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Derby-Sieg für Stralsunder Handballer

Ahlbeck/Stralsund Derby-Sieg für Stralsunder Handballer

Das Duell Letzter gegen Vorletzter in der 3. Handballliga konnte der Stralsunder HV am Wochenende deutlich für sich entscheiden.

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Benjamin Hinz (re.) vom SHV im Vorwärtsgang. Drei Treffer steuerte der 26-Jährige zum Sieg seiner Mannschaft bei. Fotos (3): Andreas Dumke

Ahlbeck/Stralsund. Das Duell Letzter gegen Vorletzter in der 3. Handballliga konnte der Stralsunder HV am Wochenende deutlich für sich entscheiden. 750 Zuschauer bildeten eine tolle Kulisse, die es schon eine Weile nicht mehr in der Ahl- becker Pommernhalle gegeben hat. Darunter waren natürlich auch viele Stralsunder Fans, die für ordentlich Stimmung sorgten.

OZ-Bild

Das Duell Letzter gegen Vorletzter in der 3. Handballliga konnte der Stralsunder HV am Wochenende deutlich für sich entscheiden.

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Die Gäste übernahmen von Beginn an die Initiative und zogen schnell mit 3:0 davon. HSV-Trainer Piotr Frelek überraschte diesmal mit einer ungewöhnlichen Maßnahme. Gordon Wicht lief von Beginn an als Linksaußen auf, Wojciech Zydron agierte dagegen zentraler. Obwohl der HSV durch Tore von Radoslaw Wolski, der seine Sperre abgesessen hat, und Patrik Pristas wieder auf 2:3 herankam, verpuffte der Überraschungseffekt jedoch schnell.

Der SHV zeigte den deutlich stärkeren Willen und agierte auf dem Feld viel aktiver. So zwang das 3:8 durch Martin Brandt HSV Trainer Frelek zur frühen Auszeit nach 15 Spielminuten. „Ich war sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Wir waren heute in der Lage, das Niveau des Spiels von Anfang bis Ende zu bestimmen. Auch in der Abwehr wollten wir uns steigern. Das ist uns heute gelungen. Im Angriffsspiel haben wir uns die Usedomer Schwachstellen rausgesucht und diese auch gut bearbeitet. Die Stimmung in der Halle hat mir sehr gut gefallen. Es war einem Derby angemessen, aber vor allem sehr fair“, zeigte sich Stralsunds Trainer Danny Anclais auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zufrieden.

Zum Ende der ersten Hälfte ging noch einmal ein kleiner Ruck durch das Inselteam. Nach drei Zydron-Toren in Folge schien das Team sich noch einmal aufrappeln zu können, doch die Stralsunder hatten immer die richtige Antwort parat. Mit dem 9:13 stellte Jakub Olejniczak den Halbzeitstand her. Mit einem direkten Freiwurf hätte Christoph Dübener für den HSV aber noch verkürzen können. Nach Ansicht der Schiedsrichter warf er einem Gegenspieler den Ball allerdings absichtlich an den Kopf, so dass er dafür die rote Karte sah.

Nach dem Wechsel konnten die Stralsunder das Ergebnis ohne große Probleme verwalten und auch viel durchwechseln. Das versuchten auch die Gatsgeber, allerdings ohne Wirkung. Usedom hatte zu keinem Zeitpunkt die Chance aufzuschließen. Eine frustrierende Situation für die Zuschauer, aber auch für die Usedomer Bank.

Dementsprechend niedergeschlagen fiel auch die Pressekonferenz nach dem Spiel aus. „Mir fehlen hier jetzt die Argumente. Das ist eine schwierige Situation. Wir haben viel zu viele einfache Fehler gemacht. Ich kann mich für diese schwache Leistung nur entschuldigen“, fiel es HSV-Trainer Piotr Frelek nach dem Spiel sichtlich schwer, die richtigen Worte zu finden. Auch „Rotsünder“ Christoph Dübener schlug in eine ähnliche Kerbe: „Persönlich war es für mich schwierig. Ich konnte in den letzten 14 Tagen berufsbedingt nur einmal mit der Mannschaft trainieren. Ich habe heute einige falsche Entscheidungen getroffen. Das ist zu wenig für die dritte Liga. Aber ein riesiges Kompliment an die treuen Zuschauer, die uns trotz des letzten Tabellenplatzes so zahlreich unterstützen“.

Aufstellung des Stralsunder HV:

Ligarzewski, Groth (beide im Tor), Mallios 8 Tore/ davon 3 Siebenmeter, Bechly, Brandt 5, Dau 1, Werner, Olejniczak 5, Hoffmann, Kladek-Markau 1/1, Hinz 3, Vanek 1

Von Andreas Dunke

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