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Stralsund Spitzenköche verlassen das Scheel’s
Vorpommern Stralsund Spitzenköche verlassen das Scheel’s
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07:42 19.05.2017
Das Team, das 2014 Stralsunds ersten Michelin-Stern an den Sund holte: die Köche Björn Kapelke, Ben Winkler, Henri Zipperling. Quelle: Foto: Christian Rödel
Stralsund

Die Hansestadt ist einen Stern los. Im Guide Michelin 2017 wird dem Romantik-Hotel „Scheelehof“ noch eine Sterneküche bescheinigt. Doch als der Guide im November 2016 erschien, war für das Team Björn Kapelke, Henri Zipperling und Ben Winkler bereits der Abschied im Romantik-Hotel besiegelt. Das Trio war 2014 erstmals mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden und schaffte es, diesen zu verteidigen.

Björn Kapelke und Henri Zipperling greifen nun im Gutshaus Stolpe nach den Sternen. Ein elegantes Hotel mit Sterne-Gastronomie. Ben Winkler ist heute stellvertretender Küchenchef in Arcona Hotel „Baltic“.

Für Björn Kapelke keine einfache Entscheidung, nach so viel Erfolg zu gehen: „Nach vier Jahren im ,Scheel’s’ habe ich auch den Wunsch nach Veränderung gespürt.“ Ein Angebot aus Stolpe, die Küche zu übernehmen, machte die Überlegungen zwar reizvoll, aber nicht leichter. Seine Familie – Frau und Tochter – hat ihren Lebensmittelpunkt in Stralsund.

Aber da war die Herausforderung. Seit 1998 hat das Gourmet-Restaurant im Gutshaus Stolpe seinen Michelin-Stern verteidigt. Da erfolgreich anzudocken, ist für einen Spitzenkoch auch eine Frage der Ehre. Dazu kamen zwei Dinge: „Ich habe 2006 als Koch bereits in Stolpe gearbeitet, kannte dort noch Mitarbeiter“, sagt Kapelke. Dazu kam, dass sein Vertrauter und Kollege Henri Zipperling mit ihm ziehen wollte. „Das war hilfreich für meine Entscheidung. Wir sind gut aufeinander eingespielt“, so Kapelke. Für ihn heißt das jetzt täglich knapp 200 Kilometer zwischen dem Strelasund und dem Gutshof an der Peene zu pendeln.

Ute Reichel, Direktorin und Marketingchefin des „Scheelehofs, hat es mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen. „Klar waren wir traurig, als wir mit dem Weggang des Teams den Stern verloren“, sagt sie. Klar sei aber auch gewesen, dass junge ambitionierte Köche sich ausprobieren müssen.

Derzeit können die Stralsunder sich unterm Gewölbe des einstigen Gourmet-Restaurants einmieten – Küche und Restaurant mit Gästen zum Kochen und Feiern nutzen. „Das Angebot wird von Firmen wie Privatleuten gut angenommen“, sagt Ute Reichel. Ferner plant der „Scheelehof“ an dieser Stelle künftig italienische Küche für Hotelgäste und Stralsunder anzubieten – als Ergänzung zur hanseatisch geprägten Gastronomie des Hauses.

Jörg Mattern

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