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Großartig kämpfende Pommern bleiben unbelohnt

Stralsund Großartig kämpfende Pommern bleiben unbelohnt

Unter den Augen ihres neuen Trainers Jens Dowe hielten Stralsunds Verbandsligisten gegen den Greifswalder FC lange die Führung, verloren am Ende dennoch mit 1:2

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Pommerns Fußballer (hier mit Christian Orend, Michael Lindberg und Dimitrijs Medeckis) haben gegen den Greifswalder FC alle Kräfte aufgeboten, unterlagen am Ende jedoch knapp mit 1:2. Fotos (2): Wenke Büssow-Krämer

Stralsund. Der Siegeswille war spürbar, doch gegen die Gäste des Greifswalder FC musste Fußball-Verbandsligist FC Pommern Stralsund kurz vor Abpfiff doch noch das 1:2 und damit eine Heim-Niederlage einstecken. Dabei schien es, als wollte sich hier jeder Sundstädter vor Jens Dowe — der sich der Crew erst einen Tag zuvor als neuer Trainer vorgestellt hatte — besonders beweisen. Vom mangelnden Zweikampfverhalten der vergangenen Wochen war keine Spur mehr.

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Unter den Augen ihres neuen Trainers Jens Dowe hielten Stralsunds Verbandsligisten gegen den Greifswalder FC lange die Führung, verloren am Ende dennoch mit 1:2

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Von Anfang an starteten die Hausherren laufstark gegen den favorisierten Tabellenersten. Zwar waren es die Gäste, die die meisten Chancen hatten und den größten Druck in Richtung gegnerisches Tor aufbauten, doch wo sich für Greifswald eine Gelegenheit auftat, war auch ein Pommernspieler zur Stelle. Und tatsächlich war es die Heimmannschaft, die das erste Tor des Tages erzielte. Dimitrijs Medeckis verwandelte hierbei einen Freistoß zur 1:0-Führung (28. Minute).

So beflügelt, nahmen die in den vergangenen Wochen arg gebeutelten Stralsunder weitere Chancen wahr. Doch Lindbergs Angriff wurde in der 32. Minute rechtzeitig gestoppt und auch Medeckis erneuter Freistoß (42.) ging übers Ziel hinaus.

Auch in der zweiten Hälfte arbeiteten die Pommern weiter daran, Punkte zu holen. Unterstützt wurde der nach wie vor durch Verletzungen ausgedünnte Kader diesmal durch den Einsatz des ehemaligen Kapitäns Matthias Hinz.

Etliche Ausgleichsversuche der Greifswalder wurden im Keim erstickt oder von Keeper Marcel Nierstenhöfer entschärft. Als drei Punkte für Stralsund greifbar nahe schienen, ging der Ball des Greifswalders Dan Rosario Sendroin zum 1:1 in die Maschen (79.).

Die Dowe-Elf hatte durchaus noch ihre Chancen, doch das 1:2 aus Pommernsicht zerschmetterte in der 88. Minute dann doch die Punkteträume.

Trotz allem eine gelungene Präsentation des neuen Trainers: „Ich bin total zufrieden mit den Jungs. Gegen den Tabellenersten so lange Zeit die Führung zu halten, sagt doch viel aus. Bis auf zwei Situationen, die leider zu Toren führten, haben sie die Aufgaben super gelöst. Schade, dass durch ein Glückstor der verdiente Punkt verloren ging“, meinte Stralsunds Coach Jens Dowe.

Für den FC Pommern spielten: Torhüter Marcel Nierstenhöfer, Patrick Zienkiewicz, Matthias Hinz, Philipp Lorenz, Yu Asanuma (89. Sebastian Petzold), Christian Orend, Michael Lindberg, Steffen Pompe, Almohammad Ramadan (64. Benny Metzentin), Dimitrijs Medeckis, Kevin Kutz

Hansa-Oldie Jens Dowe ist neuer Pommern-Trainer

Zumindest die Last der Trainerfrage ist Pommern-Präsident René Pittelkow jetzt los. Jens Dowe saß am Samstag beim Spiel gegen den Greifswalder FC zum ersten Mal auf der Trainerbank des Verbandsligisten FC Pommern Stralsund.

Der 47-jährige ehemalige Hansa-Profi — der sich selbst als Disziplinfanatiker beschreibt — hat sich nun zur Aufgabe gemacht, den Verein bei dem ehrgeizigen Ziel, bis 2020 die Oberliga zu erreichen, zu unterstützen.

„Die Gespräche mit dem Vorstand haben mich überzeugt. Wir haben die gleiche Philosophie. Bei dem Ziel, das der Verein sich gesteckt hat, kann ich mitgehen“, so der Rostocker.

So stimmten die Vorstellungen beiderseits auf Anhieb überein. „Das ist genau der Mensch, den wir jetzt brauchen“, meint Pittelkow. Das kurzfristige Ziel lautet da natürlich erstmal, den Tabellenplatz nicht weiter absacken zu lassen. „Die Hinrunde hat ja gezeigt, dass es mit dieser Mannschaft geht. Langfristig ist aber das Ziel, die Mannschaft weiter zu entwickeln, der Reiz dieser Aufgabe“, so Dowe.

Da verlangt der neue Trainer vor allem den Spielern den Willen ab, im Training alles zu geben. „Fußball läuft nur über Fitness. Und in der Verbandsliga geht es mit dem Leistungssport los“, stellt der Coach klar.

Zuletzt stand Dowe übrigens am 30. Juli des letzten Jahres auf dem Stralsunder Rasen, als er zur Stadion- umbenennung im Spiel der Pommern-Oldies gegen die Traditionsmannschaft des FC Hansa das Tor für Rostock (2:1) schoss. wbk

Von Wenke Büssow-Krämer

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