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An die Paddel, fertig, los: Noch Plätze frei fürs Drachenbootfest

Greifswald An die Paddel, fertig, los: Noch Plätze frei fürs Drachenbootfest

Am 18. und 19. Juni werden wieder mehr als 1000 Sportler und noch mal so viele Gäste zur größten Sportveranstaltung der Region erwartet / Noch Anmeldungen möglich

Greifswald. Wettkampfstimmung auf dem Ryck: Täglich trainieren dort Drachenbootmannschaften für den Sieg. In knapp zwei Wochen beginnt das 15. Greifswalder Drachenbootfest. Im Eifer des Gefechts kann es da schon mal eng werden auf dem Wasser. Weil sich bei den Wettfahrten in den vergangenen Jahren ab und zu Boote gefährlich nahe kamen, werden jetzt erstmals Bojen gelegt, die die Bahnen voneinander trennen.

2015 beispielsweise paddelten gerade zwei Teams auf der Kurzstrecke im Finale, als das Motorschiff „MS Stubnitz“ versehentlich auf der Fläche auftauchte. „Das war knapp“, erinnert sich die 31-jährige Jenny vom Team „Verbooten“, die mit im Boot saß. Paddel aus dem Wasser hieß es damals und die „Stubnitz“ konnte vorbei.

Von den Bojen abgesehen, hat sich an den Wettkampfregeln nichts geändert. Je zwei Teams treten gegeneinander an. Nach etwa 250 ausgetragenen Rennen am 18. und 19. Juni werden die Sieger über 250 Meter und 1350 Meter feststehen. Bislang haben sich 48 Mannschaften angemeldet. „Das sind etwas weniger als in den vergangenen Jahren“, sagt Bernd Grommelt, Cheforganisator und Leiter der Abteilung Kanu bei der Hochschulsportgemeinschaft (HSG). Grund sind die parallel stattfindenden Deutschen Meisterschaften im kleinen Drachenboot. Deswegen seien weniger auswärtige Teams dabei. Vom traditionellen dritten Wochenende im Juni rückten die Veranstalter deswegen jedoch längst nicht ab.

Immerhin stehen die Greifswalder Spaßteams im Mittelpunkt des zweitägigen Festes, sagt Organisator Grommelt. Während Mannschaften wie „Verbooten“ und „Greifendrachen“ ganzjährig jede Woche bei der HSG trainieren, treffen sich die Fun-Mannschaften nur wenige Male vor dem Wettkampf zum Üben. So wie die 20 Frauen und Männer der „Marienpaddler“ rund um Teamkapitän und Kindergärtner Christoph Krumbeck. Im Boot sitzen Eltern und Erzieher der Kindertagesstätte St. Marien. Gemeinsam treten sie bereits das fünfte Mal an. „Uns geht es vor allem darum, dass man das Gefühl hat, schnell zu sein“, sagt Krumbeck. Ob sie tatsächlich als Gewinner durchs Ziel fahren, sei nebensächlich. Krumbeck fasziniert am Sport, dass tatsächlich alle das Gleiche machen. „Die Bewegungsabläufe sind aufeinander abgestimmt.“ Das gebe es bei kaum einer anderen Teamsportart. „Wir lernen uns durch das Drachenbootteam auf eine ganz neue Art kennen. Das hilft auch im Alltag“, findet Erzieher Krumbeck.

In diesem Jahr zum ersten Mal dabei ist das Team „KAIne Drachen“. Originelle Namen sind für Spaßmannschaften sozusagen Pflicht. „Virusjäger“, „mlands-Drachen“, „Sonnenfeuer“, „Dampferzeuger“, „Ryck Piranhas“ – das sind nur einige typische Titel. Hinter „KAIne Drachen“ verbergen sich Mitarbeiter der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin. Mit im Boot sitzen auch der Klinikdirektor Klaus Hahnenkamp und der Oberarzt Sebastian Rehberg. Die Idee stammte von den Mitarbeitern, die in diesem Jahr der „Swimming Rykscha“ Konkurrenz machen wollen, ebenfalls ein Team der Unimedizin. Das startet bereits zum neunten Mal, schaffte es im Vorjahr auf der Kurzstrecke unter die besten zehn.

Mehr als 1000 Sportler und noch mal so viele Schaulustige werden an dem Wochenende den Ryck entlang der Hafenstraße bevölkern. Problem für die Anwohner waren in der Vergangenheit mitunter betrunkene Festteilnehmer, die auf anliegende Grundstücke urinierten. Um das zu verhindern, hat der Verein in diesem Jahr zum zweiten Mal eine professionelle Ordnergruppe eingekauft. Bei den vorangegangenen Malen hatten das Vereinsmitglieder übernommen.

Katharina Degrassi

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