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Stralsund Sparkasse: Jetzt wird Fusion ausgelotet
Vorpommern Stralsund Sparkasse: Jetzt wird Fusion ausgelotet
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00:00 16.03.2013
Noch präsentieren Herbert Ostermoor (r.) und Heiko Gerdts als Vorstands-Duo Dankeskarten von Kitas für erhaltene Spenden. Doch Gerdts verlässt zum 1. Juli Rügens Sparkasse. Quelle: Udo Burwitz
Bergen

Das Betriebsergebnis stimmt: Die Sparkasse Rügen hat 2012 erneut einen Gewinn eingefahren, sie schließt das Geschäftsjahr mit einem Überschuss von rund 700 000 Euro ab.

Dennoch: Die Zukunft der Sparkasse wird bereits heiß diskutiert. Bleibt das Kreditinstitut der Insel eigenständig oder fusioniert es mit der Sparkasse Vorpommern? „Noch in diesem Jahr soll die Richtung abgestimmt werden, bis Jahresende wird eine Entscheidung gefällt sein“, kündigt der Vorstandsvorsitzende der Rügener Sparkasse Herbert Ostermoor eine gravierende Weichenstellung an. „Unsere Verhandlungsposition ist gut, wir sind ein starker Partner“, trumpft Ostermoor auf. Zusammen mit Vorstandskollegen Heiko Gerdts legte er am Donnerstag die Trumpfkarte auf den Tisch: die Sparkassenbilanz für 2012. Das Betriebsergebnis bewerten beide einhellig als „zufriedenstellend“. „Wir haben nicht nur einen Jahresüberschuss von rund 700 000 Euro erzielt, auch die Einlagen sind um 3,6 Millionen Euro gestiegen“, betonte Heiko Gerdts. Rund 434,6 Millionen Euro haben die Insulaner aktuell bei der Sparkasse auf der hohen Kante liegen, weiter 23 Millionen Euro bei den Verbundpartnern des Kreditinstitutes, zum Beispiel bei der Bausparkasse angelegt. „54 Prozent der Insulaner gehören zu unseren Kunden“ ergänzte Ostsermoor und wertet dies als Vertrauensbeweis für die Sparkassen-Philosophie: „Wir verdienen unser Geld vor Ort, wir reich es als Kredite auch vor Ort wieder aus.“ Neue Kredite in Höhe von 38,8 Millionen Euro hat die Sparkasse 2012 zugesagt, der größte Teil wurde mit 21,9 Millionen Euro an Unternehmen und Selbstständige ausgereicht. Ostermoor: „Unsere Kunden investieren in die Zukunft. Mit den Krediten werden Arbeitsplätze gesichert oder sogar neue geschaffen.“

Die Super-Bilanz ist für Ostermoor aber kein Selbstläufer. „Ohne gravierende Veränderungen sind solche Ergebnisse kaum noch zu erzielen“, prophezeiht Rügens Sparkassenchef. Der Wettbewerb habe sich gerade in der Bankenbranche in zeiten der Finanzkrise immens verschärft, sagt Ostermoor. „Wenn wir eigenständig bleiben wollen, müssen wir die Insel-Sparkasse optimieren, müssen wir Einsparungen erzielen.“ Das wird jetzt genau unter die Lupe genommen, andererseits aber auch geprüft, was eine mögliche Fusion mit den Nachbarn bringen würde, sagt Ostsermoor. „Wir haben zum möglichen Zusammenschluss schon zahlreiche Gespräche mit Politik und Wirtschaft, mit Mitgliedern des Verwaltungsrates der Sparkasse und mit unseren Mitarbeitern geführt. Wir tasten uns gemeinsam an das Thema ran. Wir müssen abwägen, welcher Weg der zukunftssicherste für uns ist.“

Auf diesem Weg bekommt Herbert Ostermoor ein Personalproblem. Sein Vorstandskollege Heiko Gerdts wird die Sparkasse Rügen verlassen, er wechselt zu den Nachbarn, geht zur Sparkasse Vorpommern(OZ berichtete). Das Datum steht jetzt fest: Gerdts verlässt das Kreditinstitut der Insel zum 1. Juli. Die Führungsspitze der Rügener Sparkasse wird damit geschwächt, aus den Duo wird ein Solo für Herbert Ostermoor. Noch habe der Verwaltungsrat zur Personalie nicht entscheiden, sagt er. „Wenn wir selbstständig bleiben, muss die Stelle aber ausgeschrieben werden.“ Die Personalie Gerdts erhöht den Druck bei der Weichenstellung für die Sparkassen-Zukunft.

Großer Spendengeber

167 Mitarbeiter und 17 Auszubildende sind bei der Sparkasse Rügenbeschäftigt, Träger ist wie bei der Sparkasse Vorpommern der Landkreis. Das Kreditinstitut der Insel wirtschaftet nicht nur mit dem Geld, das ihnen Kunden anvertrauen, es engagiert sich auch für das Gemeinwohl. Rund 326 500 Euro hat die Sparkasse 2012 für Spenden und Sponsoring bereitgestellt. Mit dem Geld konnen Vereine und Institutionen auf Rügen 168 Projekte — von der Kitasanierung bis zum Kauf von Sportgeräten — realisieren.

Udo Burwitz

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