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Nordstern-Youngster fährt zur Speedway-WM nach Norwegen

Nordstern-Youngster fährt zur Speedway-WM nach Norwegen

Fynn-Ole Schmietendorf (13) will Deutschland in der 85er-Klasse würdig vertreten

Stralsund. Es ist eine lange und aufregende Reise, auf die sich Fynn-Ole Schmietendorf riesig freut. Der junge Speedwayfahrer aus Stralsund ist heute schon auf der Reise ins norwegische Elgarne. Dort nimmt der 13-Jährige an der Weltmeisterschaft der Nachwuchsfahrer teil. In der 85-Kubikmeter-Klasse geht das Talent des MC Nordstern Stralsund an den Start – und ist damit einer von drei Deutschen, die an dieser Einzelmeisterschaft teilnehmen. Qualifiziert hat er sich in Parchim – auf dem Rennplatz und bei einem Fitnesstest mit Laufen, Klimmzügen, Gleichgewichtsübungen und Liegestützen. Von letzteren hat er ürbigens 50 in die Wertung gebracht...

Für Fynn-Ole ist der Norwegen-Trip bereits die zweite WM in seiner noch jungen Laufbahn. „Meine Premiere war in Schweden. Da hatte ich aber einen rabenschwarzen Tag und wurde nur Zwölfter. Ich wünsche mir schon, dass es diesmal besser läuft“, sagt der rotblonde Richtenberger, der gerade die 7. Klasse abgeschlossen hat. Befragt nach den Leistungen in der Schule, sagt er nur knapp: „Geht so.“ Sport mag er gerne, Mathe gar nicht. Aber viel mehr will er über Schule nicht reden. Natürlich weiß er, dass er mal einen vernünftigen Abschluss braucht, denn er will Dachdecker werden – wie sein Papa. Kein Wunder, Vater und Sohn sind auf den Rennplätzen zwischen Deutschland und Dänemark ein gut eingespieltes Team. „Ich kümmere mich um die drei Maschinen, hab mir die technischen Details im Laufe der Jahre angeeignet, denn ich hatte nie was mit Speedway zu tun. Aber jetzt weiß man, wie der Hase läuft“, sagt Marco Schmietendorf. Der 33-Jährige hat in den letzten Tagen schon fleißig den Transporter gepackt, damit für Norwegen alles vorbereitet ist. „Wir fahren pünktlich los, wollen keinen Stress. Fynn soll sich in Ruhe auf die WM einstellen können. Wir haben auch diesmal kurz zuvor auf andere Rennen verzichtet“, so Papa, Trainer und Mechaniker.

Seit drei Jahren pest Fynn-Ole auf der 85er-Maschine über die Speedway-Bahnen. Angefangen hat er mal als lütter Knirps auf der PW 50. Das war 2009, heute fährt er für Felstedt in der 1. und 2.

dänischen Division, vergleichbar mit unseren Ligen. Doch auch in Deutschland sorgt er für Furore. So führt der Schüler nicht nur die Landesmeisterschaft, sondern auch die Norddeutsche Bahnmeisterschaft an. Denn auf seiner 35 PS starken Maschine, deren Motor mit einem Zweitakt-Gemisch läuft, ist er ein gefürchteter Gegner.

Stürze gehören im Speedwaysport dazu, aber gab es für Fynn-Ole schon mal ein schlimmes Aus? „Ja, ich hatte mal einen vierfachen Mittelfußbruch. Ansonsten bin ich immer mit Prellungen davongekommen“, sagt der eher schüchterne Junge, der morgen mit der Deutschlandfahne ins Speedwaystadion von Elgarne einläuft. „Wir sind schon gespannt auf die Bahn, die soll so 140 Meter lang sein“, ist Marco Schmietendorf doch ein bisschen aufgeregt. Sein Junior bestreitet energisch, dass er aufgeregt ist. „Das schwächt einen nur“, sagt der Nordstern. Und man möchte ihm zurufen: Behalt dir diese Einstellung, denn je älter man wird, desto mehr wird man sie verlieren. Genau aus diesem Grund fährt Mutti Janine nicht mit. „Ich kann da nicht hingucken, mach mir ständig Sorgen, deshalb lass ich die Männer machen.“

Zur Verstärkung fahren aber Opa und Bruder von Fynn mit – und drücken, wie auch alle in der Heimat, die Daumen. „Wir wünschen unserem erfolgreichen Nachwuchsfahrer, dass er auch in Norwegen ordentlich punkten kann. Er hat in den letzten drei Jahren viele Erfahrungen gesammelt. Das wird ihm bei so einem internationalen Höhepunkt helfen. Also toi, toi, toi“, gibt Klubchef Torsten Berger Fynn-Ole Schmietendorf mit auf den Weg.

Ines Sommer

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