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Heißer Auftakt im Grimmener Hexenkessel

Grimmen Heißer Auftakt im Grimmener Hexenkessel

Zwei Tage Motorsport-Action/ 300 Teilnehmer am Start des Stock-Car-Rennens / Über 100 Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf

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Ein Überschlag auf der Gegengeraden. Durch hohe Sicherheitsstandards gehen solche Szenen meist glimpflich aus, wie hier auch. Fotos : Rais Mielke

Grimmen. Der Wahnsinn auf vier Rädern nimmt endlich wieder seinen Lauf: 300 Starter zelebrierten bei durchgängig sommerlichem Wetter im Grimmener Hexenkessel einen heißen Auftakt in die Motorsportsaison 2016. „Endlich geht es wieder los. Ich habe mir das Wochenende extra freigehalten. Für mich sind die Rennen im Hexenkessel das Größte“, schwärmte Motorsportfan Sebastian Nikolajczyk bereits am frühen Samstagmorgen.

OZ-Bild

Zwei Tage Motorsport-Action/ 300 Teilnehmer am Start des Stock-Car-Rennens / Über 100 Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf

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An der Start- und Ziellinie schwor derweilen Bürgermeister Benno Rüster (CDU) — zugleich Vorsitzender der 1. Grimmener Stock-Car-Legion — die Fahrer ein. „Es ging mir einfach darum, noch mal deutlich in Erinnerung zu rufen, wie viele Helfer und Sponsoren hier alles geben, damit die Jungs und Mädels ihre Rennen fahren können. Dies verdient Respekt und Dankbarkeit und das wollen wir vorleben“, erklärte er wenig später gegenüber der OZ.

Über 100 Helfer sind es, welche beispielsweise die Bahn als Streckenposten absichern, als Feuerwehrmann und Sanitäter für den Ernstfall bereit stehen, oder die Ergebnisse im Rennleitungsbus erfassen.

„Wir bereiten uns auf die Einsätze bei unseren Freunden von der Stock-Car-Legion sehr intensiv vor. Ich habe ein eingespieltes Team und die Fahrer wissen, dass wir nach einem Überschlag binnen weniger Sekunden da sind“, betonte Oliver Habel, der als Vorsitzender der Grimmener Ortsgruppe der DLRG den Einsatz der Streckenposten im Innenraum koordinierte.

„Wir haben in den vergangenen Jahren immer mehr Wert auf die Sicherheit gelegt und dies zahlt sich aus“, freute sich Benno Rüster. Tatsächlich musste der Rettungsdienst trotz der schnellen, weil trockenen Bahn, nur ganz selten auf die Strecke. Aber, wie in jedem anderen Sport auch, kann es insbesondere bei diesen spektakulären Rennen mit zum Teil mehrfachen Überschlägen bei Spitzengeschwindigkeit auch zu Verletzungen kommen.

So musste bei einem Rennen der Rettungshelikopter „Christoph 47“ auf dem Gelände landen, nachdem ein Fahrer mit seinem Auto aus der Kurve geflogen und mit einem Radlader zusammengestoßen war.

Glücklicherweise ist aber nichts Ernsthaftes passiert. So konnten sich wieder alle auf den Sport konzentrieren, der im Mittelpunkt stand.

An beiden Tagen wurden 200 Rennen im Grimmener Hexenkessel gefahren. Mehrere tausend Besucher strömten auf die Wälle und feierten sich und die Fahrer. „Einfach ein klasse Wochenende. Super Wetter, richtig spannende Rennen und eine schöne After-Race-Party“, fand Besucher und Motorsportfan Dominik Braun aus Loitz.

Am Samstagabend war bei der großen Party mit Ostseewelle DJ Olaf Niemann ausgelassene Stimmung angesagt. Am Sonntag ging es dann auf der staubtrockenen Piste, die regelmäßig gewässert werden musste, erneut heiß her. Bei den Finalläufen schenkten sich die Fahrer nichts.

„Am Sonnabend will man durchkommen und irgendwie den Sprung ins Finale schaffen, denn dies ist für einen Fahrer das Größte. Wenn die vollen Ränge richtig mitfiebern und das Adrenalin hoch geht, weiß

man, dass es ernst wird“, beschrieb Marcel Max vom Buggy-Team-Vorland die Emotionen, mit denen ein Fahrer den Finaltag erlebt.

Von der Trabant-Klasse bis zum Wohnwagenrennen

300 Starter feierten den Auftakt der Grimmener Stock-Car-Saison im Hexenkessel.

Zum Auftakt in die Stock-Car-Saison 2016 gingen Fahrer in den offenen Klassen bis 60 PS, bis 80 PS, über 81 bis 140 PS und über 140 PS an den Start. Zudem gab es Rennen in der Allrad-Klasse und bei den heckangetriebenen Fahrzeugen. Sehr beliebt auch die Trabant-Original-Klasse bis 26 PS, die Trabant-Tuning-Klasse, die Rennen der Buggy und die abschließenden Wohnwagenrennen. Bei den Junioren wird in der Buggy 26 PS Original-Klasse und in der Trabant 26 PS Original-Klasse gefahren. Die Teilnehmer bei den Junioren sind alle zwischen 13 und 17 Jahren.

Von Raik Mielke

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