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Drei Deutsche Meistertitel für Handicapschwimmer

Stralsund Drei Deutsche Meistertitel für Handicapschwimmer

Vier Starter des PSV Stralsund bei internationalem Wettkampf / Ute Kühmstedt und Wolfgang Unger schaffen Sprung aufs oberste Treppchen

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Ute Kühmstedt, Wolfgang Unger, Maike Mau und Eike Schlesiger kämpften um Medaillen.

Quelle: privat

Stralsund. Jubel beim PSV: Drei Goldmedaillen, viermal Silber und neunmal Bronze ist die Ausbeute der vier Stralsunder Starter, die sich mit ihrer langjährigen Trainerin Kristina Schotte für den PSV Stralsund an der 30. Internationalen Deutschen Meisterschaft der Schwimmer mit Behinderungen beteiligten.

Es gewinnt nicht immer der Schnellste, sondern es hängt von der Art der Behinderung ab.“Kristina Schotte, Trainerin

Hautnah waren die Schwimmer dabei, als sich die Weltelite nur drei Monate vor den Paralympics in Rio de Janeiro im September 2016 in Berlin positionierte. Diese Meisterschaft war die letzte Chance für die deutschen Spitzenathleten, sich für Rio zu qualifizieren. Das Weltklasseniveau dieser Titelkämpfe wurde durch zahlreiche Weltrekorde und Deutsche Rekorde unterstrichen. Aus insgesamt 37 Nationen reisten die Teilnehmer an - darunter Starter aus den USA, China, Brasilien, Japan, Russland, der Ukraine, Israel, dem Iran. Insgesamt nahmen 468 Sportler an den vier Wettkampftagen teil. Die Meister wurden in 34 Einzel- und sechs Staffelwettkämpfen ermittelt.

Zu den spannenden Rennen trugen auch Ute Kühmstedt (Startklasse S10) mit zwei Deutschen Meistertiteln sowie vier Bronzemedaillen und Wolfgang Unger (Startklasse AB) mit insgesamt einer Gold-, vier Silber- und fünf Bronzemedaillen bei. Eike Schlesiger konnte seine Leistungen bestätigen.

Auch Maike Mau kämpfte bis zum Anschlag um gute Zeiten. Sie schwamm über 200 Meter Rücken einen Deutschen Rekord in ihrer Schadensklasse. Leider reichte es trotzdem nicht ganz für die ersehnte Medaille. Bis zur Erschöpfung unterstützte sie die MV-Staffeln, die mit Platz vier und fünf leider knapp die Medaillenränge verfehlten. Sie mussten unter anderem gegen die Nationalmannschaften aus Japan und Australien antreten.

Die Sportler mit Behinderungen beeindruckten das Publikum im Berliner Schwimmzentrum erneut mit weiteren, unglaublichen Rekorden. Im 200 Meter Schmetterlings-Finale der Männer gab es gleich drei Weltrekorde in einem Rennen. Der Japaner Keiichi Mura (Startklasse S11) schlug nach 2:25,10 Minuten an. Marc Evers (Startklasse S14) aus den Niederlanden verbesserte seinen alten Weltrekord auf 2:15,75 Minuten und der Grieche Dimisthenis Michalentzakis (Startklasse S9) kam mit 2:10,25 Minuten ins Ziel.

„Das ist nur beim Handicapschwimmen möglich, weil die Schwimmer nach ihren körperlichen und mentalen Einschränkungen in 14 Startklassen eingeteilt sind“, erklärte Ute nach dem Anschlag. Sie startet aufgrund einer Beinamputation in der Startklasse S10 und muss daher immer schnellere Zeiten schwimmen als z.B. Maike, die wegen einer Querschnittslähmung in der Startklasse S4 startet, um die gleiche Punktzahl zu erreichen. „Es gewinnt nicht immer die schnellste Schwimmerin, was oft für Verwirrungen sorgt. Aber nur so können die Leistungen von allen Sportlern vergleichbar gemacht werden“, ergänzt die Trainerin Kristina Schotte. Insgesamt war es ein freundschaftlicher Wettstreit um Rekorde und persönliche Bestzeiten, wovon die Stralsunder zwei erzielten. Leider waren in diesem Jahr keine Nachwuchstalente aus der Hansestadt mit am Start. Dafür war auf die Masters umso mehr Verlass.

Die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) bot wieder hervorragende Wettkampfbedingungen mit perfekt aufbereitetem Wasser und Wellenbrecherleinen, von denen die Schwimmer im Stralsunder Hansedom nur träumen können. Nach der Sommerpause bereitet man sich auf die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Behinderten vor.

Ute Kühmstedt

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