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Feld der Sundschwimmer wird deutlich größer

Feld der Sundschwimmer wird deutlich größer

Wegen einer technischen Panne dürfen dieses Jahr 1250 Sportler starten – 150 mehr als geplant / Die DLRG sucht noch Bootsführer für das Großereignis am 1. Juli

Stralsund. In elf Tagen startet das größte deutsche Freiwasserschwimmen: Zum 53. Mal wollen Freizeitsportler den Strelasund überqueren. In Altefähr stürzen sich am 1.

 

OZ-Bild

Die meisten Schwimmer kommen nach 40 bis 60 Minuten in Stralsund aus dem Wasser.

Quelle: Foto: Alexander Müller

Juli um 13 Uhr mehr als 1200 Frauen und Männer in die Fluten, um die 2315 Meter lange Strecke zwischen der Insel Rügen und dem Festland zu meistern.

Die Beliebtheit dieser Veranstaltung ist ungebrochen groß. In diesem Jahr wird die magische Grenze von 1000 Teilnehmern sogar deutlich überschritten. „Wir hatten eine neue Möglichkeit für die Anmeldung, haben aber vergessen, den alten Pfad abzumelden. Deshalb dürfen alle 1206 gemeldeten Sportler starten“, sagte der Stralsunder DLRG-Chef Ulf Schwarzer gestern bei der Pressekonferenz und hatte noch eine gute Nachricht: „Wir runden am 1. Juli noch auf 1250 auf. Das heißt, wer sich morgens ab 6 Uhr anstellt, hat um 7 Uhr vielleicht noch die Chance auf einen Platz.“ Das gelinge aber nur, weil man die Sicherheitsmaßnahmen verschärft habe.

Denn erfahrungsgemäß wird es am Strand von Altefähr recht eng, jeder möchte die beste Ausgangsposition, um seine Sundquerung möglichst schnell zu meistern. So wird es der Ehrenstarter auch in diesem Jahr sehr schwer haben, die Meute zu halten. Der Trainer der sundischen Bundesliga-Volleyballerinnen, André Thiel, will nämlich auf einem Boot im Wasser den Startschuss abfeuern – und macht sich dann mit dem Pulk von meist kraulenden Schwimmern auf den Weg von der Insel zum Stralsunder Seebad.

Die Ersten werden die Meer-Enge in knapp 25 Minuten hinter sich bringen. Das Gros der Sportler klettert nach 40 bis 60 Minuten die Treppe im Strandbad rauf. 330 von ihnen kommen aus unserem Land.

Mit dabei sind 143 Stralsunder und 40 weitere Freizeitschwimmer aus Vorpommern-Rügen. Auch Sachsen ist mit 302 Startwilligen gut vertreten. Exotin ist eine 16-jährige Gastschülerin aus Kolumbien.

Eingebettet in das Spektakel der Großen ist wieder das Kinder-Sundschwimmen, das zum 17. Mal stattfindet und auch 2017 von Hansedom und Maskottchen Hansi präsentiert wird. Rot leuchtende Badekappen zeugen davon. Die Teilnehmer, die übrigens mindestens zehn Jahre alt sein müssen, absolvieren hierbei parallel zum Ufer eine 800 Meter lange Strecke vom Strandbad zum Seebad. Die Schnellsten schaffen das in knapp acht Minuten.

Gestartet wird in zwei Gruppen, die Altersklasse der Jahrgänge 2006/07 und die Jahrgänge 2003 bis 2005. Wer mitschwimmen möchte, kann sich am Freitag von 18 bis 21 Uhr sowie am Wettkampftag zwischen 7.30 und 8.30 Uhr im DLRG-Büro im Seebad anmelden – aber nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. 150 Startplätze stehen zur Verfügung. Vielleicht klappt es ja in diesem Jahr mit dem Knacken der 100 Starter.

Zahlreiche Helfer sorgen bei beiden Veranstaltungen für die Sicherheit – und es dürfen noch mehr werden. „Wir würden uns freuen, wenn noch Bootsführer zu uns stoßen, die die Schwimmer auf dem Wasser begleiten. Treffpunkt ist um 12 Uhr am Anleger in Altefähr“, so Ulf Schwarzer. Auch Stand-Up-Paddler, Kanufahrer oder Surfer sind willkommen.

Übrigens muss kein Schwimmer extra Kurtaxe für Altefähr bezahlen, das regelt der Veranstalter.

Einmal Gold für fünfmal Schwimmen

Das Sundschwimmen bildet den Auftakt einer Reihe von sieben Schwimmwettbewerben, die als so genannter Allrounder-Cup gelten. Wer fünf dieser Wettkämpfe absolviert, ist Allrounder der Stufe Gold, bei vier Teilnahmen gibt es Silber, bei drei Teilnahmen Bronze. Neben dem Sundschwimmen (2,3 Kilometer) am 1. Juli gehen folgende Veranstaltungen in die Wertung ein: das Boddenschwimmen in Greifswald am 16. Juli (2,6 km), das Warnowschwimmen in Rostock am 22. Juli (2,2 km), das Inselschwimmen von Neuendorf/Hiddensee nach Schaprode/Rügen am 29. Juli (4,5 km), das Kummerower Seeschwimmen am 30. Juli (2,6 km), das Müritzschwimmen in Waren am 5. August (1,95 km) und das Vilmschwimmen in Lauterbach/Rügen am 19. August (2,5 km). Ausrichter sind die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und die Krankenkasse DAK. An den Ständen beider Organisationen kann man den Starterpass erhalten, der jeweils vor den Schwimmen vorgelegt werden muss.

Ines Sommer

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