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Franzburger Freibad rüstet sich für neue Saison

Franzburg Franzburger Freibad rüstet sich für neue Saison

Zum Kindertag können die Gäste das 50-Meter-Becken stürmen – das Wasser hat schon 19 Grad. Schwimmbad-Team „Wasserfrösche“ bestens vorbereitet.

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Franzburg. 18,9 Grad hat das Wasser im Franzburger Schwimmbad jetzt schon – Tendenz steigend. Die Wetterprognosen sind gut, und so steht einer erfolgreichen Bade-Saison nichts mehr im Wege. Und die wird im Rudolf-Seifert-Bad traditionell zum Kindertag am 1. Juni mit buntem Treiben eröffnet. Am 2. Juli startet das beliebte Schwimmbadfest mit Bauchredner und Neptuns Taufe. Am 6. August sind kleine Indianer willkommen, die im selbst gebauten Tipi in Franzburg übernachten können.

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Zum Kindertag können die Gäste das 50-Meter-Becken stürmen – das Wasser hat schon 19 Grad. Schwimmbad-Team „Wasserfrösche“ bestens vorbereitet.

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Bis dahin hat die Mannschaft um Chefin Ute Ollenburg noch viel zu tun – so wie in den vergangenen Monaten. Heike Thiers, Carmen Bohnke, Christine Schult und als „Hahn im Korb“ Norbert Hasse haben noch gut die Quälerei im Becken vor Augen. „Wir mussten wie nach jeder Saison die Folie flicken. Das Kleben ist wirklich eine mühselige Arbeit“, sagt Carmen Bohnke. Heike Thiers erinnert sich noch gut an die Arbeiten im Schwallbecken. Kollegin Christine Schult wirft ein: „Und das riesige Schwimmbecken musste sauber gemacht werden.“

Früher habe man mit Schrubber und Gartenschlauch dagestanden. „Jetzt hat uns der Bürgermeister, also die Stadt, einen Kärcher spendiert. Das ist doch ein ganz anderes Arbeiten“, findet Ute Ollenburg und sagt: „Wir haben auch einen neuen Rasenmäher bekommen. Also, wir können uns nicht beklagen, die Stadt hat uns gut unterstützt. Ein bisschen traurig waren wir, dass das angesparte Geld für eine neue Folie nun für andere Sachen ausgegeben wird. Aber andererseits: Nächstes Jahr sollen ja hier die Umbauarbeiten beginnen. Dann soll alles ganz neu und chick werden...“

Und das ist auch nötig, denn die Folie im einzigen 50-Meter-Freiluft-Becken weit und breit stammt noch aus dem Gründerjahr 1969. Auch vieles andere ist in die Jahre gekommen. Aber 1999 wurden die vier Pumpen erneuert. „Das Wasser aus dem Becken wird über ein Schwallbecken in diese Tanks gepumpt, gereinigt und fließt wieder zurück. Das ist ein ständiger Prozess“, erklärt uns Ute Ollenburg beim Rundgang durch das Pumpenhaus. Hier stehen auch die Chlorbehälter. „Je wärmer das Wasser wird, umso mehr Chlor müssen wir verwenden. Dafür gibt es genaue Vorschriften. Und die werden täglich überprüft“, sagt die 51-Jährige. Sie selbst nimmt die Wasserproben, die eingeschickt werden müssen, um das Wasser auf Keime zu untersuchen. Aber auch im Pumpenraum gibt es eine kleine Labor-Ecke.

„Naja, wir müssen dreimal täglich den Chlorgehalt checken“, sagt Ute Ollenburg, die seit 2012 als Mini-Jobberin den Wasserwart-Posten in Franzburg besetzt.

Während Norbert Hasse viel mit dem Rasenmäher oder als Hausmeister unterwegs ist, sind die Frauen mächtig am Räumen. Sie fiebern einer ganz besonderen Premiere entgegen: Erstmals wollen die Schwimmbad-Mitarbeiter, die sich übrigens den Namen Wasserfrösche gegeben haben, selbst den kleinen Imbiss auf dem Gelände betreiben. „Wir haben in den letzten Tagen alles eingekauft. Klaus Siegmeier von der Richtenberger Feuerwehr hat uns da gute Tipps gegeben. Und jetzt freuen wir uns schon riesig darauf, dass die Kinder am Fenster stehen“, sagt Carmen Bohnke. „Wir haben Pommes, Bratwurst, Naschereien, Eis, kalte Getränke und frisch gemachte Waffeln“, zählt Christine Schult auf, was die Kinder – und das sind nun mal die meisten Schwimmbadbesucher – gern mögen. Aber auch ein Käffchen für die Erwachsenen ist natürlich zu haben, meint Heike Thiers.

Dass Mitarbeiterräume, Kasse, Toiletten und Umkleideräume in bunten Farben erstrahlen, haben die Franzburger zwei Ukrainern zu verdanken. „Victoria und Ruslan haben hier den ganzen Winter gemalert.

Ehrenamtlich. Leider wurden sie abgeschoben. Schade, dass sie nicht bleiben durften. Aber sie wollen uns besuchen kommen“, tröstet Ute Ollenburg sich und die anderen.

Im letzten Jahr kamen 7000 Besucher ins Franzburger Freibad. „Es ist paradox, aber die meisten Leute kommen nicht etwa aus Franzburg, sondern aus den umliegenden Dörfern. Wir haben hier sogar Stralsunder Stammgäste“, so die Schwimmbad-Chefin und erzählt weiter: „Viele Schulklassen aus Abtshagen, Prohn und Franzburg machen hier ihr Schwimmcamp, immer froh, eine 50-Meter-Bahn vorzufinden.

Aber letztes Jahr haben wir uns auch ganz doll über den Besuch der Kita Richtenberg gefreut. Die haben hier bei uns die Baderegeln gelernt.“ Ein kleines Fotoalbum – ein Dank der Kita – zeugt noch heute von den schönen Erlebnissen. „Das könnten ruhig viel mehr nutzen“, ist sich das Schwimmbad-Team einig, zumal im Sommer auch ein Planschbecken für die Kleinen aufgestellt wird.

Zum Schwimmbad

88 000 Euro gibt die Stadt Franzburg jährlich fürs Schwimmbad aus. Abschreibung, Chemikalien, Personal und Strom schlagen da zu Buche.

Die Einnahmen liegen bei 23000 Euro. Dennoch hat sich die Stadt zu ihrem Schwimmbad als freiwillige Ausgabe bekannt.

Endlich gibt es keine Probleme mit dem Rettungsschwimmer. Erik-Heinz Rosenthal aus Tribsees wird in Franzburg Dienst haben. Als Reserve steht Guido Becker aus Richtenberg bereit.

Wassersport mit der Zumba-Mieze ist ab nächste Woche angesagt.

5 Mitarbeiter hat das Schwimmbad, alles Mini-Jobber oder Bufdis, keine Vollzeitkräfte. Ob Feuerwehr Wolfshagen oder Schüler – viele Ehrenamtliche helfen, auch die Rewa.

Das Freibad hat täglich von 14 bis 18 Uhr, in den Ferien ab 11 Uhr, geöffnet. Eintritt: Kinder 1,50, Rentner zwei, Erwachsene 2,50 Euro (☎ 038322/778).

Ines Sommer

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