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Fußballer: Dänholmrasen ist Katastrophe

Stralsund Fußballer: Dänholmrasen ist Katastrophe

Kicker kritisieren, dass der Platz nicht ausreichend gewässert wurde / Sportamt reagierte jetzt mit Bewässerung

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Der Rasen ist verbrannt und so trocken, dass sich die Grasbüschel beim Kicken ablösen.

Quelle: Fotos: Ines Sommer

Stralsund. Der Fußballplatz auf dem Dänholm ist eine Katastrophe – darüber sind sich die Übungsleiter der Stralsunder Vereine, die dort mit ihren Mannschaften trainieren, einig. Das Gras, soweit noch vorhanden, ist verbrannt. Überall sieht man Löcher. Der Boden ist steinhart.

OZ-Bild

Kicker kritisieren, dass der Platz nicht ausreichend gewässert wurde / Sportamt reagierte jetzt mit Bewässerung

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„Es ist unmöglich, auf diesem Platz qualifizierten Nachwuchsfußball zu spielen“, schimpft Frank Hillmann. Der Trainer des Stralsunder Fußballclubs betreut hier jede Woche mehrmals die B- und die C-Jugend. „Beide Teams spielen immerhin in der Landesliga. Nicht genug, dass wir hier unter solchen unwürdigen Bedingungen trainieren müssen. Nein, auch unsere Punktspiele steigen hier. Es ist peinlich, die anderen Mannschaften zu empfangen, ich entschuldige mich immer schon vor dem Spiel“, so Hillmann.

Der 37-Jährige versteht nicht, warum der Platz nicht ausreichend gewässert wird. So wie es die Platzwarte aller anderen Sportstätten mit ihrem Rasen machen. Saftig grün präsentiert sich da zum Beispiel der Rasen im Pauli... „Der Dänholm wird richtig stiefmütterlich behandelt“, so Frank Hillmann.

Dem kann sich Pommern-Präsident René Pittelkow nur anschließen. Der Platz sei im Moment eine Zumutung. „Als er vor sechs Wochen gedüngt und bewässert wurde, war alles okay. Aber bei der Trockenheit reicht das nicht. Jeder Dorfverein hat bessere Bedingungen. Unsere B-Junioren, die auf dem Dänholm trainieren, spielen in der Verbandsliga, präsentieren also weit über Vorpommerns Grenzen hinaus den Stralsunder Nachwuchs-Fußball.“ Auch der Kultur- und Sportausschuss hat von den Sorgen gehört: „Ich habe das angesprochen, aber es passierte nichts“, ärgert sich auch Michael Philippen (Bürger für Stralsund).

Der Platz auf dem Dänholm ist unabhängig von der Bewässerung härter als die anderen Rasenplätze in Stralsund, heißt es aus der Stadtverwaltung. Eigentlich wäre für die Sportstätten auf dem Dänholm die Kreisverwaltung zuständig. Nach einer Absprache mit dem Kreis kann die Stadt aber den dringend benötigten Fußballplatz nutzen. Auch wenn nun gerade die Kinder durch ganz Stralsund fahren müssen, um dorthin zu kommen, sind die Vereine doch dankbar, überhaupt Trainingszeiten zu bekommen. Immer wieder wird in der Bürgerschaft auf fehlende Sportstätten hingewiesen. Entspannung ist aber erst in Sicht, wenn das Stadion Kupfermühle fertig ist...

„Der Rasen auf dem Dänholm ist zu wenig bewässert, die Rasenschicht ist braun. Der Platz ist jedoch bespielbar“, sagt Stralsunds Pressesprecher Peter Koslik. Nach Rücksprache mit der Abteilung Schule, Sport und Zentrales Gebäudemanagement erklärt er weiter: „Jeder Rasenplatz hat andere Voraussetzungen – die Drainage, der Grundwasserspiegel, der Aufbau und die Zusammensetzung sind unterschiedlich. Damit sind Rasenflächen im Einzelnen nicht vergleichbar.“ Außerdem gab es seit Mitte August keinen nennenswerten Niederschlag. „Eine zusätzliche Bewässerung konnte in den letzten beiden Wochen nicht vorgenommen werden. Die Platzwarte waren bei der Vorbereitung und Durchführung von zwei Großveranstaltungen in der Primus-Arena und im Paul-Greifzu-Stadion eingebunden. Zudem ist der Personalbestand durch Urlaub und Krankheit reduziert.“

Seit dieser Woche erfolgt eine verstärke Wässerung des Platzes, die bereits erste Erfolge in kleinem zarten Grün zeigt.

Stadt hat nur fünf Plätze

10 595 Stralsunder treiben Sport in einem der 67 Vereine. Das sind knapp 20 Prozent der Einwohner. Darunter sind 1104 Fußballer, die in 19 Vereinen spielen – von Bertis Alternative bis Zenit. Die größten sind der FCP mit 345 und der SFC mit 218 Mitgliedern.

26 Sportstätten stehen den Stralsundern zur Verfügung. Dazu zählen 18 Sporthallen.

5 Rasenplätze kann die Stadt für Trainingszeiten und Punktspiele vergeben. Hinzu kommt der Kunstrasen-Platz im Paul-Greifzu-Stadion.

Ines Sommer

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