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Sport Stralsund Dem Favoriten einen Punkt abgeknöpft
Vorpommern Stralsund Sport Stralsund Dem Favoriten einen Punkt abgeknöpft
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06:51 25.11.2013
Tino Friedrich (28) meldete sich nach langer Verletzungspause wieder zurück und buchte 148 Punkte aufs Oder-Sund-Konto. Fotos (5): Ines Sommer
Stralsund

Da staunte der Tabellenführer der 1. Gewichtheber-Bundesliga aus der Hauptstadt am Sonnabendnachmittag in der Stralsunder Jahn-Sportstätte nicht schlecht.

Im Reißen lief es für das Oder-Sund-Team nämlich wie am Schnürchen, und so konnte man dem Favoriten schließlich mit 307,2 zu 292,7 Zählern einen Wertungspunkt abknöpfen. Mit 148 Kilo und 60 Relativpunkten war Tino Friedrich der beste Mann in der Schwedt-Stralsund-Kombination.

Und auch zu Beginn des Stoßens hatte der OST-Sechser noch bis zum 490,4:489,4 die Nase vorn. Philip Mummhardt war es dann, der das TSC-Team wieder in Führung brachte. Als Thomas Rosol und Tino Friedrich an die Hanteln traten, führte wieder der Gastgeber — angetrieben durch die Fans, die zwar nicht gerade zahlreich erschienen waren, dafür aber ordentlich Stimmung machten und ihre Mannschaft nach vorn trieben. Die Überraschung lag in der Luft. Das wussten auch die Berliner und legten noch ein paar Kilo drauf.

Im Publikum hätte man eine Stecknadel fallen hören können, so still war es in der Konzentrationsphase der Hantelrecken. Im Gang zur Stemmbodenhalle wurden derweil die Athleten massiert, manch einer brauchte noch mal eine Ammoniak-Riechprobe, andere schnallten schon den Hebergürtel um. Und die Trainer pushten mit „Hol sie dir!“ oder „Druck machen und die Arme mitschieben!“...

Die WM-Teilnehmer Robert Joachim und Michael Müller legten für Berlin vor. Ihre dritten Versuche glückten ebenso wie der ihrer Teamkollegen. War‘s das? Konnte die Kampfgemeinschaft noch etwas dagegen setzen? Christian Zühlke scheiterte zweimal an 130 Kilo, für Tino Friedrich waren die 180 zu schwer, in der ersten Gruppe hatte Lisa-Marie Schweizer ihre dritte Hebung ungültig erklärt bekommen. Es reichte nicht, und so musste der Gastegeber nach 774,4 erkämpften Punkten schließlich den Favoriten ziehen lassen — mit einem Vorsprung von gerade mal 15 Zählern.

„Wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein, haben uns gegenüber Chemnitz erneut gesteigert und mit 770 Punkten eine neue Saisonbestleistung hingelegt. Man sieht, wir sind auf dem richtigen Weg“, schätzt Oder-Sund-Teammanager Ronald Lade nach gut zwei Stunden Wettkampf ein. Und auch der Cheftrainer Roland Taubert hat nicht viel zu meckern. „Elf Ungültige — das rächt sich natürlich gegen so einen leistungsstarken Gegner. Aber ich freue mich, dass Tino Friedrich nach seiner Verletzungspause einen so tollen Wettkampf hingelegt hat. Und auch Thomas Rosol hat sich gesteigert.“

Lob von allen Seiten gibt auch auch für die einzige Heberlady des Tages. Lisa-Marie Schweizer hadert allerdings ein weinig mit sich. „Wenn man nicht sechs gültige Versuche bringt, ärgert man sich immer“, sagt die 18-Jährige, die gerade in Angermünde ihr Abitur macht und dann Jura studieren möchte. An den Hanteln trainiert sie seit vier Jahren und beschreibt ihr sportliches Ziel so: „Wenn ich es schaffe, zur Europameisterschaft zu kommen, das wäre toll.“ Bei den Zuschauern hat die hübsche Blondine längst einen Stein im Brett.

„Das war heute hier endlich mal wieder Gewichtheben. So wie wir es von vor zehn Jahren kennen, als Stralsund um die Deutsche Meisterschaft kämpfte“, sagt Erwin Dittmer. Der Stralsunder Senior muss es wissen, trainierte er doch Jahrzehnte den Nachwuchs beim TSV 1860 und hilft auch heute noch manchmal aus.

Am 14. Dezember wieder Gewichtheben in Stralsund
1. Bundesliga ist wieder am 7. Dezember angesagt. Dann hebt das Oder-Sund-Team im dritten Wettkampf beim AC Suhl und rechnet sich da schon einen Punktedreier aus. Weiter geht es am 21. Dezember in Schwedt gegen den SSV Samswegen. Danach sind Eibau und Görlitz die nächsten Stationen.

7 Mannschaften heben in dieser Staffel der Ersten Liga: AC Chemnitz, TSC Berlin, SSV Samswegen, SG Eibau, KG Görlitz/Zittau, AC Suhl und die Kampfgemeinschaft Stralsund/Schwedt als Oder-Sund-Team.

Die 2. Bundesliga feiert am 14. Dezember gegen Empor Berlin in der Stralsunder Jahn-Halle ihr Heimdebüt. Anfang 2014 stehen dann Meißen, Potsdam und Berlin auf dem Programm.

Nachwuchs ist beim Gewichtheben im TSV jederzeit gern gesehen. Wer neugierig geworden ist, kann gern Montag, Mittwoch und Freitag ab 15 Uhr im Jahni vorbeischauen.

Ergebnisse Oder-Sund-Team: Lisa-Marie Schweizer: Reißen 70 kg/Stoßen 81 kg/108 Punkte; Thomas Rosol: 115 kg/145 kg/133 P.; Christian Zühlke: 112/125/107; Tino Friedrich: 148/175/148; Christian Rech: 136/165/112,4; Arkadiusz Michalski: 160/210/166. Berlin: Weber: 91/120/111; Marx: 95/-/34,5; Joachim: 134/166/170;

Bourat120/179/150; Müller: 141/179/150; Mummhardt -/173/76,5; Rico Gerlach: 155/188/141.

Ines Sommer

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