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Bundesliga-Rennen abgesagt: Nordsterne müssen weiter zittern

Stralsund Bundesliga-Rennen abgesagt: Nordsterne müssen weiter zittern

Mehrere Platzregen machten die Speedwaypiste trotz aufopferungsvoller Arbeit der Bahn-Crew unbefahrbar / Möglicher Nachholtermin am 6. August / Tickets bleiben gültig

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Krisensitzung im Schlamm: Schiedsrichter Andreas März, Nordstern-Vorsitzender Torsten Berger, Rennleiter Bernd Sagert und Bahnmeister Steffen Höppner (v.l.) diskutieren und müssen schließlich nach dem dritten Platzregen innerhalb weniger Stunden kapitulieren. Das Bundesliga-Rennen wird abgesagt. Fotos (2): Bernd Quaschning

Stralsund. Der vierte Platzregen innerhalb weniger Stunden war am Sonnabend für die Stralsunder Speedwaypiste dann doch einer zu viel: Das von allen mit Spannung erwartete Bundesliga-Match zwischen Gastgeber MC Nordstern Stralsund und dem MSC Brokstedt – hier sollte die Entscheidung fallen, wer gegen den Tabellenführer AC Landshut aus Bayern das Liga-Finale 2016 bestreitet – musste abgesagt werden. Die Stralsunder müssen weiter um die Finalteilnahme zittern.

Nach aufopferungsvollem Kampf aller Helfer musste man schließlich vor den enormen Wassermassen kapitulieren. Verzweifelte Gesichter bei all jenen, die mit Schippe und Besen versucht hatten, die Situation so zu entspannen, dass ein Rennen möglich ist.

„Bis zum Nachmittag hatten wir die Bahn im Griff, weil es sonnig und windig war, ist alles immer wieder schnell abgetrocknet – trotz Regen. Aber der letzte Schauer gegen 16 Uhr hat der Piste so zugesetzt, dass wir nur noch Schlamm hatten“, sagte Bahnmeister Steffen Höppner. Die Rennleitung um Bernd Sagert und Andreas März entschied sich schließlich für den Abbruch. Die beiden Mannschaftskapitäne Tobias Kroner und Nordstern Tobias Busch hatten die schwere Aufgabe, den knapp 1000 Fans im Stadion die schlechte Nachricht zu überbringen. „Ihr könnt uns glauben, wir haben alles versucht, aber ihr seht selbst, ein Rennen wäre einfach zu gefährlich. Wir müssen ja auch an unsere jungen Fahrer denken“, sagte „Buscher“ und hoffte auf Verständnis beim Publikum. Die Bahnsportfans zogen enttäuscht aus dem Stadion. „Es ist einfach zum Verzweifeln. So viele Fans wollten sich das vorweggenommene Finale nicht entgehen lassen und müssen nun ohne einen Lauf nach Hause gehen. Aber für das Wetter kann keiner was“, sagte Nordstern-Präsident Bernd Hoppe und ergänzte: „Wir haben in puncto Entwässerung schon so viel Arbeit hier reingesteckt, sind allerdings auch noch nicht ganz fertig. Aber diese Platzregen waren jetzt einfach zu heftig. Da hatten wir keine Chance.“

Den Fans wurde der 6. August als möglicher Nachholtermin mitgeteilt. „Sobald Verband und Gastteam zugestimmt haben, geben wir das genaue Datum bekannt. Fakt ist, alle Karten behalten ihre Gültigkeit, wer nicht wiederkommen kann, bekommt sein Geld zurück“, sagt Nordstern-Vorsitzender Torsten Berger der OZ.

Ines Sommer

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