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Stralsunder Segelcrew verliert bei Regatta Yacht / Nächstes Jahr wollen sie wieder angreifen

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Da war noch alles in Ordnung: Die Stralsunder Segler an Bord der „Laika“ bei der WM in Helsinki.

Quelle: Foto: Pierrick Contin

Stralsund. Aus der Traum! In nur wenigen Sekunden war für die Segelcrew der „Laika“ die Weltmeisterschaft in Helsinki vorbei. Bei einer Kollision mit einem anderen Regattateilnehmer erlitt das Boot der Stralsunder Jungs so großen Schaden, dass es nicht mehr gesegelt werden kann.

OZ-Bild

Stralsunder Segelcrew verliert bei Regatta Yacht / Nächstes Jahr wollen sie wieder angreifen

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Das hatten sich die ehrgeizigen „Laikas“ anders gedacht. Angreifen wollten sie bei der Weltmeisterschaft des Bootstyps Melges 24 in Helsinki. Schließlich hatten sie nur ein paar Wochen zuvor den Deutschen Meistertitel bei der Kieler Woche eingefahren. Und dann das!

„Das war schon eine große Enttäuschung“, sagt Lennart Burke. Der 18-jährige Fachgymnasiast ist Steuermann auf der „Laika“. Doch nicht nur das Aus bei der WM hat die Jungs mitgenommen, sondern vielmehr der Verlust des Bootes. „Da hoffen wir jetzt auf Unterstützung“, sagt Maximilian Steffan (20), der ebenfalls zur „Laika“-Crew gehört. Komplettiert wird die Mannschaft durch Valentin Ahlhaus (18), Josef Will (18), Daniel Schmidt (20) und Johan Müller (18).

Doch die Segler hoffen darauf, in der kommenden Saison mit einem neuen Boot wieder in das internationale Regattageschehen eingreifen zu können. „2017 war bis zur WM in Helsinki unsere beste Saison bisher“, sagt Lennart. „Das hat uns enorm gepusht und nach unserem Meistertitel sind wir ehrgeizig.“ Denn schließlich habe man gesehen, dass noch viel Potenzial in der jungen Mannschaft stecke. „Wir segeln in dieser Formation seit drei Jahren gemeinsam auf der Melges und wachsen als Team immer mehr zusammen“, sagt Maximilian. „Wir kennen mittlerweile unsere Stärken und unsere Macken.“ Genau das ist es, was die Jungs motiviert, nicht hinzuschmeißen. „Wir haben das alles zusammen als Crew erreicht und viel Zeit und Mühen investiert“, erklärt Lennart. Sie seien noch jung und hätten sich trotz allem bereits einen Namen in der internationalen Szene gemacht. „Wir werden trotz unseres Alters als Konkurrenz ernst genommen“, sagt Maximilian.

Für die sechs ist das Segeln nicht nur ein Strohfeuer, sondern eine Leidenschaft. Eine verbindende Leidenschaft, denn in ein paar Dingen ist sich das Sextett einig: Das Faszinierende am Segeln ist das gemeinsame Erlebnis als Team, das Gefühl der Freiheit und die Begegnung mit der Natur. Maximilian drückt es so aus: „Sich gemeinsam als Crew ein Ziel zu setzen und Schritt für Schritt daran zu arbeiten und zu wachsen und dann noch so viel Spaß dabei zu haben, sind Momente, die ich nirgendwo sonst erleben kann.“

Lennart fügt hinzu: „Segeln ist mehr, als nur das Ruder zu halten. Die große Aufgabe ist es, aus den vielen wechselnden Aufgaben, die die Natur stellt, das Bestmögliche zu machen und dabei demütig zu bleiben. Die Natur lässt sich nicht beherrschen.“ Auch Josef Will sieht das ähnlich: „Segeln verbinde ich mit Freiheit und dem Gefühl, der Natur ausgeliefert zu sein. Außerdem ist es ein Teamsport, bei dem es wichtig ist, zusammen als Einheit zu funktionieren“, sagt der 18-Jährige.

Mehr Infos laika.segelkombinat@ottlook.com oder facebook.com/laika.segelkombinat

Schnell unterwegs

Die Melges 24 ist ein sehr sportlich zu segelndes Boot von 7,50 Meter Länge.

Die Bootsklasse ist noch relativ jung, wurde im Jahr 1992 von Buddy Melges in Zusammenarbeit mit dem Designbüro Reichel/Pugh entwickelt.

In Stralsund gibt es neben der „Laika“ weitere Melges 24-Segler. Die Crew der „Sputnik“ um Steuermann Conrad Brinkmann kann auf einige internationale Erfolge zurückblicken und nimmt auch künftig an internationalen Regatten teil.

Miriam Weber

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