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Schwarz-gelbe Durchwurschtelfahrt und Trip von Pannen-Peer

Stralsund Schwarz-gelbe Durchwurschtelfahrt und Trip von Pannen-Peer

Geständnis in Stralsund: Urban Priol lässt sich sein Satire-Programm von der Regierung schreiben.

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Urban Priol sorgte am Samstagabend in der Brauerei für Lachsalven nonstop.

Quelle: Christian Rödel

Stralsund. Für gewöhnlich bringen ja Kabarettisten und Satiriker ihre Botschaften etwas überspitzt über die Bühnenrampe und übertreiben gerne etwas bei der Verballhornung von Politikern und gesellschaftlichen Zuständen.

Was Urban Priol jedoch am Samstagabend bei seinem Auftritt in der fast ausverkauften Alten Brauerei unter das Wahlvolk brachte, war allerdings Realsatire vom Feinsten, die von der Wirklichkeit nicht mehr zu toppen ist. Die Politiker nehmen ihm nach eigenen Aussagen fast die ganze Arbeit ab, denn er braucht nur noch deren Worthülsen im Original wiederzugeben, schon hat er sein Programm fertig gestellt. An Bundeskanzlerin Merkel arbeitet sich der Aschaffenburger, wie in seiner ZDF-Satire-Sendung „Neues aus der Anstalt“ auch, am liebsten ab. Für ihn fährt Angela Merkel in der momentanen Krise nur auf Sicht, und ihre schwarz-gelbe Regierungskoalition habe bei dieser Durchwurschtel-Fahrt nicht einmal einen Kompass dabei. Doch auch Pannen-Peer, der als SPD-Kanzlerkandidat kein Fettnäpfchen auslässt, dient ihm als Zielscheibe. Die Regierung werfe ihm über Bild, Bunte und Focus zu viele Nebelkerzen aus, um abzulenken, zu täuschen und auszuplündern. Manchmal komme er gar nicht hinterher, die Schnelllebigkeit der politischen Merkwürdigkeiten in sein Programm zu bringen: Bei seiner Tournee-Station vor wenigen Tagen in Neubrandenburg hörte er kurz vor seinem Auftritt, dass Mehdorn Chef der Berliner Pleiten-Flughafenbaustelle werden soll — bei der Deutschen Bahn und Air Berlin rausgeflogen und jetzt einen Millionen schweren Chef-Job bei einem der drei größten deutschen Dauerbaustellen-Flops. Mit 70 Jahren! Priol analysierte messerscharf, dass die Regierung uns offensichtlich auf eine noch längere Lebensarbeitszeit einstimmen will. Der Bundespräsident ist mit 73 noch in Amt und Würden. Also, aus der Rente mit 67 wird garantiert nichts. Bis zur Bahre wird gearbeitet, so können schließlich auch Rentenzahlungen eingespart werden. Der demografische Wandel wird uns schon noch das Fürchten lehren...

Christian Rödel

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