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50 Jahre SG Empor: Ganz Richtenberg feiert

Richtenberg 50 Jahre SG Empor: Ganz Richtenberg feiert

In den Gründerjahren gehörten Handball, Radsport, Fußball, Leichtathletik, Geräteturnen und ein Spielmannszug zum Verein

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Ein schöner Fußballtag für Richtenbergs Alte Herren: Sie bezwingen vor Heimkulisse im Pokal die Mannschaft aus Tribsees und ziehen gegen Pommern ins Finale ein.

Quelle: Timo Ewert

Richtenberg. Bis 1966 gingen Richtenberg und Franzburg gemeinsame Wege, zumindest im Sport. Doch das hatte sich vor 50 Jahren mit der Gründung der SG Empor Richtenberg erledigt. Und gerade jetzt zum Jubiläum geht es dem Verein so gut wie selten. Denn sportlich sorgt der Verein für Furore.

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In den Gründerjahren gehörten Handball, Radsport, Fußball, Leichtathletik, Geräteturnen und ein Spielmannszug zum Verein

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Und das ist natürlich einerseits der Tatsache zu verdanken, dass die Sportgemeinschaft auf gesunden Füßen steht, viele Sponsoren und Partner, aber auch eine Garde Ehrenamtlicher an der Seite hat. Da ist der Erfolg der Fußballer nur folgerichtig. Da wurden die Alten Herren berühmt, als sie 2015 den FC Pommern Stralsund aus dem Pokal schossen. In diesem Jahr legten sie Tribsees lahm und scheiterten dann am FCP. Die Männermannschaft schaffte letzte Saison den Aufstieg in die Fußball-Landesliga und schlägt sich nun auch in der zweiten Spielzeit achtbar. Und der Erfolg schlägt natürlich auf den Nachwuchs durch.

Doch auch die Laufsportgruppe „Torpedos“ erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Der Lauf um den Richtenberger See entwickelte sich vom Geheimtipp zum Muss-Termin für Hobbysportler.

Die SG Empor zählt heute 140 Mitglieder. Allein 16 Übungsleiter sorgen in der Abteilung Fußball für einen reibungslosen Ablauf.

Natürlich guckt Vereinschef Peter Gruel auch ein bisschen wehmütig in die Chronik. „Wir hatten in den Anfangsjahren hier nicht nur erfolgreichen Fußball mit einem Aufstieg in die DDR-Bezirksliga.

Handball, Radsport, Leichtathletik und Geräteturnen gab es bei uns. Wir haben besonders davon profitiert, dass in Richtenberg das Internat für die EOS stand. Viele Lehrer haben sich zudem als Übungsleiter engagiert“, sagt der Vorsitzende. Und es gab sogar einen Spielmannszug, wie man einer Urkunde von 1973 entnehmen kann. Unterzeichnet von Manfred Ewald, Chef des Deutschen Turn- und Sportbundes, stand da: „Für Gesundheit, Erhaltung der Lebensfreude, für Leistungsfähigkeit und Leistungsstreben! Für Frieden und Sozialismus! Treibt alle Sport!“

Ursprünglich gab es in Richtenberg mehrere Sportplätze. Die jetzige Sportstätte hinter dem Mühlenberg wurde in den 1930er-Jahren gebaut, diente bis 1936 als Arbeitsdienstlager. Seit Anfang der 70er trägt das Stadion den Namen des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn.

50 Jahre Empor – das soll natürlich gefeiert werden. Einige Veranstaltungen gab es schon. So fand genau zum Gründungstag ein Skatturnier statt, bei dem 121 Euro Abreizgeld landeten in der Kasse, Geld, das nun dem Nachwuchs zu Gute kommt. Und heute Abend geht der Feier-Marathon weiter. Mit dem Festempfang für Sponsoren, Partner und verdienstvolle Sportler. So wird auch der erste Vorsitzende von 1966, Rüdiger Vogel, an der Festtafel im Richtenberger Kulturhaus sitzen. Auch befreundete Vereine aus Steinhagen, Franzburg und Velgast haben sich angesagt. Ein bisschen enttäuscht ist Empors Vize-Vorsitzender und Oldietrainer Andreas Gräning, dass der Landesfußballverband nach eigenen Aussagen nicht jeden 50. Geburtstag würdigen kann. „Also der DFB hat so viel Kohle, da wird ja wohl wenigstens eine Ehrenurkunde drin sein...“

Morgen startet dann um 20 Uhr der große Sportlerball.

SG Empor auf einen Blick

1966 , genau am 17. September , wurde die Sportgemeinschaft Empor Richtenberg gegründet.

Der erste Brief-Kopfbogen der SG Empor Richtenberg wurde 1967 gedruckt, hat Vereinschef Peter Gruel in den Unterlagen und in er Chronik recherchiert.

1970 wurde die Volkssportwoche ins Leben gerufen, die dann jährlich stattfand. 1976 zum Beispiel mit Fußball, kleiner Friedensfahrt und Motorrad-Geschicklichkeitsrennen auf dem Richtenberger Markt.

1973 erst bekam das Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion eine Wasserleitung. Seit einigen Jahren wird mit Unterstützung der Stadt Stück für Stück das Vereinsgebäude saniert.

0,55 DDR-Mark kostete der Eintritt für Jugendliche zum damaligen Sportlerball. Fünf Pfennnig musste der Verein als Kulturabgabe abliefern.

140 Mitglieder zählt der Verein in Richtenberg. Es gibt die Abteilungen Fußball, Laufsport und eine Frauensportgruppe.

16 Übungsleiter sorgen für den reibungslosen Ablauf von Training und Spielen. Außerdem hat Richtenberg als einer der wenigen Vereine genügend Schiedsrichter, nämlich sechs, plus drei Behelfs-Schiris. Außerdem gibt es bei den Heimveranstaltungen eine starke Frauen -Crew hinterm Tresen. Und auch die fünf Ordner sind ehrenamtlich tätig.

Ines Sommer

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