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Nordstern Tobias Busch unterwegs zur Eisspeedway-EM nach Ufa

Stralsund Nordstern Tobias Busch unterwegs zur Eisspeedway-EM nach Ufa

Der Stralsunder wagt das erste Mal den Trip in die Wintervariante des Speedwaysports und kommt auf Spikes gut zurecht

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Eisspeedway in Steingarden (Bayern): Neueinsteiger Tobias Busch führt. Mit zwei Laufsiegen und einem 6. Platz in der Gesamtwertung war die Empfehlung für die Europameisterschaft in Ufa perfekt.

Quelle: Foto: Ralf Dreier

Stralsund. Daumendrücken für den Stralsunder Tobias Busch. Der Bundesligafahrer des MC Nordstern steht am Wochenende im Fahrerfeld der Eisspeedway-Europameisterschaft. Ein Riesenerfolg für den 28-Jährigen, der sich erst vor ein paar Wochen in die Wintervariante des Speedwaysports traute.

 

OZ-Bild

Die Räder beim Eisspeedway sind mit gewaltigen Spikes versehen. Tobias Busch fährt sie in diesem Winter zum ersten Mal. Allerdings hat der 28-Jährige immer schon gern auf dem heimischen Teich mit der umgebauten Sommer-Speedway-Maschine ein paar Runden gedreht.

Quelle: Foto: Thorsten Horn

„Ich wollte das mal ausprobieren“, sagt Tobias Busch und flog nach Russland, wo mit einem Trainingslager bei minus 20 Grad alles begann. Die Starts gelangen ihm gut. Und er profitiert natürlich von den Rennerfahrungen auf der Sommer-Piste. Allerdings hat man auf dem Eis eine Haltung, die eher an den Straßenmotorradsport als an Speedway erinnert. Obendrein haben die Maschinen ein Zwei-Gang-Schaltgetriebe und sind mit 70 PS unterwegs.

Eigentlich war „Buschers“ erster Auftritt bei den Deutschen Meisterschaften am 2. März in Berlin geplant. Aber als in der WM-Quali kurzfristig ein Platz für Deutschland frei wurde, schlug er zu.

Gemeinsam mit dem Edlinger Max Niedermayer startete „Tobi“ für die Eisspeedway-Union Berlin, schaffte zwar nicht den Sprung in die WM, sammelte aber kostbare Erfahrungen.

Und weil sich der Stralsunder immer besser präsentierte, kamen Einladungen zu offenen Eisspeedway-Rennen dazu. Zuletzt konnte „Buscher“ im bayrischen Steingarten einen 6. Platz verbuchen. „Ich freue mich, dass ich zwei Laufsiege erfahren konnte. Das Eis war perfekt“, so der Rookie. Es folgte ein Trainingslager mit der Motocross-Maschine in Spanien. Tja, und dann wollte sich der Nordstern eigentlich auf die Deutsche Meisterschaft in Berlin vorbereiten. Doch plötzlich stand der Eis-Neuling im Aufgebot der Europameisterschaft, die morgen in Ufa beginnt.

Kurz vor dem Sechs-Stunden-Flug ab Berlin meinte er gegenüber der OZ: „Aufgeregt bin ich jetzt noch nicht, das kommt erst kurz vorher. Aber ich habe mit Max Niedermeyer, seinem Mechaniker und unserem Tuner Steffen Höppner ein starkes Team hinter mir“, so der Blondschopf, der übrigens wieder solo ist. Zu verlieren habe er nichts, aber er werde natürlich kämpfen und alles geben.

Und diesmal hat der junge Mann, der seit 25 Jahren auf einem Motorrad sitzt, auch die dicken Wintersachen dabei. Auch eine echte Schapka hat er sich inzwischen zugelegt – die NVA-Gedienten kenne das Modell mit den herunterklappbaren Ohrenschützern... „Beim ersten Mal war man das ja gar nicht gewöhnt. Zwar sind die Räume hinter der Bahn beheizt, aber wenn du draußen unterwegs bist, ist das schon ein bisschen was anderes als in unserer Heimat“, sagt er und zeigt auf seine Hände. Da kann man an den Fingern noch ein paar Spuren von den einstigen Erfrierungen sehen. „Ist nicht so wild“ – nein, ist es bei Tobias Busch nie. Er ist ein Kämpfer und zäh obendrein. Viele Stürze – inzwischen auch auf dem Eis – musste er schon wegstecken.

Im heimischen Vereinsheim drücken natürlich alle die Daumen, dass der Kapitän der Speedway-Bundesliga-Mannschaft gesund aus Russland zurückkommt. Einige von ihnen haben sich auch schon ein Ticket für Berlin gekauft und wollen dem echten Nordstern persönlich den Rücken stärken. Und das nicht nur bei der Deutschen Meisterschaft. Denn wie der Vize-Chef der Eisspeedway-Union Berlin, Bernd Sagert, auf OZ-Anfrage verriet, hat Tobias Busch Samstag und Sonntag beim Grand-Prix in Berlin einen Reserveplatz. „Wir haben schon zwei Verletzte, es ist also nicht ausgeschlossen, dass Tobi mit der russischen Welt-Elite am Band steht“, sagt Bernd Sagert.

Der Nordstern, der wie Tobias Busch in Lassentin wohnt, fährt übrigens auch zweigleisig: Im Sommer ist er Rennleiter beim Speedway, im Winter organisiert er für die Eisspeedway-Union Berlin (EUB) Rennen. Und das Team wächst. Gehen im Moment Max Niedermeyer und Tobias Busch für die EUB auf Punktejagd, kommt im nächsten Jahr der Wittstocker Steven Mauer dazu.

Ines Sommer

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