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Heimspiel: Zwei Drittel der Brückenbezwinger aus der Region

Heimspiel: Zwei Drittel der Brückenbezwinger aus der Region

Morgen nehmen rund 4000 Läufer den Weg über die Brücke. Die OZ sprach mit Orga- Chef Andreas Boehk (47) vom Sportbund.

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Andreas Boehk (47) ist Leiter des Organisationsteams vom Sportbund der Hansestadt Stralsund. Seit 2010 ist der Rügenbrücken-Marathon jedes Jahr eine besondere Herausforderung für ihn.

Quelle: Wenke Büssow-Krämer

OZ: 3770 Namen standen bis zum Voranmeldeschluss auf den Starterlisten. Sind Sie mit dieser Zahl zufrieden?

OZ-Bild

Morgen nehmen rund 4000 Läufer den Weg über die Brücke. Die OZ sprach mit Orga- Chef Andreas Boehk (47) vom Sportbund.

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Andreas Boehk: Ja sehr. Dies ist wieder eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Es ist beeindruckend, wie die Veranstaltung an Beliebtheit gewinnt und die Leute anzieht. Dabei nehmen auch die Online-Anmeldungen immer mehr zu. 2915 Starter haben sich über das Internet angemeldet. Unternehmen und Vereine lassen uns ihre Sammellisten per Formular zukommen.

OZ: Was glauben Sie, macht denn die Beliebtheit dieses Laufes aus?

Boehk: Es ist eindeutig die Brücke! Einmal im Jahr wird sie für den Verkehr gesperrt. Das ist die Chance, fußläufig über die Brücke zu kommen. Ich kann nur jedem raten, Brücke und Strecke zu genießen und so einen Blick auf die Hansestadt zu werfen.

OZ: Welche Strecke ist in Ihren Augen die reizvollste?

Boehk: Die 12-Kilometer-Strecke ist auf jeden Fall am anspruchsvollsten, da hier im Gegensatz zu den anderen Läufen zweimal die Rügenbrücke und damit die Höhenmeter zu überwinden sind.

OZ: Wie hoch ist der Anteil einheimischer Sportler in dem Starterfeld?

Boehk: Wenn man auf die letzten Jahre zurückschaut, sind es schätzungsweise 60 bis 65 Prozent der Läufer und Walker, die aus der Hansestadt Stralsund und Umgebung stammen.

OZ: Welche angemeldeten Starter nehmen die weiteste Anreise in Kauf?

Boehk: Einen genauen Überblick bekommen wir erst bei der Auswertung nach dem Lauf. Wir haben aber Amerikaner und Australier dabei, die aber sowieso gerade hier sind, zum Beispiel in einem Austauschjahr. Aber auch eine 64-jährige Marathonläuferin aus Italien kommt ganz gezielt zum Lauf hierher.

OZ: Auf welche Veränderungen müssen sich die Sportler einstellen? Was ist anders als 2015?

Boehk: Wir laufen in diesem Jahr aufgrund der Baustellen nicht durch die Innenstadt. Vom Start aus geht es für alle Laufstrecken um das Ozeaneum gleich in Richtung Rügenbrücke. Ansonsten setzt man auf Altbewährtes.

OZ: Unzählige Helfer sind hier jedes Jahr nötig, um eine Veranstaltung dieser Größenordnung überhaupt möglich zu machen. Fällt es schwer, für diese Aufgaben genügend Freiwillige zu finden?

Boehk: Inzwischen sind alle Positionen abgesichert. 310 Helfer sind am Samstag für die Starter des Brückenlaufes im Einsatz, und das ist etwas, was mir am Herzen liegt. Denn ohne sie würde das alles nicht funktionieren. Viele dieser Ehrenamtlichen sind seit vielen Jahren dabei. Wir schreiben alle Helfer des Vorjahres auch für den nächsten Lauf an, viele melden sich aber schon vorher von allein. Wenke Büssow-Krämer

Eine Studentin hatte die zündende Idee

2007 – am 21. Oktober, eroberten Walker und Läufer zur Brückeneröffnung das erste Mal das Bauwerk. Den ersten Rügenbrücken-Marathon gab es erst sieben Monate später – als Sportereignis entwickelt von einer jungen Studentin, die damit 2006 den Ideenwettbewerb der Fachhochschule gewonnen hatte.

Gesine Häfner ist vielen Läufern heute noch unter ihrem Mädchennamen Landt bekannt. „Der Einfall kam uns bei einem gemeinsamen Brainstorming. Heiko Auerbach, unser Professor, läuft selbst Langstrecke, und ihm war aufgefallen, dass auf der schönen Insel Rügen ein sportlicher Höhepunkt wie etwa ein Marathon-Lauf fehlte“, erinnert sich die heute 33-Jährige, die selbst auf der Insel aufwuchs.

Aus der Idee wurde eine Projektgruppe, und die Studentin des Fachs „Leisure and Tourism Management“ spannte sich davor. Die junge Frau gründete eine eigene Sportagentur und fand Verbündete - so im Chef eines Geldinstituts, bei Bankern, dem SV Medizin und der Stralsunder Stadtverwaltung. Gemeinsam gelang es, die Freigabe der Brücke von den Behörden zu erlangen.

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