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Spielerische Entscheidungshilfe für zweite Fremdsprache

Stralsund Spielerische Entscheidungshilfe für zweite Fremdsprache

Französisch-Mobil war in dieser Woche an Stralsunder Schulen unterwegs.

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Mit Spiel und Spaß hat Nina Le Beou (l.) für ihre Muttersprache an der Jona- Schule geworben und Lust auf Französisch gemacht.

Quelle: Wenke Büssow-Krämer

Stralsund. Touché ist französisch und heißt anfassen oder berühren. Hanna Schumann ist begeistert: „Das hört sich doch viel besser an als das englische Touch.“ Für die 12-Jährige steht bereits fest, dass sie im nächsten Schuljahr Französisch als zweite Fremdsprache wählen wird.

Als Entscheidungshilfe dazu tourt seit zehn Jahren das Französisch-Mobil quer durch Deutschland. Jetzt machte es Station am Sund. „Bei uns haben die Schüler die Wahl zwischen Französisch und Spanisch als zweite Fremdsprache. Für eine müssen sie sich jetzt in der 6. Klasse entscheiden“, erklärt Klassenlehrerin Susanne Günter von der Jona-Schule. Sie weiß auch: „Wenn man aber weder mit der einen noch der anderen Sprache in Berührung gekommen ist, fällt die Wahl schwer.“ Für Französischlehrer Thomas Schmidt-Grassee kommt da das Sprachmobil gerade recht. „Das Projekt soll auf eine spielerische und sehr sympathische Weise einfach Lust und Laune an der Sprache wecken“, erklärt er. Also fuhr Nina Le Beou — standesgemäß in einem Renault als Französisch-Mobil — in dieser Woche zu einer Stippvisite am Goethe-Gymnasium und an der Jona-Schule vor.

Mit kleinen Kennenlern-Spielchen gewöhnte sie die Schüler ein und zeigte dabei, dass das Französische dem Deutschen eigentlich gar nicht so fremd ist. Denn obwohl Nina Le Beou fast ausschließlich in ihrer Muttersprache erklärte, fanden die jungen Leute sofort einen Zugang zur Sprache.

Zwölf Lektoren, allesamt Muttersprachler, sind mit dieser Aktion gegenwärtig in Deutschland unterwegs. „Im Gegenzug dazu rollt in Frankreich das Deutsch-Mobil durch die Lande. Das kommt dann aber in einem Mercedes typisch deutsch daher“, weiß Nina Le Beou. Gefördert werden die beiden Kennenlern-Projekte durch die Robert-Bosch-Stiftung.

wbk

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