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Stralsund Matschfans unter sich

Beim Hindernisrennen Xletix in Berlin beteiligten sich auch Stralsunder Freizeitsportler

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Bei 29 Grad Celsius meisterten Katrin Büssow (v.l.) und Diana Jänichen einen 13 Kilometer langen Hindernisparcours.

Quelle: privat

Stralsund. Laufen, Hangeln und Kriechen klingen erstmal nach Aufgaben im Sportunterricht der Grundschule. Stellt man sich das Ganze zwischen meterhohen Kletterwänden und Tauchbecken mit Eiswasser vor, wird daraus eines der härtesten Hindernisrennen Europas. Beim Xletix in Berlin stürzten sich unter den insgesamt 12000 waghalsigen Abenteurern am letzten Wochenende auch sechs junge Stralsunder in ein Vergnügen der anderen Art.

Über 13 oder 20 Kilometer trauten sich die Freizeitsportler an Stationen mit vielsagenden Namen wie Crazy Canyon, Over and Out, Hit the Hole oder Table of Tears. Durch Schlammgräben unter Stacheldraht durchrobben, Holzwände überwinden und dazwischen immer wieder Laufen. "Man hatte das Gefühl, dass die langen Waldstrecken ständig bergauf gingen", schildert Katrin Büssow. Bei 29 Grad Celsius wurde das in diesem Jahr zu einer äußerst staubigen Angelegenheit. "Dabei machten die Temperaturen den Lauf aber angenehmer als im letzten Jahr bei 13 Grad", meint die 36-Jährige.

Was diese Veranstaltungen aber noch mehr fordern als Kondition ist Teamgeist. So sind alle Teilnehmer einer Startwelle dazu angehalten, sich an den Stationen gegenseitig Hilfestellung zu geben.

"Anders wäre das gar nicht möglich", sagt Diana Jänichen. "Man konnte sich darauf verlassen, dass immer Läufer an den Hindernissen gewartet und geholfen haben", so die 33-Jährige. Dabei wurden auf der Strecke persönliche Abneigungen und Vorlieben ausgelotet. "Die Hindernisse im Wald waren toll, aber das Laufen über einen Schwebebalken in drei Metern Höhe würde man lieber umgehen", erklärt Jänichen. Ähnlich ging es ihrer Teamkollegin am Eisbecken. "Das Untertauchen in dem Wasser, das ständig mit Eiswürfeln aufgefüllt wird, kostet schon enorme Überwindung", so Büssow.

Vorbereiten kann man sich auf solch eine Veranstaltung nur durch reguläres Fitness- und Ausdauertraining, das man nach Möglichkeit ins freie Gelände verlegt.

Nach vier Stunden haben die Freundinnen mit ihren Teambegleitern Britt Rossow und André Schröder das Ziel ihrer 13-Kilometer-Tortur erreicht, während René Kracht und Jan Jung für die 20 Kilometer noch eine Schippe drauf legen mussten. Klar, dass man danach lieber gleich Urlaubstage zur Erholung einplant. Doch nach dem Lauf ist vor dem Lauf. "Vielleicht starten wir auch im September beim Xletix in Grömitz nochmal. Aber im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei", verspricht Katrin Büssow.

Wenke Büssow-Krämer

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