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„Mein Bruder ist eine große Stütze am Ring“

Stralsund „Mein Bruder ist eine große Stütze am Ring“

Dany Witzke will am Sonnabend bei der Fightnight Europameister im Kickboxen werden.

Stralsund. Dany Witzke genießt die Aussicht auf Stralsund – auf seine Stadt. Hier will er am Wochenende Europameister im Kickboxen K1 werden. Im Trainingsalltag ist der Aufstieg auf den Turm der Marienkirche eine willkommene Abwechslung. „Treppensteigen ist ja immer gut“, sagt er. Fast mühlelos klettert er die 366 Stufen empor. Als Kind und Jugendlicher kam er oft hierher. „Irgendwo habe ich mich auch verewigt“, erinnert er sich und lacht. In fast einhundert Metern Höhe kann der Kampfsportler beinahe die Vogelsanghalle ausmachen, in der am Sonnabend die 3. Fightnight ausgetragen wird.

Dany Witzke freut sich auf die Herausforderung – auch wenn ein großer Druck auf ihm lastet. „Dreiviertel meiner Freunde werden da sein, wenn nicht alle. Weil mich viele kennen, sind die Erwartungen hoch.“ Im Kampf um den Deutschen Meistertitel im November 2015 musste sich der 25-Jährige zuhause nach Punkten geschlagen geben. Damit das nicht wieder passiert, hat der Kickboxer früh mit dem Training begonnen. „Ich habe schon vor Weihnachten mit den Vorbereitungen angefangen.“ Jetzt sei er bereit und wolle sich beweisen.

Beim Stralsunder Phoenix SV und beim Pommerschen Sportverein arbeitete er an seiner Technik. Für Ausdauer- und Krafttraining stand ihm der Hansedom offen. „Wenn ich aber die Wahl habe, gehe ich am liebsten raus.“ Dann läuft Dany Witzke an der Promenade Stralsunds bis nach Parow. „Links das Wasser, rechts die Felder. Das ist einfach schön.“ Die Nähe zum Wasser habe eine beruhigende Wirkung.

Und es entspanne ihn. Mit dabei ist dann meist sein Hund. Der Pitbull brauche genauso viel Bewegung wie sein Herrchen. „Aus diesem Grund habe ich mich für ihn entschieden. Auch im Stadtwald sind wir oft unterwegs.“

Neben der körperlichen Form zähle vor einem Duell vor allem die mentale Fitness. „So gut wie jetzt habe ich mich bisher noch vor keinem Kampf gefühlt“, betont er. Ein Grund dafür ist Trainer und Physiotherapeut Jörg Schulz. „Er hat sich wirklich viel Zeit für mich genommen“, lobt der Kickboxer. Schulz wird Sonnabend mit am Ring sitzen und seinen Schützling anfeuern. Zum engen Kreis gehören zudem Percy Michatz, Kickboxtrainer aus Rostock, und Martin Sengbusch. Witzkes Eltern haben ebenfalls einen Platz in der ersten Reihe. „Natürlich sind meine Freundin und mein Bruder auch dabei.“

Gerade die Anwesenheit von Tony Witzke sei wichtig. „Er hat immer hinter mir gestanden und mir sehr viel beigebracht. Er ist eine große Stütze am Ring.“ Tony reist extra aus Oldenburg an. „Das ist seine Pflicht“, sagt Dany lachend.

Eine besondere Entscheidung muss Dany Witzke aber noch treffen. „Normalerweise laufe ich zu amerikanischem HipHop ein. Dieses Mal könnte es anders werden.“ Einer seiner Freunde hat eigens für den Boxer einen Song komponiert. „Wenn ich ihn damit überrasche, würde er sich bestimmt freuen“, ist sich der Stralsunder sicher. Bisher habe Witzke immer Bedenken gehabt, dass es selbstverliebt wirken könne. „Ich werde mir das bis zum offiziellen Wiegen am Freitag noch überlegen.“ Aber egal, welcher Song es am Ende wird. Dany Witzke will im Ring alles geben.

Manuela Wilk

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