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Spezialisten für beleuchtete Toilettenbrillen

Stralsund Spezialisten für beleuchtete Toilettenbrillen

Immer mehr Stralsunder bauen sich technische Spielereien in ihre Häuser ein / „m&s“-Gruppe erwirtschaftet 4,3 Millionen Euro Umsatz pro Jahr

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Die „m&s“-Chefs Klaus Senneke (v.l.), Andre Lewandrowski und Karsten Zelmer im Gespräch mit OB Alexander Badrow.

Quelle: Christian Rödel

Stralsund. Immer mehr Stralsunder bauen sich luxuriöse Bäder in ihre Häuser ein. „Der Trend geht in Richtung hochwertige Einrichtungen“, sagte Klaus Senneke, Geschäftsführer der „m&s Haustechnik GmbH“, gestern bei einem Unternehmensbesuch von OB Alexander Badrow (CDU). Gefragt seien beispielsweise technische Spielereien wie beheizte und beleuchtete Klobrillen. Damit findet der Besitzer auch nachts das Ziel und hat es dazu noch kuschelig warm. Ebenfalls im Trend sind Duschen, deren Temperatur sich mit einer wasserfesten Fernbedienung steuern lassen. Auch Whirlpools gibt es längst nicht mehr nur in Wellness-Bereichen von schicken Hotels, sondern auch in den eigenen vier Wänden.

Die Firma mit Sitz im Stralsunder Handwerkerring in Grünhufe und einer Außenstelle in Greifswald kümmert sich um Neubau, Reparatur und Wartung von Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsanlagen. Zum Unternehmensverbund gehören weitere Firmen, die sich auf bestimmte Leistungen spezialisiert haben, zum Beispiel auf Kälte- und Klimatechnik.

Gerade in diesem Bereich verlangen immer mehr Kunden mit dem Internet verbundene Lösungen, erklärte Geschäftsführer Andre Lewandrowski. Die Klimaanlage der Rettungsleitstelle des Landkreises, die von seiner Firma installiert wurde, lässt sich mit einem Tablet mobil steuern. Sinn mache die digital vernetzte Technik auch in Apotheken, in denen zur Lagerung von Medikamenten permanent eine bestimmte Temperatur herrschen muss. „Verändert die sich, bekommt der Kunde eine Warnung auf sein Handy“, sagte Lewandrowski.

Die Firma begann 1990 in Stralsund als kleiner Handwerksbetrieb mit vier Beschäftigten. Heute gibt es in der Unternehmensgruppe insgesamt 46 Mitarbeiter und einen Fuhrpark mit 31 Autos.

Der Verbund erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 4,3 Millionen Euro. Zu den größten Projekten in der Geschichte des Unternehmens zählen das Ozeaneum und das Müritzeum. Derzeit arbeiten Mitarbeiter bei der Sanierung eines früheren KdF-Blocks in Prora auf Rügen mit.

Die Firma hat derzeit allerdings Probleme, geeigneten Nachwuchs zu finden. 38 Jugendliche konnten in den vergangenen Jahren hier eine Ausbildung beginnen, doch jetzt gibt es keinen Lehrling. „Wir hatten in diesem Jahr nicht eine einzige Bewerbung“, sagte Chef Klaus Senneke.

Alexander Müller

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