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Sport Stralsund Der lange Weg zum Meisterkämpfer
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00:00 22.12.2017
Stralsund

Die Kunst des Karate zu erlernen ist eine Lebensaufgabe. „Wie heißt es so schön, der Weg ist das Ziel“, sagt Michael Schmidt, Vorsitzender des Karate Dojo Stralsund. Das gilt wohl auch für die Entwicklung dieser Sportart in der Hansestadt. Denn vor 30 Jahren widmeten sich die ersten Sportler in Stralsund dem Karate.

„Dabei durften sie offiziell gar kein Karate machen“, weiß Schmidt. Denn in der DDR war die Kampfkunst unerwünscht. „Deshalb schlossen sie sich einer ’Allgemeinen Sportgruppe’ an“, berichtet er. Kurz vor der politischen Wende wurde Karate als offizielle Sportart vom Deutschen Turn- und Sportbund der DDR anerkannt. Der Weg für die Kämpfer war also frei und sie schlossen sich zu einer Sportabteilung der TSV 1860 Stralsund zusammen. Der trat auch Michael Schmidt 1990 bei.

Nach einigen Jahren beim TSV beschlossen die Sportler 2006 eigenständig zu werden und gründeten das Karate Dojo Stralsund. Heute zählt der Verein 65 Mitglieder, darunter 25 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre. Jedes Mitglied gehe dabei seinen eigenen Weg. „Jeder trainiert und lernt in seinem Tempo und das ist gut so“, sagt Schmidt. Einige Sportler nehmen regelmäßig an Wettkämpfen teil. Aber der Großteil widme sich sozusagen dem Breitensport. Es spiele auch kaum eine Rolle, wie alt die Sportler seien. „Mit dem Karate kann man als Kind, aber auch als Erwachsener anfangen“, so Schmidt, der im Alter von 36 Jahren mit diesem Sport begann.

Karate gehört zu den Disziplinen, die von der WHO als Gesundheitssport angesehen werden. „Man schult Körper und Geist“, weiß Trainer Michael Schmidt. Im Dojo – also dem Trainingsraum – müssten sich die Athleten voll und ganz auf sich und ihre Kampfkunst konzentrieren. „Das ist wichtig, schließlich will man beim Training niemanden verletzen.“ Denn Karate lehrt die Sportler auch, wie sie sich mit wenigen gezielten Techniken selbst verteidigen können. „Daher muss man im Training respektvoll miteinander umgehen“, erklärt der Trainer.

Das haben auch die Schüler wie die 17-jährige Celine Range verinnerlicht. Ihr gebe der Sport sehr viel. „Es ist ein toller Ausgleich zur Schule“, sagt sie. Und im Verein habe sie sich von Anfang an wohl gefühlt.

So geht es auch Eva Trost. „Mein Papa hat früher Karate gemacht und mir davon erzählt. Ich fand es gleich spannend und wollte die Sportart auch ausprobieren“, sagt die 14-Jährige. Seit drei Jahren kommt sie nun regelmäßig zum Training. „Viele denken, man würde sich hier einfach verprügeln. Aber so ist es natürlich nicht. Mir gibt der Sport Selbstvertrauen und das hilft mir auch im Alltag“, sagt die Schülerin. Wenn sie 16 Jahre alt ist, will Eva Trost einen Trainerschein machen und ihr Wissen an die jüngsten Sportler weitergeben.

Dass der Verein so lange besteht und mithilfe der Nachwuchstrainer sowie der erfahrenen Danträger eine Zukunft hat, freut den Vorsitzenden. „Karate ist schließlich eine Sportart, in der man sich immer weiterentwickeln kann“, sagt Michael Schmidt.

Infos zu Verein und Trainingszeiten: www.karate-stralsund.de

Manuela Wilk

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