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Stralsund Sichere Perspektiven auf dem Prüfstand
Vorpommern Stralsund Sichere Perspektiven auf dem Prüfstand
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00:00 09.09.2016
Die Schiffe der Behörden standen im Mittelpunkt des Interesses bei den jugendlichen Besuchern. Schiffsmechaniker Jürgen-Dieter Michaels erklärte auf dem Tonnenleger Stralsund die Einsatzmöglichkeiten bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Quelle: Fotos: Wenke Büssow-Krämer

Auf dem Gelände der Wasserstraßen- und Schiffahrtsverwaltung auf dem Dänholm fand sich gestern ein Großaufgebot aller Behörden zu einer Berufsinformationsveranstaltung ein. „Was uns alle eint, ist die Nachwuchssorge“, erklärte Viola Hackenbeck vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt.

Schüler nahmen umfangreiche Ausbildungsangebote der Behörden unter die Lupe. Technische Berufe sind gefragt.

Stralsunder und Prohner Schüler ab der neunten Klasse konnten sich einen Überblick über die doch sehr vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei der Landes-, Bundes- und Wasserschutzpolizei, dem Zoll, der Bundeswehr, dem THW, der WSV oder auch beim Deutschen Roten Kreuz informieren.

Beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt übernahmen die Azubis selbst die Information der jugendlichen Besucher. „Solche Informationen sind wichtig. Denn nichts ist schlimmer als eine Ausbildung anzufangen und sie dann abzubrechen, weil es doch nicht das Richtige ist“, meinte Martin Maas, Auszubildender Elektroniker für Geräte und Systeme beim WSA Stralsund. „Deshalb bieten wir auch immer ein Praktikum an, bei dem man wirklich alle anfallenden Tätigkeiten ausprobieren kann“, sagte sein Kollege Arne Kraft.

Die große Angebotspalette an Ausbildungsmöglichkeiten bei den ausstellenden Behörden hat Willi Schultz nicht erwartet. „Die Anzahl der Berufe ist wirklich überraschend. Dass man so viel machen kann, ist schon erstaunlich“, sagte der 14-Jährige, der die neunte Klasse des Goethe-Gymnasiums besucht. „Ich habe hier heute wirklich viel gesehen, besonders die Arbeit auf den Booten fand ich interessant. Vor allem aber wurde alles erklärt und man hat viele Antworten erhalten“, meinte Willi Schultz.

Gerade die technisch interessierten Jugendlichen kamen hier mit gezielten Fragen. Die hatte auch Uwe Holzhäuser auf dem Zollboot Koos reichlich zu beantworten. „Man merkte das die Vorstellungen der Jugendlichen mit zunehmendem Alter immer genauer werden. Da wurde sogar nach dem Renteneintrittsalter beim Zoll gefragt“, sagte der Zollschiffhauptsekretär.

Neugierig machten vor allem die Schiffe von Zoll, Polizei und Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, wie auch Jürgen-Dieter Michaels auf dem Tonnenleger Stralsund beobachtete. „Gerade nach Perspektiven, weiterführendem Studium, oder Möglichkeiten für Frauen wurde oft gefragt“, beobachtete der Schiffsmechaniker.

Ceara Lauckner vom Fachgymnasium Stralsund hatte derweil den Schwung auf ein Polizeimotorrad gewagt. „Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich zur Bundespolizei möchte oder lieber ein Medizinstudium bei der Bundeswehr in Angriff nehmen soll. Deshalb bin ich hier heute genau richtig“, meinte die 18-Jährige aus Klausdorf, die sich bei Michael Schlupp von der Bundespolizei informierte. „Die Möglichkeiten bei uns sind vielfältig, auch wenn man dann vielleicht nicht zu Hause bleiben kann. Aber je mehr man sich qualifiziert, desto besser sind die Möglichkeiten“, erklärte der Polizeihauptmeister.

Kauffrauen und -männer im Gesundheitswesen, staatlich anerkannte Altenpfleger oder auch Notfallsanitäter bildet das Deutsche Rote Kreuz aus. „Gerade junge Leute mit hoher sozialer Kompetenz versuchen wir für uns zu gewinnen“, erklärte Jens Witschel. „Dabei merken wir, dass soziale Berufe durchaus gefragt sind und Interessenten mit mittlerer Reife sind gerne willkommen“, sagte der Leiter Personalwesen beim DRK.

Technisch interessierten Nachwuchs versuchte bei dieser Gelegenheit auch das Technische Hilfswerk anzulocken. Hier stand das Amphibienfahrzeug bei den Jugendlichen hoch im Kurs. „Immer weniger interessieren sich für das Handwerk, also versuchen wir, durch solche technischen Dinge das Interesse zu wecken, denn auch wir brauchen immer wieder Helfer“, erklärte Geschäftsführer Bernd Lehmann.

Wenke Büssow-Krämer

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