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Singakademie von neuem Chorleiter begeistert

Stralsund Singakademie von neuem Chorleiter begeistert

Benjamin Saupe probt mit dem Laienensemble für den nächsten Auftritt im Mai. Der studierte Kirchenmusiker schrieb selbst Stücke für das Konzert.

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Benjamin Saupe am Klavier mit der Stralsunder Singakademie bei der wöchentlichen Chorprobe im Schwesternheimathaus.

Quelle: Nicole Müller

Stralsund. Brrh, Brrh ertönt es am Mittwoch im Speisesaal des Schwesternheimathauses. Frauen und Männer heben die Arme und igeln sich dann wieder ein. Dann singen sie: „Spring, spring, spring.“

Was im ersten Moment wie eine Gymnastikstunde wirkt, ist die wöchentliche Aufwärmrunde der Stralsunder Singakademie. Zu verdanken hat der Chor dieses innovative Stimmtraining ihrem neuen Leiter Benjamin Saupe.

Der studierte Kirchenmusiker hat im Januar die lange von Günther Wolf geführte Gesangsgruppe übernommen. Für den 28-Jährigen ist es die erste Chorleitung. „Ich probiere gern neue Dinge aus. Es macht Spaß, Musik gemeinsam mit anderen mit Leben zu erfüllen“, meint er.

Seit seiner Kindheit hat der gebürtige Wolgaster selbst in verschiedenen Chören gesungen. Mit dem Fund einer Schallplatte von Beethoven habe für den damals Zwölfjährigen die Leidenschaft für die Musik begonnen. „Immer wieder habe ich die sogenannte ,Wut über den verlorenen Groschen‘ gehört und war begeistert.“

Bis dato nicht sehr an Musik interessiert, nahm der Junge Klavierstunden bei einem Kantor in Ahlbeck. Später lernte er noch das Orgelspiel und beschloss, selbst Kirchenmusik zu studieren.

Noch vor seinem Universitätsabschluss wurde eine selbstgeschriebene Kantate von Benjamin Saupe in Greifswald aufgeführt. „Es war eine Auftragskomposition vom Greifswalder Uni-Chor. Ich habe zu Bachs Weihnachtsoratorium eine Kantate nach einem Text von Rilke geschrieben“, erzählt der Chorchef.

Auch für den Auftritt der Singakademie beim Maieinsingen am 4. Mai im Remter hat er schon Stücke geschrieben. „Es ist gar nicht so einfach, originelle Literatur für Frühlingslieder zu finden“, sagt der passionierte Notensammler.

Am Klavier zeigt er den Alt-, Bass- und Sopranstimmen, wie sie das Springen der Lämmer rhythmisch widerspiegeln. „Am Anfang waren seine Methoden schon etwas ungewohnt für uns. Wir mussten kichern.“, schmunzelt Heidi Baumeister (68). Aber ihr Chorleiter habe gesagt, sie machten das so lange, bis keiner mehr lachen müsse.

Inzwischen sind alle begeistert von dem jungen Musiker. „Er hört die Töne sehr genau und kommt immer wieder mit neuen Ideen. Das ist mitreißend“, findet Gerhard Meinke (68).

Neben den Chorproben arbeitet Benjamin Saupe als Pianist, spielt in einem Chanson-Duo und absolviert ein Orgel-Aufbaustudium in Greifswald. „Außer Musik interessiere ihn nicht viel, Mathematik vielleicht“, sagt der junge Mann.

Das Programm zum Mai-Einsingen
Im Remter des Kulturhistorischen Museums findet das Mai-Einsingen statt.

Am 3. Mai, 18.30 Uhr treten auf: Der Stralsunder Sängerbund, De Prohner Hafengäng, der Strelafrauenchor IB und der Velgaster Chor.

Am 4. Mai, 17.30 Uhr gestalten das Programm: Frauenchor Tribsees, Singakademie Stralsund, Stralsunder Eisenbahnerchor und Stralsunder Sängerbund.

Der Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Beginn. Die Karten kosten 5 Euro und sind im Vorverkauf im Kulturhistorischen Museum erhältlich.

Wegen der Bauarbeiten im Museum gibt es keinen Zugang für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte.

Nicole Müller

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