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Stralsund Ins neue Jahr abtauchen

Der Blick auf das Thermometer ließ die Eisbader der FHSG eher entspannt ihrem diesjährigen Neujahrsbad entgegensehen. 19 Mitglieder zählt der Verein.

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Drei bis vier Grad Wassertemperatur lassen die Stralsunder Walrosse noch völlig entspannt dreinschauen.

Quelle: Fotos: Stefan Sauer (1), Wenke Büssow-Krämer

Stralsund. Eine wirkliche Herausforderung war das gestrige Neujahrsbad für die Stralsunder Walrosse nicht. Lufttemperaturen von acht Grad und eine geschätzte Wassertemperatur von drei bis vier Grad ließen den Schaulustigen zwar einen Schauer über den Rücken huschen, die Eisbader hätten sich jedoch viel lieber ihren Weg in die gefrorenen Fluten freigehauen – so wie es ihr Name erwarten lässt.

OZ-Bild

Der Blick auf das Thermometer ließ die Eisbader der FHSG eher entspannt ihrem diesjährigen Neujahrsbad entgegensehen. 19 Mitglieder zählt der Verein.

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13 Mitglieder der Stralsunder Walrosse – die der Fachhochschulsportgemeinschaft angehören – hatten sich zum traditionellen Neujahrsbad den Zuschauern gestellt. Bianca Buth ist das jüngste Mitglied der Walrosse und seit zwei Jahren dabei. „Es ist einfach fantastisch“, sagte die 35-Jährige. „Es gibt ein gutes Gefühl für die Gesundheit und den Spaß.“

Auf sie übe das Wasser im Winter stets eine besondere Anziehungskraft aus. „Es ist viel klarer. Warum also nicht auch im Winter baden gehen“, dachte sich Bianca Buth. Inzwischen hat sie das Baden abgehärtet. „Man ist nicht mehr so empfindlich. Aber es ist immer noch etwas Besonderes. Eisbaden gilt ja auch als Extremsportart.“

Marion Kasten fühlt sich so abgehärtet, dass sie die empfohlene Grippeschutzimpfung bei ihrer Ärztin ablehnt. „Ich hatte schon seit Jahren keine Erkältung mehr“, sagte die 57-Jährige. Auch das ist wohl einer der Gründe, warum es immer noch Mitglieder gibt, die dem Verein seit der Gründung vor fast 40 Jahren treu sind. „Es ist Gewohnheitssache, wie jeder Sport“, sagte Inge Werk. Mit 78 Jahren war sie gestern die älteste Schwimmerin im Wasser und ist ebenfalls von Anfang an dabei. Von September an trifft sich die Gruppe jeden Sonntagvormittag und Mittwochnachmittag zum Sprung ins Wasser.

Erst wenn die Temperaturen wieder ansteigen, trennen sich die Wege wieder. Im Sommer wird pausiert. „Wenn andere anfangen mit dem Baden, hören wir auf“, erklärte Inge Werk. Oftmals geht es in der Eisbadersaison dann auch zu den Treffen anderer Vereine. So waren René Köster und Heike Kahlert noch vor wenigen Tagen zu Gast in Zinnowitz, und in der nächsten Woche steht das Eisbaden in Berlin im Veranstaltungskalender. „Da gab es im letzten Jahr richtig Eis“, schwärmte René Köster. Sandra Zühr genügt der Blick auf die Szene vom Trockenen aus. „Solange ich nicht selbst rein muss, finde ich es toll“, meinte die Zuschauerin, die den Neujahrsspaziergang und das einladende Wetter dazu nutzte, dem traditionellen Neujahrsbad erstmals beizuwohnen.

„Anderswo gibt es sogar Wettkämpfe im Eisbaden beziehungsweise Winterschwimmen“, erklärt Lothar Wittmann. „Das wäre auch großartig für Stralsund. Dafür müssen wir diesen Sport bekannter machen“, so der 63-Jährige. In diesem Jahr haben sich die Eisbader aber erstmal der Gestaltung eines eigenen Gebäudes gewidmet.

Wenke Büssow-Krämer

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