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Sport Stralsund Als Oder-Sund-Team kommen die Gewichtheber zurück
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07:06 30.08.2013
Der Stralsunder Eik Lessing geht als Erster für die Kampfgemeinschaft in der Zweiten Bundesliga an die Hanteln. Quelle: Jürgen Schwols
Stralsund

Gewichtheben — Die Durststrecke ist überstanden: In Stralsund kommt Gewichtheben wieder auf die Bildfläche zurück. Und das ist der Idee zweier Männer zu verdanken, die einst in Schwedt gemeinsam an der Hantel trainierten: Ronald Lade und Roland Taubert. Sie wollen mit ihren Heimatvereinen gemeinsam ins Liga-Geschäft einsteigen, und zwar als OderSund-Team, wie die OZ gestern Abend auf der Pressekonferenz im Schwedter Gewichtheberzentrum erfuhr.

Ersterer ist längst in Stralsund heimisch geworden und betreut hier seit Jahren die Gewichtheber des TSV 1860. Und da konnte man schließlich im Jahr 2000 den ersten Mannschaftshöhepunkt feiern, als der Sund-Sechser die Meisterkrone erkämpfte. Noch dreimal gelang den Hantelrecken um Ronald Lade so ein Husarenstück. In den letzten Jahren starteten die Stralsunder dann in der 2. Bundesliga.

Auch ein Landesliga-Team wurde ins Rennen geschickt. Doch all das täuschte über ein gravierendes Problem nicht hinweg: Der einstigen Stralsunder Heberhochburg mit Erfolgen von Jürgen Heuser, Helmut Losch, Andreas Behm oder Mario Kalinke ging der Nachwuchs aus.

Und nun kommt der zweite Mann ins Spiel — Roland Taubert. Bis vor kurzem noch Landes-Nachwuchstrainer beim ASK Frankfurt/Oder, steht der Name aber auch seit 20 Jahren fürs Gewichtheben beim TSV Blau-Weiß Schwedt. „Wir wollen nun gemeinsam in der Ersten und Zweiten Bundesliga starten. Los geht‘s für die Jungs am 21. September in Meißen. Hier werden in der 2. Liga unter anderem der Stralsunder Eik Lessing und der Schwedter Christian Rech auf die Bühne gehen“, erklärt der 51-Jährige, der in der Kampfgemeinschaft den Part des Mannschaftsleiters übernehmen wird.

Und in dieser Funktion hat er dem Bundesverband Deutscher Gewichtheber, der auch grünes Licht für die Heber-Gemeinschaft gab, natürlich auch einen Sechser für die 1. Liga gemeldet. Tino Friedrich, Yasin Yüksel und Christian Zühlke aus Schwedt sowie Thomas Rosol, Arkadius Michalski und Simon Darville aus Stralsund stehen auf der Liste, wobei nur ein Ausländer pro Wettkampf startberechtigt ist.

Außerdem können sich auch noch Athleten aus der zweiten Mannschaft „nach oben“ empfehlen. Und dazu gehören die TSV-Sportler Christian Kracke, Ronny Junghans und Tom Fischer.

Team-Manager Ronald Lade spricht von 15 Hebern, die zum gemeinsamen Kader gehören. „Ich denke, wir haben da eine schlagkräftige Truppe für die Wettkämpfe, und davon profitieren beide Ligen. Das ist sicher auch im Interesse des Verbandes.“ Und Roland Taubert fügt hinzu: „Bei unserer Zusammenarbeit geht es nicht nur um die Bundesliga. Zu unserem Konzept gehören auch die intensive Nachwuchsarbeit, gemeinsame Trainingslager und Sichtungen des Schwedter Trainers in Stralsund. Oberstes Ziel ist für uns, alle Kräfte zu bündeln, um Gewichtheben im Norden wieder stark zu machen — und das nicht nur kurzfristig.“

Und was bringt jeder in die Team-Ehe ein? „Stralsund hat gute materielle Bedingungen, weil sich hier die Sponsoren um Joachim Zorn dahinterklemmen. Schwedt hat viele Athleten. Wenn man das zusammenpackt, kann ja nur was Gutes rauskommen. Mal sehen, wie es läuft“, zeigt sich Ronald Lade optimistisch. Und der 51-Jährige gibt den Fans auch schon den Termin für den ersten Heimwettkampf bekannt: Am 23. November kommt der TSC Berlin in die Jahn-Halle. Der Erstliga-Auftakt erfolgt jedoch schon am 12. Oktober in Schwedt. Da empfängt das Oder-Sund-Team — kurz OST — den deutschen Vizemeister Chemnitz.

Das waren noch Zeiten...
2000 wurde der TSV 1860 Stralsund zum ersten Mal Deutscher Mannschaftsmeister im Gewichtheben. Mit fünf Punkten Vorsprung besiegte man im heimischen Finale Frankfurt/Oder.

Die Meisterfeier mit selbst gemachten T-Shirts — eins hängt noch an der OZ-Redaktionswand — führte Fans, Heber und Funktionäre damals in den Keller des Kaffeehauses Strahl.

8 Heber gehörten zum ersten Erfolgsteams: Jan Schnirpel, Eckehard Scholz, Mario Schult, Robert Vietz, Nikolai Peshalov; Bernd Hubert, Andreas Behm und Mario Kalinke.

4-mal setzten sich die Stralsunder die Meisterkrone auf: wie erwähnt2000, dann am 12. Mai 2001 im Dreierfinale zu Hause gegen Obrigheim und Soest, am 3. April 2004 in heimischer Halle gegen Chemnitz und Obrigheim sowie am 30. April 2005 in Obrigheim.

2005 gehörten auch André Rohde, Matthias Peters, Pawel Najdek und Andrey Poitschke zur Stralsunder Meistermannschaft. is

Ines Sommer

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