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Stralsund Neue Sporthalle und ein Kreativ-Zentrum
Vorpommern Stralsund Neue Sporthalle und ein Kreativ-Zentrum
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08:00 31.10.2018
Franzburgs Bürgermeister Dieter Holder (CDU) vor der sanierten Martha-Müller-Grählert-Schule, die jetzt durch ihr Farbkonzept besonders ins Auge fällt. Quelle: Jörg Mattern
Franzburg

Die bunten Rollos an den Fenstern der Martha-Müller-Grählert-Schule sind nicht zu übersehen. Sobald ein Sonnenstrahl auf Sensoren fällt, fahren die Rollos automatisch runter und sorgen so für angenehme Temperaturen in den Klassenzimmern. Für Dieter Holder (CDU), den Franzburger Bürgermeister, ist das auffällige Farbkonzept das Wahrzeichen des größten Sanierungsvorhabens der Stadt an den Hellbergen. 900 000 Euro Fördermittel hatte Franzburg für das Vorhaben aus dem Wirtschaftsministerium schon erhalten. Dann brachte Innenminister Lorenz Caffier im Sommer noch einmal einen Fördermittelbescheid über 425 000 Euro vorbei.

„Bis dahin hatten wir schon 2,2 Millionen Euro in die Schulsanierung gesteckt“, sagt Holder. Mit dem nachgeschossenen Fördergeld soll das Dach des Gebäudes noch einmal angefasst werden. Auf dem Schulhof wird die alte Regenüberdachung aus DDR-Zeiten abgerissen und das ganze Areal neu gestaltet. Zudem bekommt die Schule eine zweite behindertengerechte Toilette.

Doch die Vorhabensliste für die Schulsanierung ist lang. Die Stadt saniert das ganze Areal rund um den Schulbau aus den 1970er-Jahren. So steht ebenso die weitere Sanierung der Essenhalle an, die auch als Aula genutzt wird. Das einstige Heizhaus des Schulkomplexes wird zu einem künftigen Schüler-Kreativzentrum umgebaut, mit dem sich das Ganztagsangebot der Schule erweitern ließe. Und mit dem Neubau der maroden Schulsporthalle steht gewissermaßen der letzt große Brocken des Sanierungsvorhabens auf dem Plan. „Alles zusammen ist ein ziemlicher großer Aufwand für so eine kleine Stadt wie Franzburg“, sagt Holder und betont: „Wir sind schon sehr dankbar, dass wir in Schwerin bei den Ministerien für unser Vorhaben viel Unterstützung erfahren haben.“ Denn die vielen Fördermittel erfüllen aus Sicht des Bürgermeisters vor allem einen Zweck. „Unsere Kinder sollen hier vernünftige Lernbedingungen vorfinden, denn sie sollen uns ja später mal versorgen“, sagt Dieter Holder mit einem Augenzwinkern.

Der Startschuss für den Abriss der Turnhalle soll schon im Februar erfolgen. Bis zur Fertigstellung der neuen Sporthalle ist geplant, dass die Schüler für ihren Sportunterricht Schulräume nutzen. „Ich habe aber noch Hoffnung, dass Schulamt und Landkreis vielleicht doch noch eine Lösung finden werden, die eine Ausweichmöglichkeit für den Sportunterricht in der Velgaster Sporthalle ermöglicht“, so der Bürgermeister. Das Problem, das es zu lösen gilt: Die Kosten für den Bustransfer der Schüler nach Velgast kann Franzburg alleine nicht aufbringen.

Das Vorhaben hatte für Diskussion unter den Franzburger gesorgt. Warum nicht erst eine neue Sporthalle gebaut und dann erst die alte abgerissen werde?, hieß es. Die Holder hat dazu viele Gespräche geführt und versucht Einsicht zu wecken. „Der Neubau funktioniert zu vernünftigen Kosten nur am alten Standort der Halle. Hinter der Schule in Richtung See ist das Gelände zu feucht, was die Gründung verteuern würde“, begründet der Bürgermeister das geplante Vorgehen und stößt damit nach eigenem Bekunden auf Verständnis.

Aus Sicht des Bürgermeisters hat sich der bisherige Aufwand bereits gelohnt. „Wir haben mit dem Start des neuen Schuljahres jetzt mehr Schüler an der Schule“, gibt er erfreut zu Protokoll. So wird es auch aus dem Amt Franzburg-Richtenberg bestätigt. Aktuell lernen im Grundschulteil der Martha-Müller-Grählert-Schule 155 Mädchen und Jungen. Im Regionalschulteil sind es 250. Hier waren im letzten Schuljahr noch 230 Schüler von der Statistik erfasst, bei den Grundschülern 143. laut Dieter Holder sind es vor allem mehr Kinder aus Velgast und Abtshagen, die jetzt nach Franzburg zum Unterricht kommen. „Unsere sanierte Schule hat offenbar Eindruck hinterlassen.“

Jörg Mattern

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