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Boxnacht mit dem „Ostseehammer“

Stralsund Boxnacht mit dem „Ostseehammer“

1300 Zuschauer verfolgen Profi- und Promikämpfe in Vogelsanghalle / Lokalmatadoren holen Titel

Stralsund. Die Halle bebt. Es ist kurz vor 24 Uhr am Samstagabend, als Dany Witzke in den Ring in der Vogelsanghalle steigt. Vor dem Stralsunder liegt eine schwere Aufgabe. Er will die Europameisterschaft im K1 gewinnen. Sein Gegner, der Pole Piotr Lepich, steht schon in der roten Ecke bereit. Unter Jubel, Pfiffen und „Dany“-Rufen betritt der 25-Jährige die blaue Ecke. Er wirkt konzentriert und voller Energie.

Dann geht es los. „Du schaffst das“, „Er gehört dir“ und „Wir sind alle Stralsunder Jungs“ skandieren seine Fans. Sie fiebern mit ihm – Runde um Runde. Dany erzielt einige Treffer, aber auch der Gegner kann punkten. Als nach fünf Runden der erlösende letzte Gong ertönt, feiert das Publikum seinen Favoriten wie den Gewinner. Und es behält Recht. Die Wertungsrichter urteilen 49:47, 48:46 und 49:45 für den Stralsunder, der damit neuer Europameister im K1 ist.

Jetzt gibt es kein Halten mehr. Dany strahlt über das ganze Gesicht und Freunde, Familie und Trainer bilden eine Traube um ihn. Jeder will ein Foto, jeder will gratulieren. „So langsam kann ich es auch glauben. Ich freue mich total“, sagt er einige Minuten nach dem Kampf. Er habe sich lange und gut auf das Duell vorbereitet. Das habe sich nun ausgezahlt. „Ich konnte einen Großteil von dem umsetzen, was ich vorher trainiert habe“, sagt er erfreut.

Für den „Ostseehammer“ Dennis Lewandowski läuft es an diesem Abend ebenfalls gut. Der 22-jährige Greifswalder holt sich die Deutsche Meisterschaft im Box-Schwergewicht. Lewandowski schlägt – unterstützt von seinen zahlreichen Fans – gnadenlos zu. So sehr, dass sein Gegner, der Kroate Rudolf Jozic, den Kampf nach der siebten Runde aufgibt. Umringt von Trainern und Familie hüpft der Boxer durch den Ring.

Zu den großen Gewinnern des Abends gehören zweifellos auch die 14 Promis, die für den guten Zweck in den Ring stiegen. „Mir hat es richtig Spaß gemacht“, sagt Marten Kunert. Seine Freunde haben ein Plakat gebastelt: „Marten, du rockst das.“ Trotzdem muss sich der 27-jährige Fachlagerist in der ersten Runde gegen Oliver Kadach geschlagen geben. „Dass wir aufhören, war die Entscheidung des Trainers“, erklärt er. „Ich hätte auch noch weitergemacht“, sagt Kunert, der nach einem Schlag zu Boden gegangen war.

Für einen besonderen Auftritt sorgen die Kameraden von Dominic Pollmann. Das Team der American Footballer steht in Footballausrüstung Spalier. Nur ein kleiner Junge stielt dem 26-jährigen Kämpfer fast die Show. Bruno Mähl, Sohn des Abteilungsleiters Roland Mähl, spielt auf einer Bühne Schlagzeug. Er begleitet den Einmarsch von Dominic Pollmann und gibt richtig Gas. Dann treffen die Kontrahenten aufeinander. Der Footballer schlägt sich gut und verpasst Andre Behling vom Hansedom eine blutige Nase. Nach nicht einmal einer Runde ist es vorbei – technischer K.o. Ebenfalls in Runde eins, nach 47 Sekunden, ist der Kampf von Tino Janzten vom Handelshof vorbei. Der Richtenberger gewinnt souverän gegen Alexander Ludwig aus Stralsund. Trotz Niederlagen scheinen die Boxer Spaß zu haben: „Ich bin schon enttäuscht, aber würde es auch wieder tun“, sagt Fußballer Paul Scholz.

Im Sinn des Abends – der Benefiz-Fightnight – werden alle Einnahmen gespendet. Wie viel Geld für Strela-Kids, Diakonie, Verein für soziale Projekte und Kindertisch der Tafel zusammengekommen ist, wird morgen verkündet.

Manuela Wilk

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