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Ein toller Fußballer, Trainer und Vereins-Chef geht von Bord

Franzburg Ein toller Fußballer, Trainer und Vereins-Chef geht von Bord

Karl-Otto Westphal leitete über 26 Jahre den Sportverein – beim Fußball-Kreispokalfinale in Velgast wurde der 77-Jährige nach 60 Jahren im SV in den Ruhestand verabschiedet

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Franzburg. So richtig wohl gefühlt hat er sich nicht in seiner Haut, als am Sonnabend auf dem Velgaster Fußballplatz alle Augen auf ihn gerichtet waren: Karl-Otto Westphal macht nicht viel Wind um seine Arbeit. Für den sorgen dann gern andere. So wurde der Franzburger in der Pause zweier Kreispokal-Finals für sein Engagement im sportlichen Ehrenamt ausgezeichnet und mit viel Beifall in den Ruhestand verabschiedet. „Das war eine ganz tolle Atmosphäre, damit habe ich nicht gerechnet“, so der Überraschte.

OZ-Bild

Karl-Otto Westphal leitete über 26 Jahre den Sportverein – beim Fußball-Kreispokalfinale in Velgast wurde der 77-Jährige nach 60 Jahren im SV in den Ruhestand verabschiedet

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Karl-Otto Westphal ist eine Institution in Franzburg. Über 26 Jahre war er Vorsitzender des Sportvereins. Erst im letzten Monat hat er den Chefsessel des Franzburger SV verlassen – gemeinsam mit Finanzerin Brigitte Völz. Damit ging ein starkes Duo von Bord. Steffen Beier leitet nun die Geschicke des Vereins, unterstützt von seinem Vize Andreas Möller. Der Abschied fällt Karl-Otto-Westphal immer noch schwer. Kein Wunder, ist er doch seit 1956 Mitglied im Verein.

Bis 1972 hat er selbst Fußball gespielt – und das bis zur Bezirksliga. Und bis zuletzt ist er dieser Ballsportart treu geblieben, als Abteilungsleiter und Trainer. Dabei lag ihm immer der Nachwuchs am Herzen. „Ohne Nachwuchs stirbt ein Verein“, sagt der gelernte Fleischer, der damit als Spieler auch seinen Spitznamen weghatte: Auf dem Rasen hieß er nur Schlachter...

„Der Sportverein ist mein Leben. Das kann man nicht einfach so abschalten. Aber ich helfe noch. So kümmere ich mich weiterhin um die Sponsoren. Und der Sportplatz liegt mir am Herzen. Wir haben so eine tolle Anlage, die will gepflegt sein. Das mache ich zusammen mit dem Strukturförderverein Stremlow“, zählt der Senior auf, wofür er sich immer noch verantwortlich fühlt. Und er hat seiner Frau Gertrud mehr Zeit versprochen, denn die kam in den letzten Jahrzehnten immer zu kurz.

Traurig ist der ehemalige Kicker, dass die Herrenmannschaft aus dem Spielbetrieb abgemeldet wurde. „Das war das Herz unseres Vereins. Aber die neue Leitung arbeitet dran“, tröstet er sich und erklärt, dass man auch beim Nachwuchs neue Wege gehe. „Bei den D-, E- und F-Kickern arbeiten wir eng mit Richtenberg zusammen. Die B-Jugend hat eine Kooperation mit Abtshagen. Anders geht es heute nicht mehr, überall fehlen Leute...“

Karl-Otto Westphal hat viel bewegt für den Fußball. „Er war uns als Verband immer treuer Partner. Deshalb hat er auch schon alle Auszeichnungen bekommen, die es gibt“, sagt Reiner Grambow. Der Chef des Fußballverbandes Nordvorpommern-Rügen wollte den Franzburger aber auch noch einmal öffentlich in den Ruhestand verabschieden. „Und da ist unser Pokalfinale doch ein würdiger Rahmen“, sagt der Stralsunder, der für Karl-Otto Westphal auch ein sehr herzliches und persönliches Dankesschreiben dabeihatte.

Verein ist 68 Jahre alt

Der Franzburger SV wurde 1948 gegründet, hatte zu DDR-Zeiten bis zu 700 Mitglieder. Da gab es noch eine sehr starke Handball-Fraktion von den Mädchen der Pädagogik-Fachschule.

100 Mitglieder hat der Verein heute. Sie sind in den Abteilungen Fußball, Tischtennis und Frauensport sehr aktiv. Neue Mitglieder sind natürlich jederzeit willkommen.

Besonders stolz sind die Franzburger auf ihr Stadion, das direkt in den Hellbergen liegt. Die Anlage ist in einem Top-Zustand, wird aber leider viel zu wenig genutzt. Feuerwehren, Schulen und Kitas haben sich rar gemacht.

Ines Sommer

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