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Gala-Vorstellung von Tom Korth beim Sieg gegen Spandau

Stralsund Gala-Vorstellung von Tom Korth beim Sieg gegen Spandau

SHV-Torhüter beim 38:14-Erfolg der SHV-Handballer in bestechender Form

Stralsund. Die Freude ist riesengroß: Trotz der dünnen Personaldecke beim Stralsunder HV haben die Oberliga-Handballer einen sensationell hohen Sieg eingefahren. An dem 24-Treffer-Vorsprung hatte ein Mann einen besonders großen Anteil: Ohne die Leistung von Tom Korth im Tor wäre der 38:14-Sieg gegen den VfV Spandau nicht möglich gewesen.

Der Torhüter selbst gibt sich bescheiden. „Ein Torwart ist auch immer nur so gut wie seine Abwehr“, sagt der 28-Jährige. Doch Korth hielt nicht nur vielen Angriffen der Gegner stand, er parierte einen der drei Siebenmeter und erzielte selbst in der Schlussphase zwei Treffer für den SHV.

Dabei dachte der 28-Jährige noch vor ein paar Jahren daran, dem Handball den Rücken zu kehren. „Ich wollte kürzertreten, denn der Aufwand, für die erste Mannschaft zu spielen, ist doch sehr hoch“, sagt der Keeper. Aber statt mit dem Sport aufzuhören, trat Tom Korth nun für die zweite Mannschaft an.

Trainer Markus Dau hatte die Leistungen des junge Sportlers immer im Blick – er coachte ja neben der ersten auch die zweite Mannschaft. „Nachdem Tim Escher das Team verlassen hat, war es naheliegend, Tom zu fragen“, sagt Dau. Und der sagte zu. Als Coach schätzt Dau vor allem die Schnelligkeit des Torwartes. „Gerade gegen Spandau wollten wir hohes Tempo spielen – und das macht Tom gut“, lobt der Trainer.

Der Sportler habe sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. „Früher war er ab und zu ein wenig hitzköpig, was ja nicht schlecht sein muss. Mittlerweile ist er etwas besonnener“, beschreibt Markus Dau. Als guter Rückhalt müsse derjenige von sich selbst überzeugt sein und mit genug Selbstbewusstsein im Tor stehen. „Das ist beim Torhüter vielleicht noch etwas wichtiger als bei einem Feldspieler“, sagt Dau.

Das Vertrauen in die eigenen Leistungen konnte Tom Korth seit der B-Jugend aufbauen. „Mit dem Handball habe ich in der Grundschule angefangen. Zuerst war ich auch Feldspieler, aber später stand ich nur noch im Tor“, erinnert er sich. Der Stralsunder weiß, als Keeper lebt man gefährlich. „Man muss Mut haben, um sich ins Tor zu stellen. Denn es kann schnell schmerzhaft werden, wenn man zum Beispiel einen Ball mal ins Gesicht bekommt“, weiß der Handballer.

Trotzdem bereite ihm der Sport viel Freude. „Meine Jugendzeit in der Regionalliga und die Aufstiege mit den Herren gehören zu den schönsten Erlebnissen der Karriere“, sagt Tom Korth. Vielleicht zählt er in Zukunft auch seinen Auftritt gegen den VfV Spandau vor den 700 Zuschauern in der Vogelsanghalle dazu. Durch Ballgewinne der Feldspieler und die Schnelligkeit des SHV-Torhüters gelangen den Sundstädtern viele Konter. „Es war das erwartete Spiel für uns – auch weil der SHV einfach sehr gut ist“, resümierte Spandaus Trainer Jürgen Leyer.

SHV: Langschwager 3, Baresel 1, Tippelt 2, Landwehrs 1, Hoffmann 6, Hinz 12/3, Schwerin 5, Zemlin 3, Trupp 3, Korth 2

Siebenmeter: SHV 4/3; VfV 3/2

Strafminuten: SHV 6; VfV 10

Manuela Wilk

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