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Ligaerhalt für Kegler gesichert

Stralsund Ligaerhalt für Kegler gesichert

Trotz der 0:3-Niederlagen in Holstein und Kiel beendet Stralsund die Saison auf einem sicheren Rang zehn

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Beim Phoenix Kiel hatten Stralsunds Bundesligakegler des KV Hansa keine Chance. Eine 0:3-Niederlage war das Ergebnis.

Quelle: Jürgen Schwols

Stralsund. Die Bundesligakegler vom KV Hansa hatten noch einmal zwei schwere Aufgaben zu meistern. Zwei Niederlagen in Holstein (0:3) und Kiel (0:3) standen am Wochenende zu Buche.

Zwar sind wir am Ende nur Zehnter, aber wir dürfen auch in der kommenden Saison im Konzert der Großen mitspielen.“Torsten Hochmann, KV Hansa

Auswärts ging es zuerst zu den äußerst heimstarken Oldenburgern. In Holstein blieben die Stralsunder ihrer Aufstellung aus den letzten Auswärtspartien treu. So begannen Joachim Rasch und Andreas Kammann gegen Barkholtz (893) und Vogelmann (912).

Doch zum erhofften Paukenschlag in der Startachse kam es nicht. Mit 862 Holz von Rasch und 885 von Kammann gelang es den Stralsundern nicht wie gewünscht, die Gastgeber stark unter Druck zu setzen.

Auch der Mittelachse mit Manfred Dill und Florian Meier blieb nur das Nachsehen. Dill noch überzeugend mit 890 Holz, merkte man bei Meier, berufsbedingt, das fehlende Training. 833 Holz standen für ihn am Ende zu Buche.

Jan Stender und Lars Boller legten auf Oldenburger Seite mit 906 und 900 Holz noch einmal nach. So hätte die Schlussachse mit Torsten Hochmann und Tobias Oergel noch einen raushauen müssen, um die Oldenburger Matthias Hübner und Marc Stender noch zu gefährden. Hochmann (884) begann zwar stark, für ein Topergebnis ließ er jedoch eine Bahn aus, konnte aber Hübner (881) noch knapp hinter sich lassen.

Oergel (861) konnte Stender (898) nicht das Wasser reichen. So ging die Partie mit 3:0 und 54:24 an den KSK Oldenburg/Holstein. „Uns fehlten immer ein paar Holz“, resümierte Torsten Hochmann.

„Besonders mit Bahn vier hatten wir alle zu kämpfen, was uns ein besseres Ergebnis verbaut hat.“

Doch innerlich hofften die Stralsunder schon auf die Sonntagsbegegnung in Kiel gegen den amtierenden Deutschen Meister. Die Kieler befanden sich vor den letzten beiden Spieltagen in einem Dreikampf mit Union Oberschöneweide und den Rivalen Hannover um den Titel. Doch alle Illusionen schwanden schon nach der Startachse. Die Gastgeber ließen keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen. So legten Dieckmann (919) und Ludorf (911) schon eine unüberwindbare Hürde vor. Andreas Kammann fand nicht zu seiner sonst so konstant starken Leistung und musste sich mit 856 Holz begnügen. Joachim Rasch erkegelte für Gästeverhältnisse solide 875 Holz, aber kam natürlich auch lange nicht in die Reichweite der Gastgeber. Die Mittelachse stellte in der Vergangenheit oft das Problem der Kieler bei ihren Heimspielen dar. Nur nicht in dieser Partie.

Auch Künstler (885) und Kemming (889) ließen alle Stralsunder hinter sich. Manfred Dill hätte aus Stralsunder Sicht fast die Sensation erreicht, einen der Kieler hinter sich zu lassen, doch am Ende fehlten ihm mit 883 zwei Holz. Florian Meier erkegelte 831 Holz. Im letzten Durchgang ließ der Meister nichts mehr anbrennen. Auch wenn Richter (892) und Eggers (900) bei so manchem Wurf mit sich haderten, dominierten sie Torsten Hochmann (871) und Tobias Oergel (862) nach Belieben. So endete die Partie wie auch im Vorjahr mit einer Höchststrafe von 3:0 und 57:21 für Kiel.

Nun hieß es für die Kieler noch Zittern. Alle verfolgten mit Spannung die Ergebnisse aus dem anderen Meisterschaftsduell zwischen Hannover und Oberschöneweide. Gerade zu diesem spannendsten Moment funktionierte auch der Bundesliga-Liveticker nicht, so dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis das Endergebnis feststand.

Oberschöneweide holte zwar noch einen Punkt in Hannover, doch in der Einzelwertung lag Kiel am Ende einen kleinen Punkt vorn und sicherte sich so den sechsten Meistertitel in Folge.

„Wir gratulieren den Kielern zum erneuten Meistertitel, doch man kann auch sehen, wie wir hätten das Zünglein an der Waage sein können, wenn Manfred Dill zwei Holz mehr gespielt hätte“, so Torsten Hochmann mit dem Fazit. „Hätte Dill einen kleinen Punkt mehr bekommen, wäre zwischen Kiel und Berlin Gleichstand gewesen und es hätte ein Entscheidungsspiel zwischen beiden Mannschaften gegeben.“

Für die Stralsunder endet die dritte Erstligasaison überglücklich mit dem Klassenerhalt. „Zwar sind wir am Ende nur Zehnter, aber wir dürfen auch in der kommenden Saison im Konzert der Großen mitspielen“, so Hochmann abschließend. Alle Bilder, Ergebnisse und die Abschlusstabelle gibt es wie gewohnt auf www.kvhansa.de.

Von Thomas Sommerfeld

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