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Natur und Fitness auf zwei Rädern vereint

Natur und Fitness auf zwei Rädern vereint

Der 66-jährige Stralsunder Walter Günther führt gleichgesinnte Radsportfreunde bei regelmäßigen Feierabendtouren und Stammtischen zusammen

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Der 66-jährige Walter Günther führt Stralsunds Fahrradfreunde durch die Natur und hat so sein persönliches Fitnessprogramm für sich entdeckt.

Quelle: privat

Stralsund Walter Günther ist Initiator des Stralsunder Radlerstammtisches und begibt sich mit anderen Zweiradfreunden auf Feierabendtouren. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit dem 66-jährigen Stralsunder über seine Motivation und persönliche Herausforderungen.

 

OZ-Bild

Der 66-jährige Walter Günther führt Stralsunds Fahrradfreunde durch die Natur und hat so sein persönliches Fitnessprogramm für sich entdeckt.

Quelle: privat

Seit einigen Monaten organisieren Sie den offenen Radlerstammtisch des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) und Feierabendtouren. Wie kam es zu diesem Engagement?

Walter Günther: Seit zwei Jahren bin ich Mitglied des ADFC – allerdings in der Regionalgruppe Greifswald, weil Stralsund noch nicht genügend aktive Mitglieder hat. Wir wollen aber auch hier das Freizeitradeln fördern und Ansprechpartner für Ämter und Behörden zur Radverkehrspolitik sein. Dafür brauchen wir engagierte Mitstreiter, die wir zum Beispiel auch mit unseren regelmäßigen Feierabendtouren und gemeinsamen Ausfahrten gewinnen möchten. Wir fahren immer rund 30 Kilometer in die Umgebung Stralsunds. Bei diesen Touren lernen wir auch das (Rad-)Wegenetz um Stralsund mit seinen guten, weniger guten und schlechten Seiten kennen. Auch Tagestouren stehen im Programm, die sehr gern angenommen werden. Ausbaufähig ist hier noch die Zusammenarbeit mit der Tourismuszentrale, um unsere Touren auch den StralsundBesuchern anzubieten.

Welche sportlichen Herausforderungen suchen und reizen Sie persönlich?

W. Günther: Meine erste große Herausforderung war im Frühjahr 2014 die Teilnahme an der Mecklenburger Seenrunde. In den Wochen und Monaten vorher habe ich mich zielgerichtet auf diese Tour vorbereitet, denn dort werden über 300 Kilometer am Stück absolviert – ohne längeres Aufbautraining ist das nicht möglich. Bis zum Start der Seenrunde Ende Mai hatte ich dann rund 3000 Kilometer in den Beinen. Das war sonst meine komplette Jahresstrecke. Meinen absoluten Saisonhöhepunkt in diesem Jahr hatte ich frei nach dem Slogan „Pfingsten fährt man in Bimbach“ – nämlich beim Rhön-Rad-Marathon in der Nähe von Fulda. Für die „Bimbach 400 – Medaille“ waren über 400 Kilometer mit fast 7000 Höhenmetern in zwei Tagen zu absolvieren. Zum Auftakt ging es Pfingstsonnabend über 156 Kilometer und da war es ziemlich kalt. Für den Sonntag hatte ich mich für die lange Marathonstrecke (258 km) angemeldet. Das Wetter war noch schlechter als am Vortag: Kälte, Regen, Graupelschauer und starker Wind. Beim Bergauffahren hat man geschwitzt, dass die Brille beschlagen ist, und beim Runterfahren gefroren. Die niedrigste Temperatur herrschte auf der Wasserkuppe – gerade mal 2° C. Als ich endlich durchs Ziel kam, hat es mir jedenfalls gereicht. Ich habe bestimmt zwei Stunden gebraucht, um wieder warm zu werden.

Warum nehmen Sie das alles auf sich?

W. Günther: Es macht mir trotz der Quälerei Spaß. Ich gehe an meine Grenzen und fühle mich dabei wohl. Meine Frau unterstützt mich in allem. Zu den entfernterenTouren kommt sie mit. Wir machen immer einen Kurzurlaub daraus, und es ist schön, an Start und Ziel eine persönliche Betreuerin zu haben. Obwohl ich schon 66 bin, merke ich, dass sich mein Leistungsvermögen verbessert. Dass ich mich in diesem Alter noch so steigern kann, hätte ich nicht gedacht. Ich hoffe, noch ein paar Jahre fahren zu können, um auch auf diesem Weg neue Ecken in Deutschland kennen zu lernen. Aber wie gesagt, es muss nicht immer um weite Strecken und Tempo gehen. Radfahren ist auch als gemütlicher Ausflug sehr schön, und ich bin sicher, dass wir als ADFC dafür immer mehr Leute begeistern können.

Interview von Ines Sommer

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