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Stralsund Schurken mit Säbeln und Fräulein mit Fächern
Vorpommern Stralsund Schurken mit Säbeln und Fräulein mit Fächern
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00:00 23.07.2016
Antonia Liebler (17) aus Klein Kedingshagen und Jaqueline Löffler (18) aus Stralsund haben die Rolle der „reichen Bürgerinnen“.

Über 500 Teilnehmer, mehr als 300 Kostüme und knappe 30 Grad Außentemperatur – da wurde es dem einen oder anderen ziemlich heiß unter der Samtjacke beim traditionellen Festumzug der Wallensteintage. Der führte gestern vom Hansa-Gymnasium entlang der Knieperstraße auf den Alten Markt zum Hafen und von dort am Wasser entlang durch die Stadt zurück zur Schule.

Der traditionelle Festumzug bei den Wallensteintagen ist mit über 500 Teilnehmern ein Erfolg / Mehr als 300 Kostüme werden verteilt

Schon beim Umziehen war die Laune der unzähligen Rokokodamen und Burgfräulein, der Piraten und edlen Herren richtig gut. „Wir reisen seit zehn Jahren extra aus der Uckermark an“, sagt Kerstin Teichert. „Es macht einfach immer Spaß, und wir sind auch beim Pestzug am Abend mit unterwegs.“ Thomas Hüffer ergänzt: „Die Atmosphäre ist toll. In einer Stadt wie Stralsund kann man das Mittelalter gut nachempfinden.“ Früher haben die Schwedter auch im Landsknechtelager übernachtet, aber „dass überlasse ich jetzt meinem Sohn“, so Kerstin Teichert.

Ganz aufgeregt ist schon die kleine Hanna. Die Vierjährige ist extra aus Köln angereist, um mit ihrer Oma Silke Kruse mitzulaufen. Und um besonders hübsch auszusehen, hat sie sich den Lippenstift von Oma gemopst. „Sie konnte in der letzten Nacht gar nicht schlafen“, verrät Silke Kruse, die selbst zum ersten Mal nicht nur Zuschauer am Straßenrand ist. „Bisher waren wir immer nur Besucher, diesmal sind wir mittendrin. Aber alles ist ganz unkompliziert, und die Stimmung ist toll“, sagt Silke Kruse.

Dagegen sind Janina Barow und ihre Eltern Annette und Karsten Proksch schon alte Hasen. „Seit über zehn Jahren machen wir hier mit. Das ist schon fast eine Familientradition“, sagt Annette Proksch.

„Das hat auch ein bisschen etwas mit Lokalpatriotismus zu tun“, meint ihre Tochter. „Es ist schön, dass die Touristen sehen, wie viele Hansestädter versuchen, diesen Festumzug zu einem tollen Erlebnis zu machen“, sagt die 27-Jährige. Ziemlich froh war sie übrigens darüber, dass sie ein leichtes Baumwoll-Rokoko-Kostüm tragen durfte. „Jetzt mit dickem Samt zu laufen ist sicher schweißtreibend.“

Die Stirn wischt sich auch Angelika Birghan. Sie hat die Übersicht über alle Kostüme und hilft seit 17 Jahren den Teilnehmern beim Umziehen. „Es wird Zeit, sich bei den vielen Teilnehmern einmal zu bedanken, denn mir macht das viel Spaß“, sagt sie.

Miriam Weber und Alexander Müller

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