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Stralsund Segler stehen in den Startlöchern
Vorpommern Stralsund Segler stehen in den Startlöchern
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00:10 12.04.2016
Kerstin und Mathias Jackisch aus Preetz freuen sich auf die Saison mit ihrem neuen Boot. Quelle: Miriam Weber (2)/peter Ziemann (2)

Die einen schmieden noch Pläne über dem Schreibtisch, die anderen schwingen schon Spachtel und Farbrolle und die ganz Mutigen sind schon für Törns oder Regatten auf dem Wasser. Ganz klar — die Segelsaion 2016 steht in den Startlöchern. Mitarbeiter der Bootswerften sind im Dauereinsatz, in den Bootshallen und den Freilagern ist ordentlich Betrieb, und die ersten Boote liegen schon an den Stegen in den Häfen in Stralsund und Umgebung.

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Schleifen, streichen und polieren. Viele Segler arbeiten jetzt an ihren Booten, um sie möglichst bald ins Wasser zu bringen.

„Wir haben uns erst im Herbst wieder ein Schiff gekauft“, sagt Martin Jackisch aus Preetz und zeigt dabei auf das Segelboot des Typs Hiddensee. Zuvor sind seine Frau Kerstin und er eine ganze Weile nicht gesegelt und freuen sich nun auf diesen Sommer. „Wir haben zwar noch einiges zu tun, aber im Mai muss sie schwimmen, denn dann haben wir Urlaub und wollen segeln.“ Auf dem Plan stehen erst einmal ein neuer Unterwasseranstrich und kleinere Arbeiten an Deck. „Mal sehen, wie weit wir kommen“, sagt Mathias. „Das Schiff ist Baujahr 1978, und wir wollen innen Stück für Stück einiges erneuern.“ Doch als erstes steht im Frühjahr die Taufe des neuen Schiffes an.

Seit einer Woche ist Henrik Hirche an seiner „Phoenix“ beschäftigt. „Vorher war‘s ja noch viel zu kalt“, sagt er und gibt zu: „Jetzt müssen wir uns beeilen, weil es einen festen Krantermin gibt, und außerdem wollen wir pünktlich zur ersten Wettfahrt der Stralsunder Mittwochsregatta im Wasser sein.“ Aber viele Extras sind nicht geplant. „Wir müssen ein bisschen am Mast basteln und einige Stellen ausbessern“, sagt Henrik. „Dann noch polieren — und es kann ins Wasser gehen.“

Auf kleinere Reparaturen wartet schon die „Nurmi“ von Wolfram Roehl und Tom Windisch. „Bisher sind wir über das Pläneschmieden noch nicht hinaus gekommen“, sagt Tom Windisch. „Dabei haben wir uns einiges vorgenommen.“ Und er zählt auf, dass zu dem obligatorischen Unterwassernastrich Arbeiten am Ruderblatt, das einen Riss hat, und an Deck dazukommen werden. „Eigentlich hat man an Bord immer irgendetwas zu tun und Ideen, was als nächstes optimiert werden kann“, sagt er mit einem Lachen.

Für die Saison hat sich die Crew der „Nurmi“ wieder einiges vorgenommen. „Bei der Stralsunder Mittwochsregatta wollen wir in der Klassenwertung wieder ganz vorn mitsegeln, bei der Langstreckenregatta Rund Rügen möchten wir unseren Titel der vergangenen zwei Jahre verteidigen.“ Außerdem ist angepeilt, in Glücksburg bei der Regatta Deutscher Expressenpreis wieder Stralsunder Flagge zu zeigen und Werbung für die Hansestadt zu machen. „Denn wenn alles klappt, soll im kommenden Jahr der Deutsche Expressenpreis in Stralsund stattfinden“, schaut Tom Windisch voraus.

Auf die erste Regatta zurück schauen hingegen schon Hagen Petersen, Jonas Leppelt und Robin Lüpke. Die drei Jungs vom SSV Hansa nahmen am vergangenen Wochenende in Ribnitz-Damgarten am Bernsteinpokal zum Saisonauftakt teil. Während der Sonnabend für die Optimisten-Segler wegen des fehlenden Windes zu einer wahren Geduldsprobe wurde, konnten am Sonntag bei optimalen Bedingungen alle Nachwuchssegler zeigen, was in ihnen steckt. Und die Stralsunder Jungs erwischten einen guten Saisonstart. Bei einem Teilnehmerfeld von 56 Seglern landete Hagen nach fünf Wettfahrten auf dem 20.

Platz, Robin auf dem 27. und Jonas auf dem 38. Rang.

Andacht von Schülern für Schüler

Zu einer besonderen Andacht werden am Freitag um 13.15 Uhr in die Heilgeistkirche Schüler der Jona-Schule und Interessierte eingeladen. Hintergrund ist, dass 17 Mädchen und Jungen der 9. bis 11. Klasse der Jona-Schule vom 24. bis 28. Februar mit zwei Lehrerinnen eine Reise nach Polen machten. Dort besuchten sie unter fachkundiger Anleitung das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz und andere Orte der Erinnerung an den nationalsozialistischen Völkermord. Die Schüler hatten sich während einer Projektwoche auf diese Reise, die vor allem dank der Unterstützung durch die Bethe-Stiftung umgesetzt werden konnte, vorbereitet und beschäftigten sich dort auch mit der jüdischen Geschichte Stralsunds. Mit den Ergebnissen ihrer Arbeit gestalten die Projektteilnehmer nun die Andacht für ihre Mitschüler in der Heilgeistkirche.

Zuschüsse für Arbeitgeber

Arbeitgeber können bei der Arbeitsagentur einen Eingliederungszuschuss beantragen, wenn Bewerber für eine Arbeitsstelle nicht zu 100 Prozent passen, weil sie persönliche Einschränkungen mitbringen und die Einarbeitung in einer neue Stelle über das übliche Maß hinausgeht. Mögliche Defizite, die daraus entstehen, können mit dem Eingliederungszuschuss ausgeglichen werden.

Das kann der Fall sein, wenn Arbeitslose noch nicht die volle Arbeitsleistung erbringen können, etwa weil sie seit langer Zeit nicht mehr in einem Beschäftigungsprozess standen, gesundheitliche Einschränkungen haben, noch nicht über ausreichende Berufserfahrung verfügen oder der gewünschte Berufsabschluss fehlt. Es geht also um Bewerber, die es zum einen schwer haben, ohne Unterstützung auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, und bei denen zusätzlich in der Anfangszeit Minderleistungen ausgeglichen werden müssen.

Die Höhe und Dauer der Förderung sind von individuellen Voraussetzungen des Arbeitnehmers abhängig. Es wird immer genau beurteilt, ob oder in welchem Umfang eine Minderleistung zu erwarten ist.

Berufliche Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen und Stärken der Arbeitnehmer fließen genauso mit ein wie konkrete stellenbezogene Anforderungen des neues Arbeitsplatzes.

Infos unter ☎ 0800/4555520

Regatten am Sund

Am 4. Mai startet die Stralsunder Mittwochsregatta. 20 Wettfahrten stehen auf dem Plan. Mit durchschnittlich 45 teilnehmenden Booten gehört die Veranstaltung zu den größten regelmäßigen Regatten Deutschlands.

Die 67. Stralsunder Segelwoche findet vom 1. bis 5. Juni statt. Neben verschiedenen kleineren Wettfahrten laden vor allem die beiden „Zugpferde“, die Streckenwettfahrten Rund Rügen und Rund Hiddensee zum Mitmachen ein.

Die Nikolausregatta wird im Dezember auf dem Knieperteich gestartet.

Von Miriam Weber

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