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Sport Stralsund Fantasievolle Akrobatik für die Weihnachtsgala
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00:00 06.12.2017

Klassische Musik erfüllt die Turnhalle in der Hermann-Burmeister-Schule. Zu den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi bewegen sich die Sportler des Kinder- und Jugendcircus Ostsee’O’lini – einer Abteilung des TSV 1860 Stralsund – leichtfüßig durch die Halle. Sie kommen in der Mitte zusammen und bilden eine Pyramide. Körperspannung und Vertrauen sind hier gefragt – und Übung.

Seit einigen Monaten proben die 32 Mitglieder bereits an ihrer traditionellen Weihnachtsaufführung. Zusammen mit Trainerin Manuela Reim haben die Kinder und Jugendlichen das Konzept erarbeitet und die artistischen Übungen einstudiert. Am 16. Dezember ist es dann so weit – die erste Vorstellung von „Quattuora Temporae“ wird gezeigt. Die „Vier Jahreszeiten“ bilden dabei den roten Faden. „Am Ende soll es zwölf geniale, artistische Bilder geben – zu Musik, die jeder kennt“, fasst es Manuela Reim zusammen.

Seit 25 Jahren leitet sie den Kinder- und Jugendcircus, der eine Abteilung der TSV 1860 Stralsund ist. Neben Geschick und Lust am Training müssen die Mitglieder auch eine gewisse Sportlichkeit mitbringen. Denn wer Einrad-Fahren, Jonglieren oder spektakuläre Luftakrobatik am Vertikaltuch zeigen will, muss lange und hart an sich arbeiten.

Das weiß auch Sophie Arndt. Die 17-Jährige ist seit neun Jahren beim Zirkus. „Es ist toll, neue Choreografien zu lernen, aber auch anstrengend“, sagt sie. Gerade die Tricks mit dem Einrad – wie beispielsweise damit durch zwei sich bewegende Springseile zu hüpfen – erfordern Konzentration. „Um überhaupt gut Einrad fahren zu können, muss man schon ein bis eineinhalb Jahre lang üben.

Erst danach hat man die nötige Sicherheit“, sagt die Sportlerin. Trotzdem gehört diese Disziplin zu Sophies Favoriten. „Auch die Jonglage finde ich toll“, ergänzt die Schülerin. In der Halle proben die Sportler mit bunten Keulen. Bei der Weihnachtsgala ist dann auch Feuer mit im Spiel.

Annalena Arndt und ihre Freundin Rebecca Eichner schätzen die Atmosphäre im Verein. „Wir können uns an den Choreografien beteiligen und eigene Ideen einbringen“, sagt die 14-jährige Annalena. Jetzt wird aber nicht mehr viel an der Aufführung geändert. Bis zur ersten Vorstellung muss jeder Handgriff sitzen, jeder seinen Einsatz kennen. Dreimal pro Woche proben die jungen Akteure ihren

Auftritt. „Viele von ihnen sind in diesem Jahr zum ersten Mal dabei“, sagt Trainerin Manuela Reim. Sie ist froh über den Zulauf in der Gruppe. Dass einige der Sportler aber nur wenig Erfahrung mitbringen, mache den Aufbau einer Choreografie nicht einfacher. „Man denkt vorher, dass die Zeit nicht reicht, um alles zu lernen“, sagt auch Rebecca Eichner. Aber am Ende sei die Show bislang immer gelungen und habe den Sportlern viel Freude bereitet, meint die Zwölfjährige.

Richtig fantastisch wird die akrobatische Aufführung aber erst durch die farbenfrohen Kostüme der Artisten und die besonderen Licht- und Bühneneffekte in der Jahnsportstätte.

Manuela Wilk

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