmeister-Schule fertig ist, soll der Investitionsplanung der Stadtverwaltung zufolge im Jahr 2020 die Erweiterung des Regionalschulteils des Schulzentrums am Sund folgen. Mit dem Neubau, der dann mit zum Campus gehören würde, endet der jahrelange Pendelverkehr von Schülern und Lehrern zwischen dem Schulzentrum und der Gerhart-Hauptmann-Schule, die vom Schulzentrum als Regionalschule mitgenutzt wird, obwohl sie eigentlich als Grundschule vollständig gebraucht wird. Sollten die Schülerzahlen in Zukunft wieder sinken, könnten die provisorischen Container, die es derzeit noch auf dem Campus des Schulzentrums gibt und über deren Bedingungen oft geschimpft wird, wieder abgebaut werden.

Damit ist eine andere Variante, die lange im Gespräch war, endgültig vom Tisch: Demnach hätte das Schulzentrum die gesamte Gerhart-Hauptmann-Schule nutzen sollen. Im Gegenzug wäre für die Grundschule ein komplett neues Gebäude gebaut worden. Diese Variante erschien zunächst als kostengünstig, da Fachräume für Biologie, Physik und Chemie in der Hauptmann-Schule vorhanden sind, sie hätte aber auch bedeutet, dass Lehrer und Schüler weiterhin zwischen beiden Schulen hätten pendeln müssen.

Vom Jahr 2012 bis heute hat die Hansestadt Stralsund 16,5 Millionen Euro in die städtischen Schulen investiert. Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll diese Summe auf über 30 Millionen Euro steigen.

Steigende Zahlen

30 Millionen Euro und mehr will die Stadtverwaltung zwischen den Jahren 2012 und 2022 in die Schulen investieren. 16,5 Millionen davon sind bereits verbaut worden.

460 Erstklässler hätten es laut Landesregierung sein sollen, 579 waren es tatsächlich. Schon im Jahr 2016 sind in Stralsund fünf erste Klassen mehr eingeschult worden als geplant. In diesem Jahr sollen es, verglichen mit der Planung des Landes, drei erste Klassen mehr sein. Während der nächsten Jahre setzt sich diese Entwicklung fort.

Benjamin Fischer

Mehr zum Thema

„Ich finde, jede Frau sollte einen Beruf haben“, sagt Hannelore Hoger. Die 74-jährige Schauspielerin hat ihren Beruf sehr früh gefunden und Erfolg damit bis heute. Ein Buch gibt Einblicke in ihr Leben.

23.04.2017

Botsuanas Kalahari und der Makgadikgadi-Pans-Nationalpark sind nicht so bekannt wie das Okavango-Delta. Doch in der Regenzeit locken diese Regionen mit spektakulärer Natur. Touristen lernen auch das Leben der Ureinwohner kennen. Ein Schauspiel mit trauriger Geschichte.

25.04.2017

DieThemen Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Pflegegrade, Unterstützungsleistungen und Heimkosten beschäftigen viele Leser. Mehr als 500 Interessenten ließen sich von den Pflege-Experten bei den Ratgeber-Foren der OSTSEE-ZEITUNG beraten.

26.04.2017

Keine der Frauen möchte den regelmäßigen kreativen Montags-Treff missen

27.04.2017

Im Jubiläumsjahr der Festspiele wird Klaus Störtebeker enthauptet

27.04.2017

Stralsund Ein Rüganer steht vor dem nächsten Karrieresprung: Der in Lieschow wohnende Torsten Ewert soll zum 15. Mai der neue Chef des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft Vorpommern-Rügen werden.

27.04.2017
Anzeige